Forschung

#GesundheitsGeschichte: 40 Jahre HIV-Forschung

27. Oktober 2021

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Gruppenfoto vom Crixivan Forschungsteam - 1997

1981 schreiben Ärzte in den USA das erste Mal über eine neue Krankheit, die plötzlich bei jungen, gesunden Männern auftritt. Seit 1982 hat sie einen Namen: AIDS. Im gleichen Jahr wird über die ersten Fälle in Deutschland berichtet. Die Wissenschaftler des RKI führen sofort ein Fallregister ein. Die weltweite Forschung beginnt.

Mittlerweile wissen wir, dass AIDS durch das HI-Virus ausgelöst wird – kurz für „human immunodeficiency virus“ oder Humanes Immundefizienz-Virus. Wir wissen, wie es übertragen wird, wie man sich schützen und Betroffene therapieren kann. Was wir noch nicht wissen, ist, wie Betroffene geheilt werden können. Und auch eine Impfung, um die Ansteckung zu verhindern, gibt es bisher nicht. Aber es wird auch weiterhin weltweit geforscht.

Auch MSD beteiligt sich seit Mitte der 1980er Jahre intensiv an der HIV-Forschung. Wir haben die wichtigsten Meilensteine zusammengestellt.

Frau im Labor

Julie Gerberding, Chief Patient Officer von MSD, erinnert sich an die Zeit, als die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention 1982 erstmals den Begriff „AIDS“ nutzten: „Zu Beginn der AIDS-Epidemie begann ich gerade meine Ausbildung an der University of California in San Francisco. Ich habe mich dort um die ersten Patienten gekümmert, die – zurückblickend – an AIDS erkrankt waren. Es war eine sehr beängstigende Krankheit. Es gab so viele Unbekannte, einschließlich der Frage, wie die Krankheit übertragen wird.“

Gruppenfoto von Wissenschaftlern

Mitte der 1980er Jahre startete MSD sein erstes HIV-Forschungsprogramm als Antwort auf die Erkrankung, die MSD schon damals als potenzielle Epidemie einschätzte. Unsere Wissenschaftler waren mit die ersten, die Medikamente für die Behandlung von HIV entdeckten und entwickelten.

Wir waren die ersten, die die Kristallstruktur der HIV-Protease veröffentlichten – dem Enzym, das für die Infektiosität des Virus essenziell ist.

Gruppenfoto vom Crixivan Forschungsteam - 1997

Zusammen mit anderen Pharmaunternehmen hat MSD 1992 eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit gestartet, um gemeinsam AIDS-Medikamente zu entwickeln und HIV-Therapien zu erforschen. 1993 war das HIV-Forschungsprojekt das größte unserer Unternehmensgeschichte: Es haben mehr Wissenschaftler an der AIDS-Forschung gearbeitet als an jeder anderen Krankheit.

Nach jahrelanger Forschung und Entwicklung hat MSD einen der ersten Protease-Hemmer entwickelt. 1995 – noch vor der Zulassung durch die FDA – hat MSD in Zusammenarbeit mit der Behörde und Patientenorganisationen die neue HIV-Therapie für ausgewählte Patienten zur Verfügung gestellt – kostenfrei.

In Rekordzeit bekam unsere HIV-Therapie 1996 die Zulassung der FDA: in nur 42 Tagen. Die Behandlung war ein wichtiger Meilenstein, damit Betroffene eine HIV-Infektion überleben können.

Im Jahr 2012 unterstützte MSD die NAMES Project Foundation. Die Initiative reiste durch die USA und machte auf die besorgniserregende Entwicklung der HIV-Epidemie in der Schwarzen Bevölkerung aufmerksam. Neben Diskussionsveranstaltungen wurden in den zehn Städten mit der höchsten Verbreitung Aufklärungsworkshops angeboten.

2021 haben MSD und Gilead vereinbart, im Kampf gegen HIV zusammenzuarbeiten.

Mehr über den HI-Virus und das Leben mit der Erkrankung, gibt es hier.

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Charlotte Gerling
Sen. Specialist Corporate Communications

+49 89 45 612 093

charlotte.gerling@msd.de

Gesundheitspolitik

Impfen gegen Krebs – Das Schwerpunktthema der Nationalen Krebspräventionswoche 2021

13. September 2021

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Pinke Impfteilchen

„Pikst kurz, schützt lang – Mach Dich stark gegen Krebs“ ist das Motto der diesjährigen Krebspräventionswoche vom 13. bis 17.September 2021 mit dem Schwerpunktthema Impfen gegen Krebs, insbesondere der HPV Impfung – doch welche Weichen muss die Politik nach der Bundestagswahl stellen um die Chance zu nutzen, die internationalen Ziele der Eliminierung von Gebärmutterhalskrebs und das Zurückdrängen weiterer HPV induzierter Krebsarten zu erreichen?

Die Nationale Krebspräventionswoche ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Krebshilfe, des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG). Die drei Organisationen machen damit auf das große Potenzial der Prävention aufmerksam.

Die internationalen Ziele

Im November 2020 hat die WHO die Eliminierung von Gebärmutterhalskrebs als eines der drängendsten Ziele benannt, eine globale Strategie dazu veröffentlicht und zur Erreichung ein Maßnahmenpaket vorgestellt. Und im Februar 2021 legte die EU Kommission den Europe`s Beating Cancer Plan vor, in dem sie sich auf vier zentrale Aktionsbereiche mit 10 Leitinitiativen und zahlreichen unterstützenden Maßnahmen konzentriert, bei denen die EU den größten Mehrwert erzielen kann. Im Bereich Prävention schlägt sie vor die Impfung von mindestens 90 % der Mädchen und eine deutliche Steigerung der Impfung von Jungen bis 2030 zu erreichen.

Sowohl die WHO als auch die Europäische Kommission haben damit den Kampf gegen bestimmte HPV-assoziierte Krebserkrankungen zu einer gesundheitspolitischen Priorität erhoben und notwendige Maßnahmen sowie klare Ziele für erforderliche Impfquoten festgelegt.

Wo stehen wir in Deutschland?

Im Gegensatz zu den Kleinkindimpfquoten sind die Impfquoten zur Prävention bestimmter HPV-bedingten Erkrankungen auf einem unzureichenden Niveau, denn nur 51,1 % der 18-Jährigen Mädchen und 1,3 % der Jungen waren im Jahr 2018 vollständig gegen HPV geimpft. Bei etwa 19 % wird die begonnene Impfserie nicht abgeschlossen. Das heißt, dass oft die Zweit- und Dritt-Impfungen nicht im Anspruch genommen werden, die für einen vollständigen Impfschutz so wichtig wären.

