KEYTRUDA® (Pembrolizumab)
KEYTRUDA® (Pembrolizumab) ist ein Antikörper, der zur Behandlung von bestimmten Krebsarten eingesetzt wird.
Wie wirkt KEYTRUDA®?
Pembrolizumab gehört zur Gruppe der Immuntherapeutika. Durch die Hemmung eines Signalweges werden die Immunzellen des Körpers aktiviert, sodass sie den Tumor selbst angreifen können.


Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Informationen zu KEYTRUDA®
Darreichungsformen
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Packungsgröße:
KEYTRUDA® 25 mg/ml | Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung | 2 Durchstechflaschen 2 x 4 ml | PZN 194785083
- Beipackzettel KEYTRUDA® 25 mg/ml
- Fachinformation KEYTRUDA® 25 mg/ml
- Sicherheitsdatenblatt (PDF)
- Rote-Hand-Brief (Urothelkarzinom 2018) (PDF)
Schulungsmaterialien
Häufige Fragen zur sicheren Anwendung
Wie wird KEYTRUDA® dosiert?
KEYTRUDA® wird bei Erwachsenen alle 3 Wochen (200 mg) oder alle 6 Wochen (400 mg) über einen Zeitraum von 30 Minuten als Tropfinfusion in eine Vene gegeben. Der Arzt kann Dosen hinauszögern, wenn bestimmte Nebenwirkungen auftreten, oder die Behandlung gänzlich beenden, wenn die Nebenwirkungen schwerwiegend sind.1, 2
Bei Kindern wird gewichtsadaptiert gemäß der Vorgaben der Fachinformation dosiert.2
Figure 1: Abbildung erstellt von MSD basierend auf den Angaben in der Fachinformation2
Quellen:
Was sind die häufigsten Nebenwirkungen?
Die vollständige Auflistung der im Zusammenhang mit KEYTRUDA® berichteten Nebenwirkungen und Einschränkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.1
Die Nebenwirkungen bei KEYTRUDA® hängen hauptsächlich mit der Aktivität des Immunsystems zusammen, die eine Entzündung der Körperorgane und -gewebe verursachen und schwerwiegend sein können. Allerdings klingen die meisten Nebenwirkungen mit angemessener Behandlung oder nach Absetzen von KEYTRUDA® ab. Sehr häufige Nebenwirkungen bei KEYTRUDA® als Monotherapie (die mehr als 1 von 5 Behandelten betreffen können) sind Müdigkeit, Übelkeit und Durchfall. Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen waren Immunreaktionen und starke infusionsbedingte Reaktionen. Darüber hinaus kann bei Verabreichung von KEYTRUDA® als Injektion unter die Haut eine Reaktion an der Injektionsstelle auftreten. Weitere Nebenwirkungen können auftreten, wenn KEYTRUDA® zusammen mit anderen Krebsarzneimitteln, Chemotherapie und Radiochemotherapie angewendet wird.2
Wenn bei Ihnen der Verdacht auf eine immunvermittelte Nebenwirkung besteht, dann kontaktieren Sie umgehend Ihren behandelnden Arzt. Für Fragen steht Ihnen auch MSD gerne per Telefon + Mail zur Verfügung.
Quellen:
Wie lange dauert eine Therapie mit KEYTRUDA®?
Ihr behandelnder Arzt wird in Abhängigkeit der Tumorart und des Tumorstadiums entscheiden, wie lange die Immuntherapie durchgeführt werden muss.
Die Therapiedauer ist im fortgeschrittenen (palliativen) Stadium laut Fachinformation nicht zeitlich begrenzt, in frühen Stadien (kurativ) hingegen schon.1
Quelle:
Ist für die Verabreichung von KEYTRUDA® ein Filter nötig?
Die Infusionslösung sollte intravenös über 30 Minuten gegeben werden unter Anwendung eines sterilen, pyrogenfreien 0,2 bis 5 Mikrometer In-line- oder Add-On-Filters mit geringer Proteinbindung.1
Quelle:
Falls KEYTRUDA® in Kombination mit einer Chemotherapie bzw. mit Enfortumab vedotin gegeben wird, welche Reihenfolge ist dabei einzuhalten?
Bei Gabe von KEYTRUDA® als Teil einer Kombinationstherapie mit intravenöser Chemotherapie sollte KEYTRUDA® zuerst gegeben werden.1
Bei Gabe von KEYTRUDA® als Teil einer Kombinationstherapie mit Enfortumab vedotin sollte KEYTRUDA® nach Enfortumab vedotin gegeben werden, sofern die Gabe am selben Tag erfolgt.1
Quelle:
Ist vor der KEYTRUDA® Infusion eine Prämedikation erforderlich?
Eine Prämedikation vor der ersten Infusion von Pembrolizumab ist nicht erforderlich. Allerdings kann bei Patienten mit Grad-1- oder Grad-2-Reaktion auf die Infusion eine Prämedikation mit Antipyretika und Antihistaminika erwogen werden.1
Quelle:
Wie lange ist das verdünnte Konzentrat stabil?
Nach Zubereitung der Infusion:
Chemische und physikalische Stabilität der verdünnten Lösung wurde für bis zu 42 Tage bei 2 °C bis 8 °C bzw. 23 °C bis 27 °C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt, sobald es verdünnt ist, umgehend verwendet werden. Die verdünnte Lösung darf nicht eingefroren werden. Falls die Lösung nicht umgehend verwendet wird, liegen die Aufbewahrungsdauer und bedingungen vor der Anwendung in der Verantwortung des Anwenders und sollten normalerweise 7 Tage bei 2 °C bis 8 °C bzw. 12 Stunden bei Raumtemperatur nicht überschreiten, es sei denn, die Verdünnung wurde unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen hergestellt. Nach Aufbewahrung im Kühlschrank müssen die Durchstechflaschen und/oder Infusionsbeutel vor der Anwendung Raumtemperatur annehmen.1
Quelle:
Mein Kühlschrank ist ausgefallen, kann ich KEYTRUDA® noch verwenden?
In unserem Temperaturrechner können Sie die Verwendbarkeit von KEYTRUDA® nach einer Temperaturabweichung überprüfen. Dies ist ein Service für Fachpersonal.
Welche klinischen Studien werden mit KEYTRUDA® derzeit von MSD durchgeführt?
In unserem Studienportal finden Sie eine Übersicht über aktuelle klinische Studien von MSD.
Weiterführende Informationen für Patient:innen
Die europäische Gesellschaft für medizinische Onkologie (ESMO) hat auf ihrer Homepage (ESMO – Patient Guides) Patientenleitlinien zu diversen Krebserkrankungen veröffentlicht.
Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrum erklärt auf seiner Webseite (https://www.krebsinformationsdienst.de/krebstherapien) die wichtigsten Behandlungsverfahren für Krebs.
MSD Manual: Medizinische Informationsquelle mit tausenden Themen aus allen Bereichen der Medizin
Individuelle Fragen zu KEYTRUDA®
Komplexe medizinische Fragen zu KEYTRUDA® (Pembrolizumab) beantwortet Ihnen gerne unser Medical Information Team.
Diese Webseite wurde erstellt vom MSD Medical Information Team.
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