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Europas Kampf gegen Krebs: Der Plan steht – jetzt geht es an die Umsetzung

Die EU-Kommission hat Anfang Februar den lange erwarteten EU-Krebsplan angenommen. Der Plan beschreibt ausführlich und ambitioniert Ziele für die Verbesserung von Krebsprävention, -behandlung und -versorgung in Europa. Wie kann der Plan zum Erfolg werden? Eine erfolgreiche Umsetzung kann nur durch verbindliche Maßnahmen und unter Einbeziehung aller relevanten Akteure gelingen – MSD kann und will hier wichtige Beiträge leisten.

Beachtliche Fortschritte in der Prävention, bei der Früherkennung und der Behandlung von Krebs führen seit Jahren zu einem Rückgang der altersstandardisierten Krebssterblichkeit.1 Immerhin die Hälfte aller Patientinnen und Patienten kann mittlerweile mit einer dauerhaften Heilung rechnen,2 etwa 40% aller Krebsfälle gelten heute als vermeidbar.3 Entsprechend steigen die 5-Jahres-Überlebensraten für die häufigsten Krebsarten in Europa kontinuierlich.4

Bei nahezu allen Kennzahlen bestehen aber nach wie vor große Unterschiede zwischen und teilweise sogar innerhalb der Länder Europas. Und trotz der bisherigen Erfolge wird Krebs auch in Zukunft zu den gefährlichsten Erkrankungen gehören. Allein 2020 erkrankten rund 2,7 Millionen Menschen in Europa neu an Krebs, etwa 1,3 Millionen Menschen starben an den Folgen der Erkrankung.5 Ohne konsequentes Einschreiten droht dem Kontinent bis 2035 eine Steigerung der krebsbedingten Todesfälle um weitere 24 Prozent.6 Krebs würde damit zur häufigsten Todesursache in der Europäischen Union.7

Ein europäischer Plan im Kampf gegen den Krebs

Mit dem Anfang Februar vorgelegten Europe’s Beating Cancer Plan will die EU-Kommission dieser Entwicklung entschlossen entgegentreten und dabei auf bereits erzielten Erfolgen aufbauen. Der Plan umfasst Maßnahmen in vier Aktionsbereichen entlang des Krankheitspfades – Prävention, Früherkennung, Diagnose/Behandlung sowie Lebensqualität – und definiert 10 Leitinitiativen. Der Schutz vor vermeidbaren Krebserkrankungen soll ausgebaut und der Zugang zu Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen erleichtert werden. Weitere Maßnahmen sollen eine möglichst hochwertige Versorgung absichern. Schließlich, auch dies ist sehr zu begrüßen, nehmen die Rehabilitation, soziale (Re-)Integration und Nachsorge sowie Maßnahmen zur Steigerung der Lebensqualität von Patientinnen und Patienten zentrale Aktionsbereiche ein.

Vier Milliarden Euro sind für die Umsetzung einschlägiger Maßnahmen vorgesehen – in Anbetracht der anstehenden Aufgaben sicher keine zu große Summe. Immerhin gilt es, neue Programme und Initiativen zu starten und dabei supranationale auf nationale Verfahren (und Befindlichkeiten) einzustellen. Der teilweise sehr unterschiedlichen Versorgungslandschaft in den Mitgliedsstaaten muss Rechnung getragen werden – hier soll ein Ungleichheitsregister handlungsleitend wirken –, ebenso der unterschiedlich ausgeprägten Gesundheitskompetenz verschiedener Bevölkerungsgruppen. Eine Cancer Plan Implementation Group soll helfen, die richtigen Anreizsysteme für die Verbesserung regulatorischer Rahmenbedingungen zu entwickeln und die Umsetzung von Maßnahmen zu begleiten.

