Verantwortung

Corona-Informationen für die Hosentasche – in 20 Sprachen

14.03.2022

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Vier Personen mit Masken die ihre Ellenbogen sternförmig zusammendrücken

Bei der Menge an Informationen über das Coronavirus den Überblick zu behalten, ist nicht einfach. Noch schwieriger wird es, wenn Deutsch nicht die eigene Erstsprache ist. Die Initiative Mit Migranten für Migranten in Bayern (MiMi) hat daher einen übersichtlichen Online-Guide in 20 verschiedenen Sprachen erstellt.

Informationen zu COVID-19 sind gefühlt omnipräsent: im Fernsehen, in Zeitungen oder im Internet – überall wird über das Coronavirus und die Pandemie gesprochen oder geschrieben. Den Überblick zu behalten und seriöse von unseriösen Informationen zu unterscheiden, fällt nicht immer leicht. Ist Deutsch nicht die eigene Erstsprache, ist die Herausforderung noch größer. Die Initiative Mit Migranten für Migranten in Bayern (MiMi) hat daher einen Online-Guide mit verlässlichen Informationen rund um COVID-19 zusammengestellt und in 20 Sprachen übersetzt. Neben Französisch, Spanisch und Englisch gibt es die Übersicht zum Beispiel auf Türkisch, Rumänisch oder Farsi.

Der Ratgeber beinhaltet unter anderem Hinweise zur Übertragung des Virus, zu Symptomen, Schutzmaßnahmen, Testmöglichkeiten und Impfungen. Es gibt darüber hinaus Links zu weiterführenden Informationsquellen, die ebenfalls in mehreren Sprachen zur Verfügung stehen. Der Guide kann auch als PDF direkt aufs Handy geladen werden und ist so immer mit dabei.

Das Gesundheitsprojekt MiMi hat bereits jahrelange Erfahrung mit mehrsprachigen Wegweisern zu Gesundheitsthemen, wie etwa Diabetes, Impfschutz oder dem deutschen Gesundheitssystem im Allgemeinen. Gefördert wird MiMi Bayern durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. Außerdem arbeitet MSD bereits einige Jahre mit dem Projekt zusammen, um interkulturelle Gesundheitskompetenz und Prävention in Deutschland zu fördern. Auch der Online-Guide zum Coronavirus wurde von MSD unterstützt.

Der vollständige Online-Guide zum Coronavirus ist hier online verfügbar.

Weitere Informationen zum Engagement von MSD im Rahmen der Corona-Pandemie findet ihr hier Zusammen gegen die COVID-19-Pandemie – MSD.

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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Charlotte Gerling
Sen. Specialist Corporate Communications

+49 89 45 612 093

charlotte.gerling@msd.de

Krebs

Gesundheitswissen Nierenkrebs

09. März 2022

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Um unsere Nieren machen wir uns meist wenig Gedanken, schließlich spüren wir das Organ in der Regel nur selten. Aber was, wenn plötzlich die Diagnose Nierenkrebs im Raum steht? Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Man kann sich Nieren ein wenig wie Kläranlagen im Körper vorstellen: Sie filtern Giftstoffe, Stoffwechselprodukte und überflüssiges Wasser aus dem Blut und bilden so Urin, der sich im Nierenbecken sammelt und über die Harnleiter in die Blase gelangt. Damit übernehmen die bohnenförmigen Organe eine lebenswichtige Funktion.

Nierenkrebs ist im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen eher selten: Experten der Krebsregister erwarten für 2022 deutschlandweit rund 14.500 Neuerkrankungen – wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Unter dem Begriff Nierenkrebs werden verschiedene Krebsarten zusammengefasst. In Deutschland handelt es sich bei 95 von 100 Betroffenen mit Nierentumoren um ein Nierenzellkarzinom. Das bedeutet, dass sich Tumoren im Nierengewebe gebildet haben. Seltener sind Tumore des Nierenbeckens.

