Corporate

#einfacherklärt: Was ist ein Reserveantibiotikum?

23. Februar 2022

Blogeintrag teilen

article hero thumbnail

In Debatten um Medikamente geht es manchmal auch um sogenannte Reserveantibiotika. Aber was verbirgt sich dahinter? Wann wird ein Reserveantibiotikum eingesetzt? Und was haben sie mit Antibiotikaresistenzen zu tun?

Zur Behandlung bakterieller Infektionen werden Patient:innen Antibiotika verabreicht. Langfristig können allerdings resistente Keime entstehen, bei denen Standardantibiotika wirkungslos sind, wie zum Beispiel die Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus Bakterien (MRSA). In diesen Fällen kommen – unter strengen Vorgaben – Reserveantibiotika ins Spiel: Ein Reserveantibiotikum wird bei Infektionen mit Bakterien eingesetzt, die gegen die gängigen Antibiotika resistent sind.

Antibiotikaresistenzen können unter anderem entstehen, wenn Antibiotika unsachgemäß eingesetzt werden, wie etwa durch falsche Dosierung oder beim Einsatz gegen Viruserkrankungen, bei denen Antibiotika nicht helfen. Weitere Faktoren zur Entstehung und Ausbreitung sind mangelnde Hygiene in der Human- und Tiermedizin und in der Landwirtschaft. Außerdem trägt der weltweite Handels- und Reiseverkehr zur Ausbreitung der Resistenzen bei. Das Problem: Sie führen dazu, dass bisher leicht zu behandelnde Infektionen nur schwer oder gar nicht mehr behandelt werden können.

Antibiotikaresistenzen nehmen immer mehr zu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt sie zu einer der zehn größten Gefahren für die öffentliche Gesundheit weltweit. MSD ist eines von wenigen Pharmaunternehmen weltweit, das die Entwicklung neuer Reserveantibiotika vorantreibt – damit uns auch in Zukunft wirkungsvolle Therapien gegen bekannte und neue Erreger zur Verfügung stehen.

Was kann man tun, um Antibiotikaresistenzen vorzubeugen?

Neben der Entwicklung neuer Medikamente ist es wichtig, Antibiotikaresistenzen zu verhindern bzw. eine Ausbreitung zu vermeiden. Dafür sind alle gefragt: Wissenschaft, Industrie, Politik und Mitarbeitende im Gesundheitswesen. Aber auch jede:r einzelne kann hierzu beitragen, indem man die Tipps der WHO befolgt:

  • Antibiotika nur dann verwenden, wenn sie von einem zugelassenen Arzt verschrieben wurden.
  • Niemals Antibiotika verlangen, wenn der/die behandelnde Ärzt:in sagt, dass sie nicht benötigt werden.
  • Bei der Einnahme von Antibiotika immer die Ratschläge des Gesundheitspersonals befolgen.
  • Niemals übrig gebliebene Antibiotika mit anderen teilen und auch selbst nicht zu einem späteren Zeitpunkt verwenden.
  • Infektionen vorbeugen, indem man sich regelmäßig die Hände wäscht, engen Kontakt mit kranken Menschen vermeidet, Safer Sex praktiziert und Impfungen auf dem neuesten Stand hält.
  • Lebensmittel hygienisch zubereiten und dabei die “Five Keys to Safer Food” der WHO beachten (sauber halten, rohe und gekochte Lebensmittel trennen, gründlich kochen, Lebensmittel auf sicheren Temperaturen halten, sicheres Wasser und sichere Rohstoffe verwenden). Lebensmittel wählen, die ohne den Einsatz von Antibiotika zur Wachstumsförderung oder Krankheitsvorbeugung bei gesunden Tieren hergestellt wurden.

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Corporate

Gesundheitswissen: Blasenkrebs

23. Februar 2022

Blogeintrag teilen

article hero thumbnail

Gesundheitskompetenz spielt beim Gesundbleiben und bei der Bewältigung von Krankheiten eine große Rolle. Ein wichtiger Baustein sind dabei leicht verständliche, einfach verfügbare Informationen. Dazu möchten wir mit unserer Serie Gesundheitswissen beitragen. Den Start macht das Thema Blasenkrebs.