Zudem gibt es große regionale Unterschiede der Impfquoten. Laut Daten des RKI von 2018 variieren die Impfquoten bei vollständig geimpften 15-jährigen Mädchen innerhalb der Bundesrepublik sehr stark: Sind es in Bayern und Baden-Württemberg gerade einmal ca. 35 %, kommen die neuen Bundesländer auf Werte von um die 60 %. Insgesamt wird über die Regionen hinweg zu wenig geimpft und unzureichend durchgeimpft.

Der leichte Anstieg der HPV Impfquote in Deutschland in den letzten Jahren ist zwar grundsätzlich positiv zu bewerten, wird aber mittelfristig kaum zur Erreichung der Ziel-Impfquoten der WHO und der EU-Kommission ausreichen.

Der Vergleich mit den Zielvorstellungen der WHO und der EU-Kommission sowie den HPV Impfquoten bei 9- bis 14-jährigen Mädchen in anderen Ländern – zum Beispiel Großbritannien und Kanada (über 80 %) sowie Norwegen (über 90 %) – zeigt den enormen Handlungsbedarf.

Zukunft Impfen – Die Prävention durch Impfen voran bringen

Die Entwicklung der letzten Jahre betrachtend stellt sich die Frage, wie in Deutschland eine schlüssige und mittelfristige Strategie zur Erreichung ambitionierter Ziele aussehen sollte. Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat die aktuelle Situation schlechter und sogar zurückgehender Impfungen aufgrund der Pandemiesituation zum Anlass genommen in ihrem Beschluss vom 16.06.21 alle Akteure im Gesundheitswesen aufzufordern, insbesondere die HPV Impfquoten zu verbessern und verweist darin auf die Ziele der EU Kommission im Europe`s Beating Cancer Plan.

Aus den hohen HPV Impfraten anderer Länder, den Zielstellungen der WHO und der EU-Kommission sowie der Beschlussfassung der Gesundheitsministerkonferenz ergeben sich wesentliche Eckpunkte, die zur Erreichung hoher HPV Impfquoten in Deutschland umgesetzt werden sollten:

  • Auf das Thema HPV ausgerichtete und fokussierte, altersgerechte Aufklärungskampagnen zur Steigerung der Akzeptanz
  • Etablierung von Impfen in den Lebenswelten wie z.B. in Schulen ermöglicht einen niedrigschwelligen, zielgerichteten Zugang und kann eine gute Ergänzung zu den bisherigen Impfstrukturen darstellen
  • Nutzung digitaler Möglichkeiten durch den elektronischen Impfpass und verbindliche Einführung von Einladungs- und Recall-Systemen

Letztendlich müssen die verschiedenen Maßnahmen durch weitere flankiert und in einer bundesweiten, länderübergreifenden Gesamtstrategie zusammengeführt werden.

Für eine Verbesserung der Krebsprävention ist es dringend erforderlich, dass eine neue Regierung deutlich aktiver wird und die Weichen für strukturelle Veränderungen in der Impfprävention stellt, um notwendige Steigerungen der HPV-Impfquoten erreichen zu können.

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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Frank Treu
Manager Gesundheitspolitik

+49 15 209 280 461

frank.treu@msd.de

Gesundheitspolitik

Lasse ich mich impfen? Warum Impfbereitschaft kontinuierlich gefördert werden sollte

04. Oktober 2021

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Kleiner Piks, große Wirkung – Impfungen gehören zu den wichtigsten präventiven Maßnahmen, die der Medizin zur Verfügung stehen, um sich vor Infektionskrankheiten zu schützen. Bedauerlicherweise zeigt sich in Deutschland jedoch eine zunehmende Impfmüdigkeit. Nicht nur was neuartige Impfstoffe betrifft – wie aktuell jene gegen COVID-19 – sondern auch bei bereits über viele Jahre etablierten Vakzinen. Die neue Bundesregierung wird sich dieses Themas stärker annehmen und gezieltere kommunikative Maßnahmen setzen müssen.

Schutzimpfungen sind eine erfolgreiche und bewährte Maßnahme zur Kontrolle von schwerwiegenden Infektionskrankheiten und seit Jahrzehnten zentraler Baustein zum Erhalt der öffentlichen Gesundheit. Sie bieten großen Schutz, für verhältnismäßig wenig Aufwand. Ihr Wert für den allgemeinen gesellschaftlichen Gesundheitszustand wird aktuell sehr eindrücklich durch die Erfahrungen in der Corona-Pandemie unterstrichen. Für den Erhalt der öffentlichen Gesundheit und zur Förderung von Prävention ist es jetzt dringend notwendig, diesen Wert noch stärker in den öffentlichen Fokus zu rücken.  

Es mag paradox erscheinen, aber in vielen Ländern sehen wir aktuell, trotz öffentlicher und medialer Präsenz des Themas Impfen, eine zunehmende Impfmüdigkeit unter Bürger:innen. Der Begriff Impfmüdigkeit (vaccine hesitancy) bezeichnet laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Phänomen, dass Menschen Impfungen verzögert (oder gar nicht) durchführen lassen, obwohl ausreichend Zugänge und Impfangebote vorhanden sind. Die ausschlaggebenden Gründe für Impfmüdigkeit sind individuell, komplex und kontextspezifisch. Die Auswirkungen sind jedoch weitreichend: Impfmüdigkeit droht – bei ausbleibenden Gegenmaßnahmen – den hart erarbeiteten Fortschritt, der über die letzten Jahrzehnte im Kampf gegen viele Infektionskrankheiten erreicht wurde, schrittweise zu verlieren.

Die Weltgesundheitsorganisation setzte schon 2019 ein starkes Zeichen: Impfmüdigkeit gehört zu den zehn größten Bedrohungen für die globale Gesundheit überhaupt.

Auch in Deutschland ist Impfmüdigkeit statistisch nachweisbar. Impfquoten stagnieren (bzw. sinken) hierzulande für einige Krankheiten seit Jahren. So ist, laut dem Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa), unter Erwachsenen nur etwa jeder zweite gegen Tetanus oder Diphterie geschützt. Ebenfalls wenig zufriedenstellend sind die Zahlen bei Grippe-, Pneumokokken-, Gürtelrose- oder HPV-Impfungen.

Die Corona-Pandemie versetzte dem deutschen Impfwesen einen zusätzlichen Dämpfer. Laut Auswertungen des „Covid-19 Snapshot Monitoring“ (COSMO) des Robert-Koch Instituts (RKI), führte sie nachweislich zu einem Rückgang von allgemeinen Schutzimpfungen in der Bevölkerung. Viele wichtige Standard-Impfungen wurden aufgrund der Pandemie aufgeschoben oder gar abgesagt. So zeigen die Zahlen, dass beispielsweise in den ersten sechs Wochen der Pandemie nur rund die Hälfte der geplanten Routineimpfungen durchgeführt wurden.