Als Risikofaktoren für Nierenzellkarzinome gelten vor allem Rauchen, Übergewicht und Bluthochdruck. Eine chronische Nierenschädigung und Nierenversagen steigern das Risiko ebenfalls. Auch wer beruflich mit Chemikalien wie Chloroform, Trichlorethan, Tetrachlorkohlenstoff und Dichloracetylen in Berührung kommt, kann ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben.

Nierenkrebs Zahlen & Fakten im Überblick
Nierenkrebs Zahlen & Fakten im Überblick – Details

Nierenkrebs Zahlen & Fakten im Überblick

  • Mehr Männer als Frauen betroffen
  • Erkrankung häufig im Alter von 60-70 Jahren
  • Anzahl der Neuerkrankungen stabil: Die Zahl der Neuerkrankungen in Deutschland ist seit 2013 relativ gleichbleibend. (standardisiert nach Alter der Bevölkerung in Europa)
  • Risikofaktoren: Beispielsweise Rauchen, Übergewicht und hoher Blutdruck erhöhen das Risiko, an Nierenkrebs zu erkranken
  • Frühzeitige Diagnose: Häufig werden Nierenzellkarzinome zufällig und in einem vergleichsweise frühen Stadium entdeckt.
Gemeinsam antworten finden

Wirklich typische Symptome treten bei Nierenkrebs in der Regel nicht auf. Bei mehr als der Hälfte der Patient:innen entdecken Ärzte das Nierenzellkarzinom per Zufall bei der Untersuchung einer anderen medizinischen Frage. Fortgeschrittene, größere Tumore können Schmerzen in der Nierengegend auslösen, die bis in den Rücken ausstrahlen. Auch Blut im Urin ist möglich. Unter Umständen lassen sich große Tumore ertasten.

Welche Behandlung bei einer Nierenkrebs-Diagnose in Frage kommt, ist individuell. Das hängt zum einen mit der Krebsart zusammen. Andererseits ist die Behandlung auch abhängig davon, in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet – also wie groß der Tumor ist oder ob sich bereits Metastasen gebildet haben. Außerdem ist auch der allgemeine Gesundheitszustand der Patient:innen wichtig.

Ausführliche Informationen zu Krebs und Immunonkologie haben wir auf MSD Gesundheit zusammengestellt.

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Diversity

#GesundheitsGeschichte: Frauen bei MSD

08. März 2022

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Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März blicken wir zurück auf über 130 Jahre MSD – und auf Frauen, die die Geschichte des Unternehmens mitgeprägt haben.

MSD fördert weltweit ein Arbeitsklima, in dem sich alle Menschen wohlfühlen sollen – unabhängig etwa von Kultur, Alter, sexueller Orientierung oder Geschlecht. Diversität und Inklusion sind schon seit vielen Jahren fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Das spiegelt sich auch in Zahlen wider: So sind beispielsweise rund 50 Prozent der Führungskräfte in Deutschland Frauen.

Um Gleichstellung zu ermöglichen, ist MSD auch manchmal seiner Zeit voraus. In den USA ist Mutterschutz erst seit 1993 gesetzlich verankert – MSD führte diesen schon in den 1950er Jahren im Unternehmen ein. Und um arbeitende Eltern zu unterstützen, gibt es seit den 1980er Jahren Kinderbetreuung, flexible Arbeitsmodelle und Teilzeitangebote. Unter anderem dank dieser und anderer Maßnahmen haben Frauen die langjährige Unternehmensgeschichte mitgeprägt. Wir möchten einige davon vorstellen.

E.R. Dreyer war die erste Mitarbeiterin von MSD. Sie arbeitete als Sekretärin und war damals eine von gerade einmal 31 Mitarbeiter:innen des Unternehmens.

Anna „Ann“ Colon fing 1919 in der Verpackungsabteilung von MSD an. 1933 wurde sie Führungskraft. Als sie nach über 50 Jahren bei MSD in Rente ging, war sie die bis dato am längsten im Unternehmen angestellte weibliche Mitarbeiterin.

