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Gesundheitswissen Hautkrebs

07. April 2022

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Sommer, Sonne, Sonnenschutz: Bei mehr als 290.600 Menschen in Deutschland wird jährlich eine Form von Hautkrebs neu festgestellt. Wir erklären, warum Sonnenschutz und Selbstbeobachtung für die Prävention besonders wichtig sind.

Die Haut eines Erwachsenen bedeckt etwa eine Fläche von 1,7 Quadratmetern. Sie ist damit das größte Organ des menschlichen Körpers. Die Zellen in der Haut können sich verändern, z.B. in Form von gutartigen Muttermalen. In den vergangenen Jahren stieg aber auch die Zahl der bösartigen Veränderungen, die unter dem Oberbegriff Hautkrebs zusammengefasst werden. Die häufigste Diagnose ist sogenannter weißer oder heller Hautkrebs, zu dem das Basalzell- und das Plattenepithelkarzinom zählen. Beide Krebsarten bilden nur selten Metastasen und haben daher meist eine gute Prognose. Aber im Jahr 2018 erkrankten auch rund 22.890 am bösartigen schwarzen Hautkrebs, dem sogenannten malignen Melanom.

Einer der größten Risikofaktoren für Hautkrebs ist UV-Strahlung, egal ob natürlich durch die Sonne oder künstlich z.B. im Solarium. Sonnenbrände in jedem Alter erhöhen das Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Außerdem sind Menschen mit einem hellen Hauttyp und zahlreichen Pigmentmalen besonders gefährdet. Sind mehrere Verwandte ersten Grades an einem maligen Melanom erkrankt, kann das auf ein familiär bedingtes Risiko hindeuten.

Sonnenschutz und ABCDE-Regel  

Um das eigene Hautkrebsrisiko zu verringern, können ein paar einfache Tipps helfen. Auf ausgiebiges Sonnenbaden sollte man besser verzichten. Bei starker Mittagssonne oder einem UV-Index über 8 (den jeweiligen UV-Index findet man z.B. im Wetterbericht) ist es besser, die Sonne zu meiden und im Schatten bzw. in Innenräumen zu bleiben. Kleidung und eine Kopfbedeckung können ebenfalls guten Schutz vor UV-Strahlen bieten. Nicht zuletzt sollten unbedeckte Körperstellen großzügig mit Sonnencreme eingecremt werden – bei Kindern mindestens mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30, bei Erwachsenen mindestens LSF 20. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat weitere ausführliche Tipps zum Schutz vor UV-Strahlung auf seiner Webseite zusammengestellt.

Vorstufen bzw. Hautkrebs selbst sind meist auch ohne technische Hilfsmittel sicht- und fühlbar. Eine regelmäßige Selbstbeobachtung bietet deshalb gute Chancen, den Krebs in einem frühen Stadium zu entdecken und behandeln zu lassen. Die sogenannte ABCDE-Regel bietet eine gute Richtlinie, auf welche Veränderungen man achten sollte. Im folgenden Video wird sie ausführlich erläutert. Wer Veränderungen entdeckt, sollte zeitnah einen Termin beim Hautarzt vereinbaren. Ab dem 35. Lebensjahr bieten die gesetzlichen Krankenkassen außerdem alle zwei Jahre ein kostenloses Hautkrebs-Screening an. Bei dem Termin erklärt der Arzt die Ursachen für Hautkrebs und untersucht anschließend die Haut am ganzen Körper. Für die Untersuchung nutzt der Arzt lediglich eine helle Lampe, sie ist also völlig schmerzfrei. 

Das Video erklärt die ABCDE-Regel zur Früherkennung von Hautkrebs.

Weitere Informationen zu den Formen von Hautkrebs, zu Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten gibt es auf MSD Gesundheit oder auf der Aktionsseite des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen Gemeinsam gegen Hautkrebs

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Charlotte Gerling
Sen. Specialist Corporate Communications

+49 89 45 612 093

charlotte.gerling@msd.de