Impfmüdigkeit stärker bekämpfen – Impfraten erhöhen

Die Zahlen verdeutlichen: Impfbereitschaft muss immer wieder aufs Neue erarbeitet und kontinuierlich gefördert werden. Bleiben Schutzimpfungen aus, führt dies zu Immunisierungslücken, die wiederum die Weiterverbreitung gefährlicher pathogener Erreger in der Gesellschaft begünstigen. Das Risiko eines Ausbruchs von Krankheiten steigt, gegen die es einen verlässlichen Impfschutz geben würde. Es ist daher wichtig, dass die Potentiale, die Schutzimpfungen für den Einzelnen und für die Gesellschaft bieten, nachhaltiger genutzt werden. Das sollte auch auf der Agenda einer neuen Bundesregierung stehen.   

Dafür braucht es – unter Einbeziehung aller relevanten Akteure – ein noch stärkeres Werben für Schutzimpfungen und einer Steigerung der Risikowahrnehmung in der Bevölkerung gegenüber impfpräventablen Krankheiten. Zudem gilt es, Impfhindernisse weiter abzubauen und eine effizientere und zielgruppenspezifische Aufklärungsarbeit zu entwickeln. Bestehende Strukturen müssen besser genutzt werden, denn hier besteht an vielen Stellen erheblicher Optimierungsbedarf. Beispielsweise sollten nachgelagerte Behörden (wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) ihre gesetzlich zugewiesene Rolle im Bereich Aufklärung in der kommenden Legislatur deutlich besser ausfüllen. Es bedarf zielgerichteter öffentlichkeitswirksamer Kampagnen und Aufklärungsarbeit dieser Institutionen. Dergestalt können die Vorteile von (Standard-) Impfungen fortlaufend und niederschwellig erläutert, Falschinformationen widerlegt und Fragen beantwortet oder Bedenken zur Wirkung oder Sicherheit von bestimmten Schutzimpfungen ausgeräumt werden.

Der Wert von Wissenschaft und Forschung für den Einzelnen und für die Gesellschaft als Ganzes braucht jetzt nachhaltige Impulse. Schutzimpfungen gelten als eine der großen Erfolgsgeschichten jener medizinischen Forschung. Es ist Zeit, stärker für sie zu werben. Eine neue Bundesregierung kann hier deutliche Zeichen setzen.

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Frank Treu
Manager Gesundheitspolitik

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Krebs

#ZeitfürFragen zu Brustkrebs

13. Oktober 2021

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Bild Hintergrund: #zeitfuerfragen

„Sie haben Brustkrebs.“ Diesen Satz hören jedes Jahr mehr als 70.000 Frauen und Männer in Deutschland. Zusammen mit der belastenden Nachricht folgt für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine riesige Informationsflut von allen Seiten – zu Diagnose, Therapien und den nächsten Schritten. Das ist wichtig, denn je besser Menschen ihre Erkrankung verstehen, desto mehr halten sie sich an ihre Therapie und desto besser kann diese wirken.

Im Rahmen des Brustkrebs-Awareness-Monats Oktober möchten wir aber nicht nur Informationen teilen, sondern uns #ZeitfürFragen der Patient:innen und ihrer Angehörigen, Freund:innen und Bekannten nehmen. Schließlich beginnt jedes gute Gespräch mit einer Frage, oder? Egal ob es um Beziehungen, Gefühle oder die Zeit nach der Therapie geht: Wir bieten Raum für Austausch.

Austausch über Social Media

Über verschiedene Social-Media-Kanäle sammeln wir alle Fragen von Betroffenen und ihrer Angehörigen und ermutigen bereits dazu, sich über die eigenen Erfahrungen auszutauschen. Am 28. Oktober um 19:00 Uhr gibt es dann ein Instagram-Live-Event auf dem Kanal von Dana Holzner (@dana_ka__). Dana ist selbst Betroffene und wird die Fragen aus ihrer Perspektive beantworten. Weitere Informationen gibt es hier.

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Charlotte Gerling
Sen. Specialist Corporate Communications

+49 89 45 612 093

charlotte.gerling@msd.de

Gesundheitspolitik

Sondieren, Koalieren, Regieren – Was erwartet uns nach der Wahl?

06. Oktober 2021

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Das MSD hub Berlin Team

Die Wählerinnen und Wähler haben bei der Bundestagswahl 2021 entschieden! Demnach wird die Große Koalition mit großer Wahrscheinlichkeit durch ein neues Drei-Parteien-Bündnis abgelöst. Das hat es auf Bundesebene so bisher noch nicht gegeben. Beim Political Afterglow „Sondieren, koalieren, regieren – Was erwartet uns nach der Wahl?“ im MSD hub berlin wurden Spekulationen angestellt, um welche drei Parteien es sich am Ende handeln wird und welche Auswirkungen das auf die deutsche Politiklandschaft hat.

Der Politikwissenschaftler und Parteienforscher Prof. Dr. Uwe Jun von der Universität Trier, führender Experte für die Themen politische Kommunikation und Koalitionsforschung, eröffnete den Abend mit einem Vortrag und beantwortet viele Fragen, wie z.B.: Was sind die entscheidenden Themen der Sondierungsgespräche? Wie lange werden die Koalitionsverhandlungen dauern? Und wie handlungsfähig kann eine Regierung aus drei Parteien sein?

In einer sich anschließenden FAQ-Runde beantwortete er weitere Fragen aus einem wissbegierigen Publikum.

Veranstaltungssaal mit Leuten

Ergebnisse der Bundestagswahl 2021 – eine Interpretation!

Bevor sich Professor Jun den aktuellen (Vor-)Sondierungsgesprächen und anstehenden Koalitionsverhandlungen widmete, ordnete er den diesjährigen Wahlkampf ein. Grundsätzlich, so Jun, werde das Wahlverhalten durch drei Hauptfaktoren beeinflusst. Traditionell sei die Parteiidentifikation der Wählerinnen und Wähler ausschlaggebend gewesen, doch in den vergangenen Jahren habe die Themen- und vor allem die Kandidatenorientierung an Bedeutung gewonnen. Im Umkehrschluss beobachtet der renommierte Parteienforscher eine zunehmende politische Wettbewerbsintensität sowie eine ansteigende Polarisierung der Wählerschaft. Insgesamt seien Wählerinnen und Wähler „situativer, ungebundener und unkalkulierbarer geworden“.

Vor allem die steigende Kandidatenorientierung habe bei dieser Bundestagswahl am Ende den entscheidenden Ausschlag gegeben. Besonders der Kanzlerkandidat der SPD, Olaf Scholz, habe durch eine souveräne Inszenierung und die Demonstration innerparteilicher Geschlossenheit von den Fehlern der Konkurrenz profitieren können.

Koalitionsentscheidung – wer kann mit wem?

Laut Jun stellen die aktuellen Sondierungsgespräche in der historischen Betrachtung eine Neuheit dar. Verhandlungen zwischen drei Parteien bringen zwar neue Komplikationen mit sich, gleichzeitig bieten sie allerdings auch neue Chancen.