Dr. Gladys Anderson Emerson (Mitte) war Biochemikerin und Ernährungswissenschaftlerin. Sie begann ihre Karriere bei MSD im Jahr 1942 als Leiterin des Bereichs für Tierernährung. Gemeinsam mit Dr. Karl Folkers (rechts im Bild) forschte sie unter anderem an Vitamin B12.

Susan R. Jenkins arbeitete unter anderem daran, Enzyme synthetisch herzustellen. Sie startete 1957 bei MSD und war eine der ersten afroamerikanischen Chemikerinnen im Unternehmen. Sie wechselte später in die Personalabteilung, wo sie in verschiedenen Leitungspositionen arbeitete, zuletzt als Senior Vice President Human Resources.

Marian S. Heiskell wurde 1973 als erste Frau in den Aufsichtsrat von MSD gewählt. Sie behielt ihr Aufsichtsratsmandat für 18 Jahre, bis sie es 1991 abgab. Marian Heiskell war Direktorin für Sonderaktionen bei der New York Times und ist auch bekannte Philanthropin.

Als die Wissenschaftlerin Julie S. Chen Bodenproben untersuchte, entdeckte sie einen wirksamen Enzymhemmer – heute bekannt als Lovastatin. Dieser ist in der Lage, die Cholesterolsynthese im Körper zu hemmen. Das Medikament war bei seiner Zulassung Ende der 1980er Jahre das erste aus der Gruppe der Statine.

1984 wurde Dr. Myra N. Williams zur Executive Director for Information Resources and Strategic Planning ernannt. Sie überwachte die erfolgreiche Einführung neuer Computertechnologien in den Laboren, dank derer MSD in der Lage war, eins der führenden Unternehmen für Computersimulationen in der molekularen Modellierung zu werden.

1994 wurde Dr. Johnnetta B. Cole die erste afroamerikanische Aufsichtsrätin von MSD und behielt das Mandat bis 2009. Sie war außerdem die erste schwarze Präsidentin des renommierten Spelman College für afroamerikanische Frauen und ebenfalls die erste Schwarze Frau im Aufsichtsrat der Coca Cola Company.

1995 tat sich eine Gruppe Mitarbeiterinnen von MSD zusammen: Sie gründeten in den USA das MSD Women’s Network. Das Netzwerk setzt sich für die Gleichstellung der Geschlechter ein. Mittlerweile hat es weltweit 57 Chapter und über 9.000 Mitglieder – Frauen und Männer.

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Impfen

Gesundheitswissen HPV

04. März 2022

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Der 4. März ist internationaler HPV Awareness Day. Aber was können die Folgen einer Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) sein? Und wie kann man sich schützen?

Am Welt-HPV-Tag soll weltweit auf die Risiken einer Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) aufmerksam gemacht werden. Infektionen mit HPV gehören weltweit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Man geht davon aus, dass sich die meisten sexuell aktiven Menschen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit dem HP-Virus infizieren.

Bisher wurden mehr als 200 verschiedene Typen von HP-Viren identifiziert. Diese werden in Hochrisiko- und Niedrigrisikotypen unterteilt. Die meisten Infektionen mit HPV verlaufen ohne Symptome und heilen innerhalb eines Jahres von selbst aus. Chronische – also dauerhaft fortbestehende – Infektionen mit einem Hochrisikotyp gehen ebenfalls ohne Symptome vonstatten, können aber zu Krebsvorstufen oder Krebserkrankungen führen. Einige der Niedrigrisikotypen können Genitalwarzen auslösen.

Jährlich erkranken rund 7.850 Menschen in Deutschland an HPV-bedingtem Krebs. Die Viren sind die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs. Aber sie können auch andere Krebsarten auslösen, etwa im Anal- oder Genitalbereich. Es sind daher nicht nur Frauen, sondern auch Männer von HPV-bedingtem Krebs betroffen.