Gerade gab der Schlagersänger Mickie Krause bekannt, dass er an Blasenkrebs erkrankt ist. Damit ist er nicht allein: Jährlich erkranken etwa 30.000 Menschen in Deutschland an Blasenkrebs. Bei Männern gehört Harnblasenkrebs zu den fünf häufigsten Krebsarten. Sie sind drei Mal häufiger betroffen als Frauen. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Die Erkrankungsrate bei Männern sinkt bereits seit einigen Jahren und 75 Prozent der Erkrankungen werden in einem frühen Stadium entdeckt, sodass sie in der Regel eine günstige Prognose haben.

Man unterscheidet bei Blasenkrebs generell zwischen nicht-muskelinvasivem und dem muskelinvasivem Harnblasenkarzinom. Um ein nicht-muskelinvasives Harnblasenkarzinom handelt es sich, wenn die Krebszellen in der Blase nur oberflächlich wachsen. Muskelinvasive Harnblasenkarzinome sind Tumoren, bei denen die Krebszellen in die Muskelschicht der Blase hineinwachsen. Bei sieben von zehn Betroffenen handelt es sich zum Zeitpunkt der Diagnose um ein nicht-muskelinvasives Harnblasenkarzinom – der Tumor ist also auf die Schleimhaut in der Blase begrenzt.

Patient:innen in einem frühen Stadium haben oft keine oder nur sehr allgemeine Beschwerden. Wer etwa Blut im Urin (rötliche bis braune Verfärbung des Urins) bemerkt, häufig Blasenentzündungen hat oder einen verstärkten Harndrang, bei dem aber häufig nur wenig Urin entleert wird, sollte diese Symptome von einem Arzt abklären lassen.

Der größte Risikofaktor für Blasenkrebs ist das Rauchen. Fachleuten zufolge ist Tabakkonsum für die Hälfte aller Blasenkrebserkrankungen verantwortlich. Außerdem gibt es Berufe, in denen man mit krebsfördernden Giftstoffen in Berührung kommen kann. Heutzutage werden diese Substanzen nicht mehr eingesetzt bzw. nur unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Vom Kontakt mit den Giftstoffen bis zur Krebsentstehung können allerdings bis zu 40 Jahre vergehen. Daneben gibt es noch weitere Risikofaktoren wie zum Beispiel erbliche Veranlagung, bestimmte Medikamente oder Infektionen der Blase.  Ausführliche Informationen zu Blasenkrebs gibt es hier.

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Corporate

Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

23. Februar 2022

Blogeintrag teilen

article hero thumbnail

Im Jahr 2015 erklärte die UN den 11. Februar zum Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft. Drei Kolleginnen von MSD in Deutschland teilen ihren persönlichen Weg und erzählen, warum sich Frauen und Mädchen für die Wissenschaft entscheiden sollten.

Weltweit sind nur etwas mehr als 30 Prozent der forschenden Wissenschaftler:innen Frauen. In Deutschland steigt die Anzahl der Frauen, die ein sogenanntes MINT-Fach – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – studieren nur sehr langsam an: 2019 waren im ersten Semester über alle Fächer hinweg lediglich 34,2 Prozent der Studierenden weiblich.

Weltweit sind nur etwas mehr als 30 Prozent der forschenden Wissenschaftler:innen Frauen. In Deutschland steigt die Anzahl der Frauen, die ein sogenanntes MINT-Fach – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – studieren nur sehr langsam an: 2019 waren im ersten Semester über alle Fächer hinweg lediglich 34,2 Prozent der Studierenden weiblich.

Wir haben deshalb drei Kolleginnen von MSD gebeten, mehr über ihren persönlichen Weg durch die Wissenschaft zu erzählen. Der ist nicht immer geradlinig, und führt auch mal auf andere Pfade. Aber alle drei sind sich einig: Wissenschaft ist (auch) Frauensache!

„Der Bedarf in Medizin und Wissenschaft ist endlos, viele kreative Wege führen dahin, wenn man es angeht. Es gibt so viel Potenzial für Weiterentwicklung!“

Lisa

Projektleiterin Klinische Forschung

„Wissenschaft macht unglaublich Spaß, auch und gerade, wenn man zwischendurch eine Stelle hat, die nicht besonders wissenschaftlich ist, dann ist das eine schöne Abwechslung und man kann auch hier einen unglaublich großen Teil beitragen.“

Regina

Brand & Customer Manager

„Wissenschaft ist nicht wie oft viele denken langweilig und trocken, im Gegenteil: Wissenschaft ist lebendig und vielseitig.“

Elena

Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Previous
Next

Interview mit Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Interview mit Regina, Brand & Customer Manager

Interview mit Lisa, Projektleiterin Klinische Studien

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Corporate

Interview mit Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

23. Februar 2022

Blogeintrag teilen

article hero thumbnail
Elena Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Elena arbeitet am MSD Standort Burgwedel als Prozessingenieurin in der Produktion unseres Ebola-Impfstoffs. Sie findet: „Wissenschaft ist lebendig und vielseitig“.