Unabhängig von der Parteizugehörigkeit des neuen Kanzlers traf Professor Jun zwei Vorhersagen für die kommende Legislaturperiode. Erstens komme auf den nächsten Kanzler eine wichtige Rolle als Vermittler zu. In einer Regierung aus drei Parteien sei es die Aufgabe des zukünftigen Kanzlers als Moderator zwischen den beiden Junior-Koalitionspartnern aufzutreten und diese nicht gegeneinander auszuspielen. Am Beispiel der jüngst wiedergewählten Ampel-Koalition in Rheinland-Pfalz verdeutlichte Jun, dass eine derartige Konstellation durchaus erfolgreich zusammenarbeiten könne.

Zweitens würden die inhaltlichen Differenzen zwischen Grünen und FDP tiefgreifende Veränderungen in einigen Politikfeldern grundsätzlich ausschließen. Trotzdem sieht Jun besonders in den Bereichen Digitalisierung, Bildung und Klimaschutz Chancen für erfolgreiche grün-gelbe Kooperationen zur „Modernisierung“ des Landes. Allgemein sei die Zusammenarbeit von FDP und Grünen eine besonders ungewöhnliche Konstellation, da die Parteien ideologisch weit voneinander entfernt liegen und sich auf den ersten Blick wenige inhaltliche Schnittmengen ergeben.

Im Nachgang des Vortrags diskutierten Referent und Gäste über mögliche Personalentscheidungen und die Aufteilung von Ministerien unter einer neuen Regierung. Im Mittelpunkt stand dabei das Bundesministerium für Gesundheit, welches laut Jun vermutlich an die Grünen oder die SPD gehen könnte.

Wir bedanken uns bei Herrn Professor Jun und unseren Gästen für den spannenden Austausch in freundlicher Atmosphäre und warten gespannt auf den Ausgang der Verhandlungen!

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Clemens Kuhne
Director Gesundheitspolitik und Patientenbelange | Leiter MSD hub berlin

+49 30 700 141 650

clemens.kuhne@msd.de

Gesundheitspolitik

MSD Afterglow: Baerbock, Scholz oder Laschet – Wer erreicht die Wähler:innen?

04. Oktober 2021

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Mann mit Mikrofon in der Hand

Negativkampagnen, Zurückhaltung des Spitzenpersonals und die große Bedeutung der frühen Briefwahl – der Bundestagswahlkampf 2021 ist erkennbar anders. Der nahende Abschied von Bundeskanzlerin Angela Merkel hinterlässt ein politisches Vakuum und momentan lässt sich nicht vorhersagen, wer die nächste Legislaturperiode prägen wird. Gleichzeitig sorgt die Pandemie dafür, dass der Wahlkampf digitaler denn je geführt wird und durch vermehrte Briefwahl der Wahltag selbst nicht alleiniger Höhepunkt der Kampagnenführung sein kann. Daher ist es überraschend, dass die Auseinandersetzung um die weitere politische Richtung des Landes eher schleppend anläuft. Statt inhaltlicher Diskussionen standen in den letzten Wochen die Kandidat:innen als Personen im Fokus der Öffentlichkeit. Thematisch fehlt es vielfach an Zuspitzung – doch wie viel Kalkül der Parteien steckt dahinter? Wie unterscheidet sich der diesjährige Wahlkampf in Sachen Kommunikation von vorherigen und welchen Einfluss haben soziale Medien auf den Verlauf des Wahlkampfes?

Diese und weitere Fragen diskutierten wir mit Martin Fuchs, Blogger und Experte für digitale politische Kommunikation sowie mit unseren Gästen bei dem Political Afterglow „Baerbock, Scholz oder Laschet – Wer erreicht die Wähler:innen?“.
Zu unserer großen Freude war dies – zum ersten Mal seit über einem Jahr – wieder vor Ort am MSD hub berlin möglich.

Martin Fuchs trug zur spannenden Diskussion durch sein Fachwissen aus langjähriger Erfahrung in der Projekt- und Kampagnenberatung sowie der Begleitung alltäglicher Kommunikationsroutinen politischer Akteure bei. Bekannt ist der Kolumnist zahlreicher Medien für das virtuelle Panoptikum der #wahlplakatefromhell, das unter seinem Twitter-Handle @wahl_beobachter und im Blog www.hamburger-wahlbeobachter.de besichtigt werden kann. Gerade im Spezialgebiet der digitalen Kommunikation über jegliche Onlinekanäle konnten wir und die Gäste des Abends interessante Denkanstöße mitnehmen.

Der Wahlkampf wird unberechenbarer und digitaler

In seinem Impulsvortrag stellte der Wahlhamburger mehrere Thesen zur Einordnung des aktuellen Wahlkampfes auf. So habe sich vor allem durch die Digitalisierung ein politischer Kulturwandel eingestellt. Kleinere Fehltritte der Kandidat:innen, welche früher in der Lokalpresse untergegangen wären, würden sich heute über soziale Netzwerke binnen Minuten zu PR-Skandalen auf nationaler Ebene ausweiten. Ein wichtiger Faktor in diesem Zusammenhang sei, dass die herkömmlichen Medien ihre Rolle als „Gatekeeper“ verloren hätten und jeder der „82 Millionen politischen Redakteure in Deutschland“ seine Meinung online veröffentlichen könne. Dies schaffe für Wahlkampfteams zunehmend stärkere Anreize, einerseits die eigenen Kandidat:innen nicht durch vermeintlich unkontrollierte Veranstaltungsteilnahmen zu exponieren, sich andererseits selbst in spontanen Negativkampagnen im Internet zu engagieren. Sachthemen treten gleichzeitig in den Hintergrund.

Fuchs beobachtet aber als Gegentrend einen verstärkten Fokus auf den analogen Wahlkampf an Haustür und Busbahnhof. Durch die zunehmende Zersplitterung von digitalen Informationsplattformen werden altbekannte Wahlkampftechniken wie das Plakat vor dem örtlichen Supermarkt wieder verstärkt genutzt. Grundsätzlich solle man sich jedoch von dem Gedanken verabschieden, dass es einen analogen und einen digitalen Wahlkampf gebe. Genau wie beim Rest des öffentlichen Lebens hätten sich auch beim Wahlkampf digitale und analoge Entwicklungen längst unwiderruflich vermischt.

Wahlkampf auf Social Media – zunehmend professionell, aber zu selten inhaltlich

Im anschließenden gemeinsamen Austausch ergab sich eine spannende Diskussion über die Professionalisierung der aktuellen Social Media Kampagnen der großen Parteien. Laut Martin Fuchs werden die Digitalkampagnen auf Bundesebene mittlerweile sowohl mit großen Etats, als auch eigenen reichweitenstarken ehrenamtlichen Multiplikatoren geführt. Anders sehe es jedoch auf Landes- und Kommunalebene aus. Der Blogger und Experte für politische Kommunikation geht davon aus, dass es noch einige Jahre dauern wird, bis alle Landesverbände den Mehrwert eines professionellen digitalen Auftritts verinnerlicht haben werden.

