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HPV-Impfung für Jungen kommt

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung jetzt auch für Jungen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut hat die HPV- Impfung nun sowohl für Mädchen als auch für Jungen empfohlen. Bislang galt eine offizielle Empfehlung nur für Mädchen. Die Impfung sollte im Alter von 9 bis 14 Jahren erfolgen. Eine Nachholimpfung ist jedoch bis 17 Jahre vorgesehen.

Die Kommunikation der STIKO ist wesentlich früher erfolgt als ursprünglich erwartet. Angekündigt war die Publikation der Empfehlung im Epidemiologischen Bulletin erst für August. Die HPV-Impfung für Jungen ist nun zwar von der STIKO empfohlen, allerdings noch keine Pflichtleistung der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). Dafür muss der Gemeinsame Bundesausschuss die Empfehlung noch in die Schutzimpfungsrichtlinie aufnehmen und diese anschließend publizieren. Erst danach wird die HPV-Impfung auch für Jungen eine Pflichtleistung der GKV. Einige Krankenkassen reagierten schnell und erstatten die Kosten für die HPV-Impfung für Jungen bereits vor Abschluss des offiziellen Prozesses.

Niedrige HPV-Impfraten bei Mädchen

Bei Jungen und Männern kann eine HPV-Infektion u.a. Penis-, Analkarzinome und Genitalwarzen auslösen. Zudem übertragen sie den HP-Virus auf Mädchen und Frauen, bei denen er der häufigste Auslöser für Gebärmutterhals-Krebs ist. Trotzdem sind die Impfraten bei den Mädchen weiterhin zu niedrig. Laut des Epidemiologischen Bulletins von Anfang des Jahres liegt die Impfquote bei den 15-jährigen Mädchen bei nur 31,3 %. Um Gebärmutterhals-Krebs weitgehend zu verhindern, sind jedoch Impfquoten von 70 bis 80 Prozent notwendig.

Bekenntnis zur höheren Impfraten im Koalitionsvertrag

Die Bundesregierung hat das Problem niedriger Impfquoten grundsätzlich erkannt. Im Koalitionsvertrag heißt es: „Wir werden weitere Maßnahmen ergreifen, um die notwendigen Impfquoten zum Schutz der Bevölkerung zu erreichen.“ Darüber hinaus bekräftigt der Koalitionsvertrag die Absicht, den Impfstatus zukünftig elektronisch zu erfassen. Beide Aussagen sind wichtige Bekenntnisse, denen jetzt aber Taten folgen müssen.

Deutschland braucht einen Nationalen Aktionsplan HPV-Impfung

Die Empfehlung der STIKO zur Impfung der Jungen kann nur der erste Schritt sein. Die Politik muss sich nun explizit des Themas HPV-Impfung annehmen und konkrete Maßnahmen folgen lassen, die Impfraten der Mädchen deutlich zu steigern und die Jungenimpfung in Deutschland zu etablieren. Notwendig ist ein „Nationaler Aktionsplan HPV-Impfung“, der – analog zum „Nationalen Aktionsplan Masern und Röteln“ – Maßnahmen ergreift, die HPV-Impfraten zu steigern. Dabei stehen wir allen Stakeholdern jederzeit in der Diskussion um die Ausgestaltung eines solchen Plans zur Verfügung.

Frank Treu

  • Manager Gesundheitspolitik Infektionskrankheiten & Impfstoffe
  • Telefon: +49 152 09280461
  • E-Mail: frank.treu@msd.de
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