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#einfacherklärt: Biomarker

04. Juli 2022

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Im Zusammenhang mit Krebserkrankungen wird oft von sogenannten Biomarkern gesprochen. Wir erklären, was sich hinter dem Begriff verbirgt und wie das Wissen über Biomarker bei der Krebstherapie helfen kann.

Krebs entsteht, wenn sich bestimmte Abschnitte der Gene in einer gesunden Zelle verändern und sich diese „fehlerhaften Zellen“ dann unkontrolliert vermehren und in gesundes Gewebe einwachsen. Krebszellen unterscheiden sich also von den gesunden Körperzellen von Betroffenen. Wie sich die Zellen verändern, kann von Patient:in zu Patient:in völlig unterschiedlich sein – auch innerhalb bestimmter Krebsarten. Ein Beispiel: angenommen zwei Frauen haben Brustkrebs. Bei einer von beiden kann der Tumor unter Umständen schneller wachsen, weil andere Veränderungen in den Genen aufgetreten sind als bei der zweiten Patientin.

Ein Teil dieser unterschiedlichen, messbaren Eigenschaften von Tumoren – die sogenannten Biomarker – können von Ärztinnen und Ärzten untersucht werden. Man unterscheidet dabei zwischen Tumormarkern und genetischen Markern. Bei Tumormarkern handelt es sich um körpereigene Substanzen wie Eiweiße, die entweder vom Tumor selbst oder von anderen Zellen als Reaktion auf den Tumor gebildet werden. Veränderungen am Erbmaterial von Zellen werden als genetische Marker bezeichnet. Bei Patientinnen mit erblichem Brust- oder Eierstockkrebs sind z.B. oft die Gene BRCA1 oder BRCA2 verändert.

Welchen Vorteil bringt dieses Wissen den Patient:innen? Einige Biomarker sind bereits so gut erforscht, dass sie Hinweise darauf geben können, wie aggressiv ein Tumor wächst oder auf welche Therapie er ansprechen könnte. Diese Informationen wiederum können dann in die Behandlungsplanung einfließen. Auch in der Früherkennung, Diagnostik und Nachsorge wird intensiv am Einsatz von Biomarkern geforscht. Das Ziel ist es, für Betroffene möglichst personalisierte Krebstherapien zu erstellen.

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