Liebe Elena, was ist deine Aufgabe bei MSD?

Ich arbeite in Burgwedel als Prozessingenieurin in der Produktion unseres Ebola-Impfstoffs. Hier unterstütze ich vor Ort bei Problemen direkt im Prozess, erstelle Dokumente für die Durchführung der Produktion und monitore den Prozess auf Stabilität. Zusammen mit dem Team erarbeite ich Prozessverbesserungen und führe die Umsetzung durch, um den Prozess stabiler zu gestalten.

Wie war dein beruflicher Werdegang bisher?

Ich habe im Bachelor molekulare Biologie studiert und einen Master in Biomedizin absolviert. Danach war ich einige Monate in Frankreich und habe einen Forschungsaustausch im Bereich Krebsforschung und Therapie gemacht. Da ich großes Interesse an Forschung hatte, habe ich noch eine Doktorarbeit angeschlossen im Bereich Molekulare Medizin mit dem Schwerpunkt Infektionsbiologie und Virologie. Hier habe mich mit der Grundlagenforschung zu sogenannten Adenoviren beschäftigt und ihre Unterschiede in der Infektion von Lungen. Das Thema habe ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin weiter verfolgt. Dann kam mein Wechsel in die Pharmaindustrie und ich habe Erfahrungen als Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion sammeln können. An meiner aktuellen Stelle haben mich die Herausforderung und die Möglichkeiten gereizt, in ein Projekt mit beginnender kommerzieller Impfstoffproduktion zu wechseln.

Warum sollten Mädchen und Frauen sich für einen Beruf in der Wissenschaft entscheiden?

Wissenschaft ist vor allem eins: wahnsinnig spannend. Wissenschaft ist nicht wie oft viele denken langweilig und trocken, im Gegenteil: Wissenschaft ist lebendig und vielseitig.
Die Möglichkeit Fragen zu stellen und selbst die Antworten auf Fragen zu suchen, im kreativen Austausch mit anderen, in einem Feld, dass sich ständig erweitert, ist einfach großartig. Neue Impulse umzusetzen und Ideen zu verfolgen, um Schritt für Schritt Antworten zu finden, Prozesse zu etablieren und Veränderungen herbeizuführen, ist einfach spannend. Man hat hier eigentlich nie Stillstand, es entwickelt sich ständig alles weiter und eröffnet neue Möglichkeiten.
Ich würde Frauen und Mädchen mit Interesse an einem Beruf in der Wissenschaft immer raten, ihrem Interesse zu folgen. Niemand ist perfekt und man muss sich auch nicht für alle Fächer der Naturwissenschaften begeistern, um trotzdem Wissenschaft zu mögen und in einem wissenschaftlichen Beruf zu arbeiten. Meine Nemesis war immer die Physik, die natürlich im Biologiestudium wiederkam – und die ich trotz meiner gemischten Gefühle erfolgreich gemeistert habe. Jede:r kann festlegen, welche Bereiche man vertiefen möchte und hat Möglichkeiten die eignen Interessen zu festigen und auszubauen. Genau das macht den Reiz aus. Ich bin schlussendlich Virologin geworden und bin immer noch begeistert, wie Grundlagenforschung und die Entwicklung neuer Impftechnologien ineinandergreifen und wie unglaublich die Fortschritte auf diesem Gebiet sind – und wie sie Menschenleben retten!

Interview mit Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Interview mit Lisa, Projektleiterin Klinische Studien

Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Corporate

Interview mit Lisa, Projektleiterin Klinische Studien

23. Februar 2022

Blogeintrag teilen

article hero thumbnail
Elena Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Elena arbeitet am MSD Standort Burgwedel als Prozessingenieurin in der Produktion unseres Ebola-Impfstoffs. Sie findet: „Wissenschaft ist lebendig und vielseitig“.

Lisa, was ist deine Aufgabe bei MSD?