Prävention schon in jungen Jahren

Die Nutzung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr kann HPV-Infektionen nicht verlässlich verringern. Da bestimmte HPV-Typen nicht nur auf den Schleimhäuten, sondern auch auf der Haut im Genital- und Analbereich vorkommen, lassen sich bei sehr engem Körperkontakt die Infektionen so nicht vollständig verhindern. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher eine HPV-Impfung für Jungen und Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren. Versäumte Impfungen sollten bis zum Alter von 17 Jahren nachgeholt werden. Die Impfung sollte vor den ersten sexuellen Kontakten durchgeführt werden, weil die Wahrscheinlichkeit einer Infektion dann bereits deutlich ansteigt.

Weitere Informationen zu HPV gibt es auf der Webseite der Initiative ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs. und dem Robert Koch-Institut.

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Infektionskrankheiten

#einfacherklärt: Was ist ein Reserveantibiotikum?

23. Februar 2022

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Labor Equipment

In Debatten um Medikamente geht es manchmal auch um sogenannte Reserveantibiotika. Aber was verbirgt sich dahinter? Wann wird ein Reserveantibiotikum eingesetzt? Und was haben sie mit Antibiotikaresistenzen zu tun?

Zur Behandlung bakterieller Infektionen werden Patient:innen Antibiotika verabreicht. Langfristig können allerdings resistente Keime entstehen, bei denen Standardantibiotika wirkungslos sind, wie zum Beispiel die Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus Bakterien (MRSA). In diesen Fällen kommen – unter strengen Vorgaben – Reserveantibiotika ins Spiel: Ein Reserveantibiotikum wird bei Infektionen mit Bakterien eingesetzt, die gegen die gängigen Antibiotika resistent sind.

Antibiotikaresistenzen können unter anderem entstehen, wenn Antibiotika unsachgemäß eingesetzt werden, wie etwa durch falsche Dosierung oder beim Einsatz gegen Viruserkrankungen, bei denen Antibiotika nicht helfen. Weitere Faktoren zur Entstehung und Ausbreitung sind mangelnde Hygiene in der Human- und Tiermedizin und in der Landwirtschaft. Außerdem trägt der weltweite Handels- und Reiseverkehr zur Ausbreitung der Resistenzen bei. Das Problem: Sie führen dazu, dass bisher leicht zu behandelnde Infektionen nur schwer oder gar nicht mehr behandelt werden können.

Antibiotikaresistenzen nehmen immer mehr zu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt sie zu einer der zehn größten Gefahren für die öffentliche Gesundheit weltweit. MSD ist eines von wenigen Pharmaunternehmen weltweit, das die Entwicklung neuer Reserveantibiotika vorantreibt – damit uns auch in Zukunft wirkungsvolle Therapien gegen bekannte und neue Erreger zur Verfügung stehen.

Was kann man tun, um Antibiotikaresistenzen vorzubeugen?

Neben der Entwicklung neuer Medikamente ist es wichtig, Antibiotikaresistenzen zu verhindern bzw. eine Ausbreitung zu vermeiden. Dafür sind alle gefragt: Wissenschaft, Industrie, Politik und Mitarbeitende im Gesundheitswesen. Aber auch jede:r einzelne kann hierzu beitragen, indem man die Tipps der WHO befolgt:

  • Antibiotika nur dann verwenden, wenn sie von einem zugelassenen Arzt verschrieben wurden.
  • Niemals Antibiotika verlangen, wenn der/die behandelnde Ärzt:in sagt, dass sie nicht benötigt werden.
  • Bei der Einnahme von Antibiotika immer die Ratschläge des Gesundheitspersonals befolgen.
  • Niemals übrig gebliebene Antibiotika mit anderen teilen und auch selbst nicht zu einem späteren Zeitpunkt verwenden.
  • Infektionen vorbeugen, indem man sich regelmäßig die Hände wäscht, engen Kontakt mit kranken Menschen vermeidet, Safer Sex praktiziert und Impfungen auf dem neuesten Stand hält.
  • Lebensmittel hygienisch zubereiten und dabei die „Five Keys to Safer Food“ der WHO beachten (sauber halten, rohe und gekochte Lebensmittel trennen, gründlich kochen, Lebensmittel auf sicheren Temperaturen halten, sicheres Wasser und sichere Rohstoffe verwenden). Lebensmittel wählen, die ohne den Einsatz von Antibiotika zur Wachstumsförderung oder Krankheitsvorbeugung bei gesunden Tieren hergestellt wurden.