Dabei hob Fuchs Aminata Touré, Lars Petersdotter (beide Grüne in Schleswig-Holstein) und Timo Wölken (Europaabgeordneter der SPD) als positive Beispiele hervor, die durch qualitativ hochwertige und sachbezogene Inhalte auf ihren Social-Media-Kanälen erfolgreich hervorstechen würden. Neben der wichtigen Arbeit dieser jungen Abgeordneten würde Fuchs sich für die politische Kultur in Deutschland wünschen, dass sich Lob für den politischen Gegner etabliert. Der stärkere Fokus auf politische Gemeinsamkeiten im digitalen Austausch würde der Demokratie im Ganzen gut tun.

Mit vertieftem Hintergrundwissen und einem besonderen Auge für die digitalen Komponenten dieses Wahlkampfes schauen wir gespannt auf die kommenden Wochen und bedanken uns bei allen Anwesenden herzlich für den interessanten Austausch.

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Clemens Kuhne
Director Gesundheitspolitik und Patientenbelange | Leiter MSD hub berlin

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Gesundheitspolitik

Keime kennen keine Grenzen – Wie lässt sich die Versorgung mit innovativen Antibiotika in Zukunft sicherstellen?

04. Oktober 2021

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Mehrere Petrischalen

Kurz vor der politischen Sommerpause fand das mittlerweile zweite digitale MSD Luncheon statt. Gemeinsam mit unseren Gästen und Referentinnen diskutierten wir, wie die Forschung und Entwicklung von innovativen Antibiotika zur Eindämmung antimikrobieller Resistenzen gefördert werden kann. Denn nicht erst die kürzlich veröffentlichte gemeinsame Absichtserklärung der Finanz- und Gesundheitsminister:innen der G7-Staaten zur globalen Erforschung und Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen hat verdeutlicht, dass in diesem Bereich dringender politischer Handlungsbedarf besteht. Allein in Deutschland sterben laut Zahlen des RKI jedes Jahr rund 2.400 Menschen an den Folgen von Infektionen mit multiresistenten Erregern. Wir wollten also wissen, welcher politischen Weichenstellungen es bedarf, um eine weitere Ausbreitung von antimikrobiellen Resistenzen zu vermeiden.

Konsequent und entschlossen gegen die schleichende Pandemie

Im Rahmen des ersten Impulsbeitrags erklärte Ines Perea, Leiterin des Referats 615 One Health und Antimikrobielle Resistenzen im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), dass das Thema antimikrobieller Resistenzen seit mehreren Jahren ein Schwerpunktthema der Bundesregierung sei. Die Einführung der Facharztausbildung für Infektiologie und die Stärkung der Infektionsprävention, z.B. durch die Initiative „Saubere Hände“, hätten das Thema auf eine neue Ebene gehoben und den Stellenwert des Themas für die Bundesregierung unterstrichen. Darüber hinaus hätten die Ausweitung der Meldepflichten für multiresistente Keime sowie der enge Austausch mit der Ärzteschaft bereits zu einem Verschreibungsrückgang von Antibiotika geführt. Dies sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, dennoch müsse das gemeinschaftliche Engagement stringent ausgebaut werden. Daher sei die ambitionierte Entwicklung und konsequente Umsetzung der DART 2030 eine oberste Priorität für das BMG. Außerdem müsse die Erstattungsfähigkeit einzelner Antibiotika auf weitere Indikationen ausgeweitet werden und Antibiotic Stewardship, also der rationale und verantwortungsbewusste Umgang mit Antibiotika – sowohl stationär als auch ambulant –, systematisch gefördert werden.

Im Anschluss betonte Prof. Dr. Tanja Schneider, stellvertretende Koordinatorin Neue Antibiotika am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung e.V. (DZIF), die Wichtigkeit von Antibiotika für die moderne Medizin. In Anlehnung an Paul Ehrlich betonte Prof. Schneider die enorme Kraft der „Wunderkugel“ und verwies darauf, dass Antibiotika die Lebenserwartung in westlichen Industrieländern über das letzte Jahrhundert um 10 Jahre gesteigert hätten. Der aktuelle Notstand in der Antibiotikaforschung könnte daher zu drastischen Einschränkungen der Therapiemaßnahmen und einer Krise in der globalen Gesundheitsversorgung führen. Der Hauptgrund für den Mangel an neuen Wirkstoffgruppen in diesem Feld ließe sich laut Prof. Schneider auf die Besonderheiten von Antibiotika zurückzuführen. Denn die Entwicklung von resistenzbrechenden Antibiotikaklassen ist deutlich komplexer als die Entwicklung anderer Therapeutika. Bis ein Antibiotikum zur Marktreife gebracht ist, sind mittlerweile bis zu 1,5 Milliarden Euro notwendig. Die Erfolgsrate beträgt dabei nur 1%. Viele forschende Pharmaunternehmen haben sich aufgrund der ökonomischen Risiken vollständig aus der Antibiotika-Forschung zurückgezogen. Neben der Stärkung der Grundlagenforschung und des wissenschaftlichen Nachwuchses sei daher eine Anpassung der Vergütungsstruktur unausweichlich.

Handeln, bevor es zu spät ist

Als ein erhebliches Risiko für die moderne Medizin schätzte auch Dr. med. Béatrice Grabein, leitende Ärztin der Stabstelle Klinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene am LMU Klinikum, die Ausbreitung von antimikrobiellen Resistenzen ein. Eine unkontrollierte Verbreitung der Erreger würde die Erfolge in der Onkologie, der Intensivmedizin und vieler weiterer Bereiche ernsthaft gefährden. Dr. Grabein sprach sich daher dafür aus, dass das Zulassungsportfolio innovativer Antibiotika gezielt erweitert wird, um zu vermeiden, dass die Potenziale bestehender Wirkstoffe ungenutzt bleiben. In diesem Zusammenhang müsste auch der rechtliche Rahmen dafür geschaffen werden, dass Kliniken Zugriff auf Studien haben, die auf Real-World-Data basieren, und Risikopatient:innen so schneller Zugang zu innovativen Wirkstoffen erhalten. Das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung gewesen, jedoch müsse auch die Refinanzierung im Rahmen der Fallpauschalen angepasst und Fehlanreize abgebaut werden. Aktuell würde zu oft aus ökonomischen Gründen auf ältere Antibiotika zurückgegriffen. Dr. Grabein sprach sich deshalb dafür aus, dass das Vergütungssystem im Krankenhaus an die besonderen Anforderungen von selten einzusetzenden Reserveantibiotika angepasst werden muss. Denn ist der Einsatz eines innovativen Reserveantibiotikums medizinisch geboten, darf er nicht durch eine finanzielle Unterdeckung aufgrund zu niedriger Fallpauschalen erschwert oder gar verhindert werden. 
In einem Punkt waren sich alle Referentinnen einig. Multiresistente Erreger stellen bereits jetzt eine sich schleichend ausbreitende, stumme Multipandemie dar. Anders als bei COVID-19 geht es nicht um einen Virus, sondern um eine Vielzahl von Pathogenen, die eine Bedrohung für die globale medizinische Versorgung darstellen. Den Absichtserklärungen der nationalen und internationalen Politik müssen daher unbedingt handfeste Maßnahmen zur Förderung der Grundlagenforschung und Nutzung innovativer Antibiotika folgen. In diesem Zusammenhang müsse der One-Health-Ansatz konsequent verfolgt und ressortübergreifende Lösungen entwickelt werden. Denn Keime kennen keine Grenzen und können sich schnell zwischen Mensch, Tier und Umwelt verbreiten. Daher sei eine enge Zusammenarbeit der Ministerien für Gesundheit, Landwirtschaft und Forschung in diesem Bereich von zentraler Bedeutung.

