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#GesundheitsGeschichte: 40 Jahre HIV-Forschung

27. Oktober 2021

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1981 schreiben Ärzte in den USA das erste Mal über eine neue Krankheit, die plötzlich bei jungen, gesunden Männern auftritt. Seit 1982 hat sie einen Namen: AIDS. Im gleichen Jahr wird über die ersten Fälle in Deutschland berichtet. Die Wissenschaftler des RKI führen sofort ein Fallregister ein. Die weltweite Forschung beginnt.

Mittlerweile wissen wir, dass AIDS durch das HI-Virus ausgelöst wird – kurz für „human immunodeficiency virus“ oder Humanes Immundefizienz-Virus. Wir wissen, wie es übertragen wird, wie man sich schützen und Betroffene therapieren kann. Was wir noch nicht wissen, ist, wie Betroffene geheilt werden können. Und auch eine Impfung, um die Ansteckung zu verhindern, gibt es bisher nicht. Aber es wird auch weiterhin weltweit geforscht.

Auch MSD beteiligt sich seit Mitte der 1980er Jahre intensiv an der HIV-Forschung. Wir haben die wichtigsten Meilensteine zusammengestellt.

Frau im Labor

Julie Gerberding, Chief Patient Officer von MSD, erinnert sich an die Zeit, als die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention 1982 erstmals den Begriff „AIDS“ nutzten: „Zu Beginn der AIDS-Epidemie begann ich gerade meine Ausbildung an der University of California in San Francisco. Ich habe mich dort um die ersten Patienten gekümmert, die – zurückblickend – an AIDS erkrankt waren. Es war eine sehr beängstigende Krankheit. Es gab so viele Unbekannte, einschließlich der Frage, wie die Krankheit übertragen wird.“

Gruppenfoto von Wissenschaftlern

Mitte der 1980er Jahre startete MSD sein erstes HIV-Forschungsprogramm als Antwort auf die Erkrankung, die MSD schon damals als potenzielle Epidemie einschätzte. Unsere Wissenschaftler waren mit die ersten, die Medikamente für die Behandlung von HIV entdeckten und entwickelten.

Wir waren die ersten, die die Kristallstruktur der HIV-Protease veröffentlichten – dem Enzym, das für die Infektiosität des Virus essenziell ist.

Gruppenfoto vom Crixivan Forschungsteam - 1997

Zusammen mit anderen Pharmaunternehmen hat MSD 1992 eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit gestartet, um gemeinsam AIDS-Medikamente zu entwickeln und HIV-Therapien zu erforschen. 1993 war das HIV-Forschungsprojekt das größte unserer Unternehmensgeschichte: Es haben mehr Wissenschaftler an der AIDS-Forschung gearbeitet als an jeder anderen Krankheit.

Nach jahrelanger Forschung und Entwicklung hat MSD einen der ersten Protease-Hemmer entwickelt. 1995 – noch vor der Zulassung durch die FDA – hat MSD in Zusammenarbeit mit der Behörde und Patientenorganisationen die neue HIV-Therapie für ausgewählte Patienten zur Verfügung gestellt – kostenfrei.

In Rekordzeit bekam unsere HIV-Therapie 1996 die Zulassung der FDA: in nur 42 Tagen. Die Behandlung war ein wichtiger Meilenstein, damit Betroffene eine HIV-Infektion überleben können.

Im Jahr 2012 unterstützte MSD die NAMES Project Foundation. Die Initiative reiste durch die USA und machte auf die besorgniserregende Entwicklung der HIV-Epidemie in der Schwarzen Bevölkerung aufmerksam. Neben Diskussionsveranstaltungen wurden in den zehn Städten mit der höchsten Verbreitung Aufklärungsworkshops angeboten.

2021 haben MSD und Gilead vereinbart, im Kampf gegen HIV zusammenzuarbeiten.

Mehr über den HI-Virus und das Leben mit der Erkrankung, gibt es hier.

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Charlotte Gerling
Sen. Specialist Corporate Communications

+49 89 4561 2093

charlotte.gerling@msd.de