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Krebs

Gesundheitswissen: Blasenkrebs

18. Februar 2022

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arztgespräch mit Patient

Gesundheitskompetenz spielt beim Gesundbleiben und bei der Bewältigung von Krankheiten eine große Rolle. Ein wichtiger Baustein sind dabei leicht verständliche, einfach verfügbare Informationen. Dazu möchten wir mit unserer Serie Gesundheitswissen beitragen. Den Start macht das Thema Blasenkrebs.

Gerade gab der Schlagersänger Mickie Krause bekannt, dass er an Blasenkrebs erkrankt ist. Damit ist er nicht allein: Jährlich erkranken etwa 30.000 Menschen in Deutschland an Blasenkrebs. Bei Männern gehört Harnblasenkrebs zu den fünf häufigsten Krebsarten. Sie sind drei Mal häufiger betroffen als Frauen. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Die Erkrankungsrate bei Männern sinkt bereits seit einigen Jahren und 75 Prozent der Erkrankungen werden in einem frühen Stadium entdeckt, sodass sie in der Regel eine günstige Prognose haben.

Man unterscheidet bei Blasenkrebs generell zwischen nicht-muskelinvasivem und dem muskelinvasivem Harnblasenkarzinom. Um ein nicht-muskelinvasives Harnblasenkarzinom handelt es sich, wenn die Krebszellen in der Blase nur oberflächlich wachsen. Muskelinvasive Harnblasenkarzinome sind Tumoren, bei denen die Krebszellen in die Muskelschicht der Blase hineinwachsen. Bei sieben von zehn Betroffenen handelt es sich zum Zeitpunkt der Diagnose um ein nicht-muskelinvasives Harnblasenkarzinom – der Tumor ist also auf die Schleimhaut in der Blase begrenzt.

Patient:innen in einem frühen Stadium haben oft keine oder nur sehr allgemeine Beschwerden. Wer etwa Blut im Urin (rötliche bis braune Verfärbung des Urins) bemerkt, häufig Blasenentzündungen hat oder einen verstärkten Harndrang, bei dem aber häufig nur wenig Urin entleert wird, sollte diese Symptome von einem Arzt abklären lassen.

Der größte Risikofaktor für Blasenkrebs ist das Rauchen. Fachleuten zufolge ist Tabakkonsum für die Hälfte aller Blasenkrebserkrankungen verantwortlich. Außerdem gibt es Berufe, in denen man mit krebsfördernden Giftstoffen in Berührung kommen kann. Heutzutage werden diese Substanzen nicht mehr eingesetzt bzw. nur unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Vom Kontakt mit den Giftstoffen bis zur Krebsentstehung können allerdings bis zu 40 Jahre vergehen. Daneben gibt es noch weitere Risikofaktoren wie zum Beispiel erbliche Veranlagung, bestimmte Medikamente oder Infektionen der Blase. Ausführliche Informationen zu Blasenkrebs gibt es hier.

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Diversity

Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

11. Februar 2022

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Scientists working with test tubes in lab

Im Jahr 2015 erklärte die UN den 11. Februar zum Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft. Drei Kolleginnen von MSD in Deutschland teilen ihren persönlichen Weg und erzählen, warum sich Frauen und Mädchen für die Wissenschaft entscheiden sollten.

Weltweit sind nur etwas mehr als 30 Prozent der forschenden Wissenschaftler:innen Frauen. In Deutschland steigt die Anzahl der Frauen, die ein sogenanntes MINT-Fach – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – studieren nur sehr langsam an: 2019 waren im ersten Semester über alle Fächer hinweg lediglich 34,2 Prozent der Studierenden weiblich.

Weltweit sind nur etwas mehr als 30 Prozent der forschenden Wissenschaftler:innen Frauen. In Deutschland steigt die Anzahl der Frauen, die ein sogenanntes MINT-Fach – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – studieren nur sehr langsam an: 2019 waren im ersten Semester über alle Fächer hinweg lediglich 34,2 Prozent der Studierenden weiblich.