Wir bei MSD werden auf jeden Fall unsere Forschung in diesem Feld fortführen und setzen dabei auf den Dialog und die Zusammenarbeit mit unseren Partner:innen in Wissenschaft, Politik und Industrie. Denn die Diskussion im Rahmen des digitalen MSD Luncheons hat gezeigt, dass die Eindämmung von antimikrobiellen Resistenzen nur gelingen kann, wenn alle Beteiligten vollen Einsatz zeigen.

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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Franziska Müller
Manager*in Gesundheitspolitik

+49 30 700 141 679

franziska.mueller@msd.de

Gemeinsam für mehr Patientensicherheit: Impfbarrieren abbauen!

04. Oktober 2021

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Älterer Mann lässt sich von einer Ärztin untersuchen

Die Covid-19 Pandemie hat gezeigt, wie wichtig Impfungen für den Schutz jedes Einzelnen und der Gesellschaft sind. Gleichzeitig ist einmal mehr klar geworden, dass die Entwicklung und Produktion von Impfstoffen nicht nur aufwändig, sondern auch teuer und zeitintensiv ist. Als eines der größten Impfstoffunternehmen steht MSD somit in einer ganz besonderen Verantwortung. Vor diesem Hintergrund haben wir zum dritten Patients talk Politics digital geladen und gemeinsam mit Vertreterinnen von Patienten- und Seniorenorganisationen sowie der Politik über den Abbau von Impfbarrieren gesprochen.

Frau Hecker, Vorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS), und Frau Dr. Keck, Geschäftsführerin der BAGSO Service Gesellschaft (BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen), bestätigten beide in ihren Eingangsstatements, dass die Impfquoten in Deutschland aktuell viel zu gering sind.  Frau Hecker betonte, dass dafür die Gründe von Unkenntnis über die eigenen Impflücken im Impfpass, über die Angst vor Nebenwirkungen und Impfschäden bis hin zu einem mangelnden Verständnis über den Nutzen von Impfungen reiche. Frau Keck fügte hinzu, dass der hohe Zeitaufwand sowie das fehlende bzw. mangelhafte System der Terminerinnerung verantwortlich seien. Dies zeige die Diskrepanz zwischen der hohen Zahl an älteren Impfbefürwortern auf der einen und den niedrigen Impfquoten auf der anderen Seite. Beide waren sich einig, dass Impfquoten nur dann gesteigert werden können, wenn die Aufmerksamkeit für Infektionsprävention erhöht und die wichtigsten Kenntnisse zur Infektionsprophylaxe durch Impfungen kontinuierlich vermittelt bzw. aufgefrischt werden. Für Patientinnen und Patienten müsste ermöglicht werden, dass sie Verantwortung für ihre eigene, sichere Versorgung übernehmen können. Dafür müssen Kommunikationskonzepte entwickelt werden, die indikations- und zielgruppenspezifisch aufbereitet sind. Dazu gehört, dass die Informationen in einfacher Sprache verfügbar sind, wie Frau Keck betonte. Auch die anschauliche Darlegung möglicher Nebenwirkungen und die Nutzung digitaler Medien spiele dabei eine besondere Rolle. Frau Hecker betonte zudem, dass die Patientensicherheit nur dann nachhaltig gesichert werden kann, wenn eine zielgruppenspezifische Aufklärung mit der Steigerung des Patient Empowerments und der Sicherstellung umfassender Präventionsleistungen sowie einer umfassenden Impfsurveillance Hand in Hand geht.

Dr. Klaus Schlüter, medizinischer Direktor bei MSD, benannte die besonderen Herausforderungen in der Impfstoffproduktion und -entwicklung. Auf dem Weg zu einem fertigen Impfstoff müssen große wissenschaftliche und medizinische Hürden überwunden werden. Oft vergehen von der Virusanalyse bis zur Zulassung des Impfstoffes in der Regel 15 bis 20 Jahre. Herr Schlüter betonte auch noch einmal die Wichtigkeit des Impfens: Impfungen können immer auch diejenigen schützen, die nicht geimpft sind oder nicht geimpft werden können. Sich impfen zu lassen heißt also nicht nur sich selbst zu schützen, sondern ist auch eine Verpflichtung für die Gesellschaft. Es gilt, Impfungen ins Zentrum jeglicher Präventionspolitik zu rücken, Impfhürden abzubauen, nachhaltige Anreize zu setzen und aufsuchende Impfangebote, z.B. in Schulen und Betrieben, anzubieten.

Frau Schulz-Asche (Bündnis 90/Die Grünen), Berichterstatterin für Infektionsschutz, stimmte ihren Vorredner:innen zu und befürwortete den Vorschlag, zielgruppengerecht an Schulen – z.B. mit Blick auf die HPV-Impfung – aufzuklären und anschließend ein entsprechendes Impfangebot zu machen. So kann die HPV-Impfquote wesentlich verbessert werden. Zudem betonte Frau Schulz-Asche, dass der öffentliche Gesundheitsdienst nachhaltig gestärkt werden muss. Die elektronische Patientenakte (ePA) – unter Einbezug der Hausärzt:innen – sollte in Zukunft nicht nur den Impfstatus dokumentieren, sondern auch an anstehende Impfungen erinnern. 