Der Weg zum Erfolg: Verbindlichkeit herstellen, Kräfte bündeln

Kann der Plan Europas Kampf gegen den Krebs auf die Sprünge helfen? Er setzt in jedem Fall ambitionierte Ziele, deren erfolgreiche Umsetzung aber nur gelingen kann, wenn sie mit sinnvollen Indikatoren zur Evaluation verbunden wird. Der Krebsplan selbst erkennt diese Notwendigkeit und stellt die Erarbeitung eines Umsetzungsfahrplans und von Fortschrittsindikatoren in Aussicht.9

Wichtige Fragestellungen werden durch den Krebsplan selbst aufgeworfen, etwa: Mit welchen Maßnahmen kann das Vertrauen in die HPV Impfung gestärkt werden und durch welche strukturellen Veränderungen können die damit verbundenen Ziele erreicht werden? Um wie viel sollte die 5-Jahres-Überlebensrate von Lungenkrebspatienten steigen? Wie kann der Zugang zu Biomarker-Tests für Patientinnen und Patienten in Europa beschleunigt werden?

Diese und weitere Fragen berücksichtigen Eingaben, die bereits während der Ausarbeitung des Plans formuliert und bei der Europäischen Kommission hinterlegt wurden. Auch bei der Umsetzung des Plans müssen nun alle relevanten Akteure eingebunden werden, damit die jeweils verfügbaren Kenntnisse und Erfahrungen für den nachhaltigen Erfolg des Krebsplans genutzt werden können. Die im Plan vorgesehene Cancer Implemention Group wird hierbei eine wichtige Rolle spielen, gerade auch durch die enge Einbindung von Patientenorganisationen.

MSD steht bereit

Auch die Expertise forschender Arzneimittelhersteller sollte im Umsetzungsprozess nicht ungenutzt bleiben. Auch wir von MSD nehmen in unserem Engagement gegen den Krebs den gesamten Krankheitspfad in den Blick, von Prävention zu Behandlung hin zur Förderung der Lebensqualität von Krebskranken und Überlebenden. Wir sind eins der weltweit führenden Unternehmen bei der Erforschung und Entwicklung von HPV-Impfstoffen und leisten wichtige Beiträge in der Behandlung von Krebs durch innovative Behandlungsmethoden (insbesondere der Immuntherapie). Unsere Expertise bringen wir bereits erfolgreich im Rahmen nationaler Initiativen wie der Nationalen Dekade gegen Krebs ein.

Mit Europe’s Beating Cancer Plan liegt nun die lange erwartete Strategie im Kampf gegen den Krebs vor. Für den Erfolg ihrer Umsetzung wird essenziell sein, klare Ziele mit ebenso klaren, nachvollziehbaren Maßnahmen zu verbinden. Und weil „der Kampf gegen Krebs unser aller Kampf“ ist, wie es Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Präsentation des Plans betonte, sind nun auch alle Akteure aufgerufen, ihre Kenntnisse und Kreativität einzubringen. MSD steht hier weiterhin bereit: wir wollen und wir werden unseren Beitrag leisten.

MSD-Webinare zum Thema

  • Aufzeichnung vom 10.02.2021: “Europe´s Beating Cancer Plan: Why we need it now” (Link)
  • Aufzeichnung vom 24.11.2020: “Cancer prevention: What’s worth the effort?” (Link)
  • Aufzeichnung vom 17.06.2020: “What can Europe learn from Germany’s ‘National Decade Against Cancer’?” (Link)


Quellenangaben

  1. Altersstandardisierte Krebssterblichkeitsraten ermöglichen die Illustration von Erkrankungs- und Sterberaten im Laufe der Zeit; vgl. Epidemiologie von Krebserkrankungen Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland 2016, Link
  2. Krebsstatistiken: So häufig ist Krebs in Deutschland, Stand 17.12.2019, Link.
  3. Comparator Report on Cancer in Europe 2019 – Disease Burden, Costs and Access to Medicines, Link.
  4. Europe’s Beating Cancer Plan, Seite 2, Link.
  5. Verweis auf ECIS
  6. Ebd.
  7. Europe’s Beating Cancer Plan, S. 36, Link.
  8. Ebd.

Dr. Tilman Krüger

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