Wir haben deshalb drei Kolleginnen von MSD gebeten, mehr über ihren persönlichen Weg durch die Wissenschaft zu erzählen. Der ist nicht immer geradlinig, und führt auch mal auf andere Pfade. Aber alle drei sind sich einig: Wissenschaft ist (auch) Frauensache!

„Der Bedarf in Medizin und Wissenschaft ist endlos, viele kreative Wege führen dahin, wenn man es angeht. Es gibt so viel Potenzial für Weiterentwicklung!“

Lisa

Projektleiterin Klinische Forschung

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Next

„Wissenschaft macht unglaublich Spaß, auch und gerade, wenn man zwischendurch eine Stelle hat, die nicht besonders wissenschaftlich ist, dann ist das eine schöne Abwechslung und man kann auch hier einen unglaublich großen Teil beitragen.“

Regina

Brand & Customer Manager

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„Wissenschaft ist nicht wie oft viele denken langweilig und trocken, im Gegenteil: Wissenschaft ist lebendig und vielseitig.“

Elena

Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

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Elena Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Interview mit Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Regina, Brand & Customer Manager

Interview mit Regina, Brand & Customer Manager

Lisa, Projektleiterin Klinische Studien

Interview mit Lisa, Projektleiterin Klinische Studien

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Interview mit Regina, Brand & Customer Manager

11. Februar 2022

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Regina, Brand & Customer Manager

Regina arbeitet derzeit als Brand & Customer Manager im Impfstoff-Marketing. Sie hat Medizin studiert und möchte Frauen ermutigen, sich nicht von den Naturwissenschaften einschüchtern zu lassen.

Liebe Regina, was ist deine Aufgabe bei MSD?

Aktuell bin ich im Impfstoff-Marketing tätig – und hier im speziellen für unseren HPV-Impfstoff. Zu meinen Aufgaben gehören zum einem zusammen mit Kolleg:innen die Marketing Strategie für den HPV-Impfstoff zu erarbeiten und zu planen, Marketing-Trainings zu HPV für die Mitarbeiter:innen aus dem Außendienst zu geben und größeren Veranstaltungen sowie Kongressauftritte von HPV-Seiten zu planen. Zum anderen bin ich in der Laien-Kommunikation aktiv, insbesondere für die MSD-Initiative „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“ . Hier gehört es zu meinen Aufgaben verständliche Informationsmaterialien für Laien zu erstellen und mit unseren externen Kooperationspartner zusammenzuarbeiten.

Wie war dein beruflicher Werdegang bisher?

Ich habe in München an der LMU und TU Medizin studiert. Nachdem ich nach einem halben Jahr als Assistenzärztin in der Inneren Medizin festgestellt habe, dass das was ich mir immer vorgestellt habe, gar nicht so zu mir passt, habe ich für mich entschlossen einen anderen Weg zu gehen. Deshalb habe ich erstmal ohne eine neue Arbeitsstelle gekündigt. Mir war relativ schnell klar, dass ich mich gerne in der pharmazeutischen Industrie ausprobieren wollte, doch eine häufige Anforderung an Mediziner:innen war hierfür eine vorhandene Promotion. Daher habe ich die Zeit genutzt, um an der LMU zu promovieren und meine Entscheidung mit etwas Abstand noch einmal zu reflektieren. Es hat auch einiges an Zeit gekostet, einen Job in der Pharma zu bekommen. Ich war überglücklich bei MSD eine Stelle als Trainee bekommen zu haben, was mir es ermöglichte die unterschiedlichsten Abteilungen in einem pharmazeutischen Unternehmen kennenzulernen.

Warum sollten Mädchen und Frauen sich für einen Beruf in der Wissenschaft entscheiden?