Am Ende waren sich alle einig, dass der Schlüssel zum Erfolg die Stärkung der Gesundheitskompetenz ist. Patientinnen und Patienten müssen in der Lage sein, aufgeklärte und bewusste Entscheidung selbst treffen zu können. Nur wenn Bürgerinnen und Bürger den Wert von Impfungen als wichtige Präventionsmaßnahme gegen lebensbedrohliche Krankheiten erkannt und verstanden haben, können Impfquoten auch nachhaltig verbessert werden. Dabei ist klar: Damit nicht nur Geimpfte, sondern auch deren Kontaktpersonen bestmöglich geschützt sind, bedarf es daher einer koordinierten Impfpolitik.

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Silvia Petak-Opel
Manager*in Patient Relations

+49 89 45 611 307

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Gesundheitspolitik nach Corona – Was nun, liebe Politikerinnen und Politiker?

MSD Debatte zur Bundestagswahl 2021

04. Oktober 2021

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Brandenburger Tor

Wir sind inmitten des Wahlkampfes zur Bundestagswahl 2021. Aufgrund der Covid-19 Pandemie steht die Gesundheitspolitik nach wie vor im Mittelpunkt jeder politischen Diskussion. Eine Schonfrist gibt es nicht, denn die nächste Regierung wird von Anfang an Antworten auf Grundsatzfragen liefern müssen, um das deutsche Gesundheitssystem fit für die Zukunft zu machen. 

Am 12. Mai 2021 diskutierten wir daher bei der virtuellen MSD hub berlin gemeinsam mit vier Mitgliedern des Gesundheitsausschusses über die Gesundheitspolitik von morgen. Schwerpunktthemen dabei waren Krebsversorgung und Impfen:  wie sieht eine nachhaltige und zielgenaue Impfstrategie aus – und ist sie überhaupt politisch gewollt? Was muss unternommen werden, um die Entwicklung von Innovationen im Kampf gegen den Krebs langfristig zu sichern? Und wie können Digitalisierungspotenziale besser genutzt werden? 

Auf unserer digitalen Bühne diskutieren dazu Michael Hennrich (CDU/CSU), Dr. Wieland Schinnenburg (FDP), Kordula Schulz-Asche (Bündnis 90/Die Grünen) und Martina Stamm-Fibich (SPD). Moderiert wurde die Veranstaltung von Lisa Braun, Geschäftsführerin und Herausgeberin der pag Presseagentur Gesundheit GmbH​. Unsere Gäste konnten die spannende Diskussion online verfolgen, bevor sie im Anschluss in die Break-Out Räume wechselten und dort direkt ihre Fragen und Anmerkungen jeweils an einen der vier Panelisten stellen konnten. 

Personalisierte Medizin in der Krebsversorgung – Mit Daten Leben retten

In der ersten Runde ging es um die onkologische Versorgung in Zukunft. Ein wichtiges Thema, denn allein in Deutschland erkranken laut Experten jedes Jahr rund 500.000 Menschen an Krebs. Bis zum Jahr 2030 könnte die Zahl, insbesondere aufgrund der alternden Gesellschaft, auf jährlich ca. 600.000 Neuerkrankungen ansteigen. Um die onkologische Versorgung weiter zu stärken, sollen künftig die Daten aus den klinischen und epidemiologischen Krebsregistern der Länder zusammengeführt und erweitert werden. Diese Daten sollen auch an Dritte zu wissenschaftlichen Forschungszwecken bereitgestellt werden, um insbesondere die Versorgungsforschung zu stärken. 

Herr Dr. Schinnenburg kritisierte in diesem Zusammenhang, dass es in Deutschland bislang „noch keine ausreichende Forschungsfreiheit“ gebe. Frau Stamm-Fibich merkte an, dass die Zusammenführung der Daten ein essenzieller Schritt sei, um die Forschung und Entwicklung innovativer Onkologika nachhaltig voranzutreiben. Das haben ihrer Meinung nach auch die Bürgerinnen und Bürger bereits verstanden. Die Bereitschaft innerhalb der Bevölkerung und insbesondere bei Menschen, die an Krebs erkrankt sind, sei groß, ihre Daten auch der privatwirtschaftlich getragenen Forschung zur Verfügung zu stellen. Frau Schulz-Asche stimmte dem zu und betonte, dass die Datenhoheit zu jedem Zeitpunkt bei den Patientinnen und Patienten liege. Nur so könne es gelingen, das Vertrauen in die Digitalisierung nachhaltig zu sichern. Herr Hennrich schloss sich den Vorrednern an und sprach sich ebenfalls für eine optimierte Datennutzung aus.

Mit Blick auf die personalisierte Medizin in der Krebsversorgung bekräftigte der Arzneimittelexperte der Union, dass Innovationen in Deutschland bereits schnell in der Versorgung verfügbar gemacht werden. Bei Diagnostika und Genomsequenzierung brauche es allerdings noch punktuelle Verbesserungen. Aus Sicht von Schulz-Asche muss sich die nächste Regierung insbesondere mit einer Finanzierungsreform für die personalisierte Medizin auseinandersetzen. Gesundheitspolitisch werde es eine große Herausforderung sein, die Entwicklung solcher Medikamente zu ermöglichen, sie aber gleichzeitig auch für das System finanzierbar zu halten. Deshalb müsse in der kommenden Legislaturperiode über unterschiedliche Vergütungsansätze, wie das Pay-for-Performance-Modell, diskutiert werden. 

Personalisierte Medizin in der Krebsversorgung – Mit Daten Leben retten

Infektionskrankheiten werden Gesellschaft und Politik auch über die Pandemie hinaus beschäftigen. Kordula Schulz-Asche, Berichterstatterin für Infektionsschutz, sprach sich in diesem Zusammenhang für eine neue Impfstrategie aus und kritisierte vor allem die viel zu niedrigen Impfquoten bei der Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV). Deshalb forderte sie, dass künftig Schulen in Präventionsprogramme einbezogen werden. Dort soll dann über Impfungen aufgeklärt und auch geimpft werden können. Stamm-Fibich befand die bisherigen HPV-Quoten ebenso als „erschreckend“. Sie setzte in erster Linie auf den digitalen Impfpass, der das Impfmanagement erleichtern wird. CDU-Politiker Hennrich setzte sich indessen für die Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) ein. Er forcierte zudem das Impfen durch Apothekerinnen und Apotheker. Schinnenburg unterstützte eine bessere Impfaufklärung. Für die FDP seien jedoch die Haus- und Fachärzte weiterhin die zentralen Ansprechpartner. Die Abgeordneten waren sich aber einig, dass die Impfstrategie in Deutschland verbessert werden müsse.

Die Coronapandemie hat gezeigt, dass in den vergangenen Jahren in Sachen Gesundheitsvorsorge vieles versäumt wurde. Es gilt die Lehren aus der Pandemie nachhaltig umzusetzen. Nur wenn alle Akteure an einem Strang ziehen, kann die Versorgung der Bevölkerung mit innovativen Arzneimitteln auch in der kommenden Legislaturperiode und darüber hinaus sichergestellt werden.

