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Leben mit Krebs: Psychoonkologie als „Rettungsanker“

Patients talk Politics.digital
Psychoonkologie als „Rettungsanker“ – Die Bedeutung der sprechenden Medizin für Krebspatient:innen

Am ersten Mittwochabend im Dezember war es wieder soweit: Im digitalen MSD-Veranstaltungsformat „Patients talk Politics“ trafen sich Patienten(-vertreter:innen), Politiker:innen und gesundheitspolitische Akteure im virtuellen MSD hub berlin, um sich auszutauschen und intensiv zu diskutieren. Auf der Agenda stand diesmal das Thema Psychoonkologie. Ein medizinischer Bereich, den viele noch nicht so oft gehört haben, der damit aber nicht weniger wichtig ist. In Deutschland erkranken jedes Jahr fast 500.000 Menschen an Krebs. 60% der Krebspatient:innen kämpfen dabei nicht nur mit körperlichen Leiden, sondern auch mit hohen seelischen Belastungen. Den Ängsten und Sorgen versucht man zunehmend mit der „sprechenden Medizin“ zu begegnen. Ein Begriff, der bisher – entgegen der Notwendigkeit – zu wenig Aufmerksamkeit seitens des deutschen Gesundheitssystems erfährt.

MSD Deutschland möchte dies ändern, und lud daher die Experten:innen Barbara Baysal, Vorsitzende des Bundesverbands Selbsthilfe Lungenkrebs e.V., und Frank Denecke, Psychoonkologe im Selbsthilfe-Kompetenzzentrum des Evangelischen Diakonie-Krankenhauses in Bremen, zum Gespräch. Beide schilderten sehr deutlich, wie es um die aktuelle psychoonkologische Versorgungssituation in Deutschland bestellt ist. Politisch wurden sie von Dr. Kirsten Kappert-Gonther (Bündnis 90/Die Grünen), Obfrau im Gesundheitsausschuss des Bundestages, und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, begleitet.

Für mich als Patientenbeauftragte bei MSD Deutschland war es eine große Freude, die drei Referentinnen und Referenten zu begrüßen. Aber auch die MSD-Geschäftsführerin Chantal Friebertshäuser ließ es sich nicht nehmen, bei solch einem wichtigen Thema dabei zu sein. Den Abend moderierte Clemens Kuhne, Director Policy and Public Health und Leiter des MSD hub berlin. Er verwies darauf, dass MSD Deutschland offiziell in den Kreis der Unterstützer der Nationalen Dekade gegen Krebs aufgenommen wurde. Auch diese Ausführung des Formats „Patients talk Politics“ ist ein Teil unseres Engagements im Rahmen der Dekade.

Schlechte Noten für die psychoonkologische Versorgung

Die Forderung, dass psychoonkologische Betreuung stärker in die Versorgung eingebunden werden solle, zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung. Bereits 2008 wurde der Wunsch nach mehr fürsorglicher Betreuung im Nationalen Krebsplan festgehalten. Seitdem habe sich noch zu wenig bewegt, betonte Frau Baysal. Das zeigt auch die von MSD Deutschland in Auftrag gegebene Studie „Breathing in a new era“ der The Economist Intelligence Unit. Es mangelt an psychoonkologischen Angeboten für Krebspatient:innen und ihren Angehörigen. Oft müssen Patient:innen ein knappes Jahr warten, um einen psychoonkologischen Betreuungsplatz zu bekommen. Das ist zu lang, denn psychische Belastungen haben sich dann bereits manifestiert, stellte auch Herr Denecke klar. Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, wie wichtig eine frühzeitige Einbindung von Psychoonkologen sei. „Erst dann kann die psychoonkologische Beratung ihre volle Wirkung entfalten“, so Denecke. Gleichzeitig bekräftigten Frau Baysal und Herr Denecke, dass die Betreuung nicht mit der Entlassung aus dem Krankenhaus enden dürfe. Nur eine dauerhafteLösung kann helfen, um Patient:innen in ihrer Krankheitsbewältigung nachhaltig zu unterstützen.

Dr. med. Silvia Petak-Opel

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