Ich finde, jede:r sollte sich einen Beruf im Bereich seines bzw. ihres Neigungsfeldes suchen bzw. sich dafür entscheiden. Aber genau deswegen will ich alle Mädchen und Frauen dazu ermutigen, sich nicht von der „Wissenschaft“ oder „Naturwissenschaften“ einzuschüchtern oder verängstigen zu lassen: Glaubt an Euch und probiert es aus. Wissenschaft macht unglaublich Spaß, auch und gerade, wenn man zwischendurch eine Stelle hat, die nicht besonders wissenschaftlich ist, dann ist das eine schöne Abwechslung und man kann auch hier einen unglaublich großen Teil beitragen.

Elena Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Interview mit Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Lisa, Projektleiterin Klinische Studien

Interview mit Lisa, Projektleiterin Klinische Studien

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Interview mit Lisa, Projektleiterin Klinische Studien

11. Februar 2022

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Lisa, Projektleiterin Klinische Studien

Lisa arbeitet in der Klinischen Forschung von MSD in Deutschland. Für sie bietet ein Job in der Wissenschaft viel Potenzial auf Weiterentwicklung.

Lisa, was ist deine Aufgabe bei MSD?

Ich bin in der Klinischen Forschung (KliFo). Bevor Medikamente oder Impfstoffe zugelassen werden, durchlaufen sie mehrere Phasen klinischer Prüfungen. Ich verantworte Studien in Deutschland mit Patient:innen, die an einer Form von Krebs erkrankt sind. Die Studien werden in unserer Zentrale in den USA aufgesetzt.

Wie war dein beruflicher Werdegang bisher?

Eigentlich wollte ich immer gerne Medizin studieren. Pathologiekurse und ein hoher Numerus clausus haben mich abgeschreckt. Nach dem Abitur bereiste ich Italien und Griechenland und nebenbei studierte ich eineinhalb Jahre Englisch und Italienisch. In Siena und Gianna-Nannini-Konzerte war ich verliebt – und Italienischkenntnisse waren hilfreich (lacht). Frühzeitig wollte ich eigenes Geld verdienen. Dazu habe ich mich auf eine verkürzte Ausbildung als Medizinisch-technische Assistentin (MTA) konzentriert und bin fünf Jahre in der Praxis geblieben, weil wir so ein nettes Team waren. Dann wollte ich weiterziehen und bewarb mich in der Firma Chibret, einem Tochterunternehmen von MSD. Das war mein Einstieg in die MSD Familie. Als Sekretärin in der KliFo begann ich, wechselte in die Trainingsabteilung, und studierte dreieinhalb Jahre berufsbegleitend BWL. Dann kam eine neue Substanz in die Entwicklung von MSD, und die KliFo suchte viele Mitarbeiter:innen. So wechselte ich wieder in die KliFo und ins Clinical Monitoring. Seitdem hatte ich unterschiedlichste Positionen im In- und Ausland. Die Geschwindigkeit bei der Entwicklung neuer Substanzen macht es extrem kurzweilig. Insbesondere schätze ich den Austausch zu Prüfärzten und Scientific Leadern. Sie diskutieren gerne intensiv mit uns, etwa wie sie ein Studiendesign finden. Hier lerne ich immer Neues dazu und bin darüber sehr dankbar.

Warum sollten Mädchen und Frauen sich für einen Beruf in der Wissenschaft entscheiden?

Wissenschaft ist wahnsinnig spannend: Es gibt immer wieder etwas Neues! In der Medizin stoßen wir zwar immer wieder an Grenzen. Aber es wird weiter geforscht, neue Erkenntnisse gewonnen und Mechanismen entwickelt, die die Grenzen überwinden. Und dann tauchen plötzlich neue Herausforderungen auf, wie etwa COVID-19.

Was gerne noch eher bei Mädels und Frauen liegt, sind Themen wie Familiengründung, Pflege, Auszeiten – und wie manage ich das in meinem Leben? Wenn man solide naturwissenschaftliche bzw.  medizinische Grundkenntnisse hat (z.B. eine Ausbildung als Hebamme, Krankenschwester, im Labor oder Apotheke) kann man damit schon eine gute Basis setzen. Und mit oder ohne Berufspausen immer wieder bei spannenden Jobs einsteigen oder umsteigen und drauf aufbauen. Der Bedarf in Medizin und Wissenschaft ist endlos, viele kreative Wege führen dahin, wenn man es angeht. Es gibt so viel Potenzial für Weiterentwicklung!