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Clemens Kuhne
Director Gesundheitspolitik und Patientenbelange | Leiter MSD hub berlin

+49 30 700 141 650

clemens.kuhne@msd.de

Gesundheitspolitik

Niedrige Impfquoten aufgrund mangelnder Umsetzung – eine vermeidbare Gefahr für die Gesellschaft

04. Oktober 2021

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Impfsticker wird in einen Impfpass geklebt

Wir leisten uns in Deutschland in vielen Bereichen zu niedrige Impfquoten. Und das, obwohl Impfungen zu den wirksamsten, kosteneffizientesten und wichtigsten präventiven Maßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten gehören und der Wert allgemein anerkannt ist.

Die COVID-19 Pandemie zeigt mit dem Brennglas auf, wie wichtig Impfungen für den gesundheitlichen Schutz jedes Einzelnen und der Gemeinschaft sind und welche wirtschaftlichen Folgen durch Infektionskrankheiten entstehen können. Impfungen bieten großen Schutz, für wenig Aufwand und zu überschaubaren Kosten für die Gesundheitssysteme. Bekannt ist, dass der Wert von Impfungen die Kosten um ein Vielfaches übertrifft und das nicht nur in Entwicklungs- und Schwellenländern, sondern auch in Industrieländern. 2,4 Milliarden Euro gab die deutsche gesetzliche Krankenversicherung 2019 für Schutzimpfungen aus. Das sind gerade einmal 0,8 Prozent der Gesamtausgaben und im internationalen Vergleich geringe Investitionen in die Zukunft. Nutzen und Wert von Impfungen für das Gesundheitssystem sind allgemein anerkannt und sollten sich in entsprechenden Impfquoten widerspiegeln. Die Politik ist hier weiterhin gefordert entsprechende Veränderungen im System voranzubringen.

Niedrige Impfquoten – trotz umfangreicher Impfempfehlungen

Deutschland hat einen umfassenden Kalender allgemein von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlener Impfungen, vom Säuglings- bis in das Erwachsenenalter sowie für Risikogruppen. Und die Kosten dieser Impfungen werden von den Krankenkassen getragen. Das sind grundsätzlich gute Voraussetzungen für hohe Impfquoten. Trotzdem hat der Gesundheitsminister angesichts des seit vielen Jahren nicht erreichten Masern-Impfziels mit dem Masernschutzgesetz die Notbremse gezogen. Eine drastische und sehr kontrovers diskutierte Maßnahme, die letztendlich in ihrer Konsequenz von der Mehrheit des Deutschen Bundestages mitgetragen wurde!

Bei vielen, seit langem etablierten Vakzinen gelingt es in Deutschland seit Jahren nicht, die Impfraten deutlich zu erhöhen oder die im Nationalen Impfplan verankerten Ziele zu erreichen. Zwei Beispiele:

  • Die Standard Pneumokokken-Impfung für gesunde Erwachsene wird seit mehr als zwei Jahrzehnten (!) von der STIKO empfohlen. Laut RKI lag die Impfquote 2020 im Bundesdurchschnitt bei 18,5 Prozent.
  • 2019 lag Deutschland laut einer WHO/UNICEF-Auswertung bei den HPV-Impfquoten von Mädchen im Vergleich der Industriestaaten lediglich im unteren Drittel. Wir vergeben damit eine wichtige Chance die Ziele der WHO und der EU-Kommission, die Rettung von Menschenleben durch eine nachhaltige Krebsprävention, zu erreichen.

Ein Problem der Umsetzung

Die Auswertungen des Robert Koch-Institut (RKI) zu den nationalen Impfquoten und der Blick in andere Länder mit hohen Impfquoten machen deutlich, dass wir ein Problem in der langfristigen und verbindlichen Umsetzung der Impfempfehlungen haben. Es fehlt hierzulande weitestgehend die Festlegung nationaler Impfziele für die von der STIKO empfohlenen Impfungen und die darauf ausgerichtete Etablierung zielgerichteter Konzepte und Maßnahmen. Die erfolgreichen Erfahrungen anderer Länder zeigen, dass ein niedrigschwelliger Zugang durch den Ausbau des Impfens in den Lebenswelten wesentlich zum Schließen von Impflücken beiträgt. Der öffentliche Gesundheitsdienst und die Arbeits- und Betriebsmedizin können eine sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen Impfstrukturen darstellen, müssen aber wesentlich stärker agieren können. Der Nutzen digitaler Strukturen und der Erfolg des elektronischen Impfpasses hängt wesentlich davon ab, ob eine schnelle Übertragung der bisher erfolgten Impfungen sichergestellt wird und die Einführung von Einladungs- und Recall-Systemen obligatorisch wird. Hier bedarf es weiterer gesetzgeberischer Klärung. Letztendlich macht die Pandemie auch deutlich, dass für die Akzeptanz von Impfungen breite Aufklärung und kontinuierliche neutrale Informationen notwendig ist. Entsprechende Kampagnen müssen dafür auf die Themen ausgerichtet, altersgerecht und zielgruppenspezifisch sein.

Sind wir auf dem Weg?

Politische Entscheidungsträgerinnen und -träger können eine wichtige Rolle beim Aufbau widerstandsfähiger Impfsysteme spielen, die Risiken antizipieren und managen können. Resiliente Impfprogramme sind solche, die größeren Schocks und Störungen widerstehen, sich schnell an veränderte Umstände anpassen und eine hohe Impfakzeptanz über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten können. Der Aufbau widerstandsfähigerer und nachhaltigerer Programme ist der Schlüssel bei der Vorbeugung, Bewältigung und Erholung von Krisen. Impfungen sind zu Recht eine der wichtigsten Säulen beim Erhalt der öffentlichen Gesundheit.

Einerseits hat die Gesetzgebung der letzten Jahre einige Grundsteine für Verbesserungen im Impfsystem gelegt. Diese müssen nun konsequent weiterentwickelt und wesentlich verbindlicher ausgestaltet werden, damit sie zur Steigerung der Impfraten beitragen können. Andererseits fehlen in den bisher veröffentlichten Entwürfen der Partei-Programme zur Bundestagswahl überwiegend konkrete Ansätze, die die dringend notwendige Verbesserung des Infektionsschutzes durch Prävention und Impfen deutlich machen – und das trotz der einschneidenden Erfahrungen und Erkenntnisse durch die COVID-19 Pandemie.

Das Interesse der Öffentlichkeit an dem Thema Impfen war noch nie so hoch wie derzeit. Jetzt gilt es diese Aufmerksamkeit für die lange überfällige Steigerungen der Impfraten zu nutzen. Zur Stärkung des Impfsystems und zum Aufbau resilienter Strukturen brauchen wir aber dringend weitergehende, gesundheitspolitische Weichenstellungen.

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Frank Treu
Manager Gesundheitspolitik

+49 15 209 280 461

frank.treu@msd.de