Elena Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Interview mit Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Regina, Brand & Customer Manager

Interview mit Regina, Brand & Customer Manager

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Interview mit Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

11. Februar 2022

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Elena Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Elena arbeitet am MSD Standort Burgwedel als Prozessingenieurin in der Produktion unseres Ebola-Impfstoffs. Sie findet: „Wissenschaft ist lebendig und vielseitig“.

Liebe Elena, was ist deine Aufgabe bei MSD?

Ich arbeite in Burgwedel als Prozessingenieurin in der Produktion unseres Ebola-Impfstoffs. Hier unterstütze ich vor Ort bei Problemen direkt im Prozess, erstelle Dokumente für die Durchführung der Produktion und monitore den Prozess auf Stabilität. Zusammen mit dem Team erarbeite ich Prozessverbesserungen und führe die Umsetzung durch, um den Prozess stabiler zu gestalten.

Wie war dein beruflicher Werdegang bisher?

Ich habe im Bachelor molekulare Biologie studiert und einen Master in Biomedizin absolviert. Danach war ich einige Monate in Frankreich und habe einen Forschungsaustausch im Bereich Krebsforschung und Therapie gemacht. Da ich großes Interesse an Forschung hatte, habe ich noch eine Doktorarbeit angeschlossen im Bereich Molekulare Medizin mit dem Schwerpunkt Infektionsbiologie und Virologie. Hier habe mich mit der Grundlagenforschung zu sogenannten Adenoviren beschäftigt und ihre Unterschiede in der Infektion von Lungen. Das Thema habe ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin weiter verfolgt. Dann kam mein Wechsel in die Pharmaindustrie und ich habe Erfahrungen als Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion sammeln können. An meiner aktuellen Stelle haben mich die Herausforderung und die Möglichkeiten gereizt, in ein Projekt mit beginnender kommerzieller Impfstoffproduktion zu wechseln.

Warum sollten Mädchen und Frauen sich für einen Beruf in der Wissenschaft entscheiden?

Wissenschaft ist vor allem eins: wahnsinnig spannend. Wissenschaft ist nicht wie oft viele denken langweilig und trocken, im Gegenteil: Wissenschaft ist lebendig und vielseitig.
Die Möglichkeit Fragen zu stellen und selbst die Antworten auf Fragen zu suchen, im kreativen Austausch mit anderen, in einem Feld, dass sich ständig erweitert, ist einfach großartig. Neue Impulse umzusetzen und Ideen zu verfolgen, um Schritt für Schritt Antworten zu finden, Prozesse zu etablieren und Veränderungen herbeizuführen, ist einfach spannend. Man hat hier eigentlich nie Stillstand, es entwickelt sich ständig alles weiter und eröffnet neue Möglichkeiten.
Ich würde Frauen und Mädchen mit Interesse an einem Beruf in der Wissenschaft immer raten, ihrem Interesse zu folgen. Niemand ist perfekt und man muss sich auch nicht für alle Fächer der Naturwissenschaften begeistern, um trotzdem Wissenschaft zu mögen und in einem wissenschaftlichen Beruf zu arbeiten. Meine Nemesis war immer die Physik, die natürlich im Biologiestudium wiederkam – und die ich trotz meiner gemischten Gefühle erfolgreich gemeistert habe. Jede:r kann festlegen, welche Bereiche man vertiefen möchte und hat Möglichkeiten die eignen Interessen zu festigen und auszubauen. Genau das macht den Reiz aus. Ich bin schlussendlich Virologin geworden und bin immer noch begeistert, wie Grundlagenforschung und die Entwicklung neuer Impftechnologien ineinandergreifen und wie unglaublich die Fortschritte auf diesem Gebiet sind – und wie sie Menschenleben retten!

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Interview mit Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Lisa, Projektleiterin Klinische Studien

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