Ich bin in der Klinischen Forschung (KliFo). Bevor Medikamente oder Impfstoffe zugelassen werden, durchlaufen sie mehrere Phasen klinischer Prüfungen. Ich verantworte Studien in Deutschland mit Patient:innen, die an einer Form von Krebs erkrankt sind. Die Studien werden in unserer Zentrale in den USA aufgesetzt.

Wie war dein beruflicher Werdegang bisher?

Eigentlich wollte ich immer gerne Medizin studieren. Pathologiekurse und ein hoher Numerus clausus haben mich abgeschreckt. Nach dem Abitur bereiste ich Italien und Griechenland und nebenbei studierte ich eineinhalb Jahre Englisch und Italienisch. In Siena und Gianna-Nannini-Konzerte war ich verliebt – und Italienischkenntnisse waren hilfreich (lacht). Frühzeitig wollte ich eigenes Geld verdienen. Dazu habe ich mich auf eine verkürzte Ausbildung als Medizinisch-technische Assistentin (MTA) konzentriert und bin fünf Jahre in der Praxis geblieben, weil wir so ein nettes Team waren. Dann wollte ich weiterziehen und bewarb mich in der Firma Chibret, einem Tochterunternehmen von MSD. Das war mein Einstieg in die MSD Familie. Als Sekretärin in der KliFo begann ich, wechselte in die Trainingsabteilung, und studierte dreieinhalb Jahre berufsbegleitend BWL. Dann kam eine neue Substanz in die Entwicklung von MSD, und die KliFo suchte viele Mitarbeiter:innen. So wechselte ich wieder in die KliFo und ins Clinical Monitoring. Seitdem hatte ich unterschiedlichste Positionen im In- und Ausland. Die Geschwindigkeit bei der Entwicklung neuer Substanzen macht es extrem kurzweilig. Insbesondere schätze ich den Austausch zu Prüfärzten und Scientific Leadern. Sie diskutieren gerne intensiv mit uns, etwa wie sie ein Studiendesign finden. Hier lerne ich immer Neues dazu und bin darüber sehr dankbar.

Warum sollten Mädchen und Frauen sich für einen Beruf in der Wissenschaft entscheiden?

Wissenschaft ist wahnsinnig spannend: Es gibt immer wieder etwas Neues! In der Medizin stoßen wir zwar immer wieder an Grenzen. Aber es wird weiter geforscht, neue Erkenntnisse gewonnen und Mechanismen entwickelt, die die Grenzen überwinden. Und dann tauchen plötzlich neue Herausforderungen auf, wie etwa COVID-19.

Was gerne noch eher bei Mädels und Frauen liegt, sind Themen wie Familiengründung, Pflege, Auszeiten – und wie manage ich das in meinem Leben? Wenn man solide naturwissenschaftliche bzw.  medizinische Grundkenntnisse hat (z.B. eine Ausbildung als Hebamme, Krankenschwester, im Labor oder Apotheke) kann man damit schon eine gute Basis setzen. Und mit oder ohne Berufspausen immer wieder bei spannenden Jobs einsteigen oder umsteigen und drauf aufbauen. Der Bedarf in Medizin und Wissenschaft ist endlos, viele kreative Wege führen dahin, wenn man es angeht. Es gibt so viel Potenzial für Weiterentwicklung!

Interview mit Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Interview mit Lisa, Projektleiterin Klinische Studien

Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Corporate

Interview mit Regina, Brand & Customer Manager

23. Februar 2022

Blogeintrag teilen

article hero thumbnail
Elena Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Elena arbeitet am MSD Standort Burgwedel als Prozessingenieurin in der Produktion unseres Ebola-Impfstoffs. Sie findet: „Wissenschaft ist lebendig und vielseitig“.

Liebe Regina, was ist deine Aufgabe bei MSD?

Aktuell bin ich im Impfstoff-Marketing tätig – und hier im speziellen für unseren HPV-Impfstoff. Zu meinen Aufgaben gehören zum einem zusammen mit Kolleg:innen die Marketing Strategie für den HPV-Impfstoff zu erarbeiten und zu planen, Marketing-Trainings zu HPV für die Mitarbeiter:innen aus dem Außendienst zu geben und größeren Veranstaltungen sowie Kongressauftritte von HPV-Seiten zu planen. Zum anderen bin ich in der Laien-Kommunikation aktiv, insbesondere für die MSD-Initiative „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“ . Hier gehört es zu meinen Aufgaben verständliche Informationsmaterialien für Laien zu erstellen und mit unseren externen Kooperationspartner zusammenzuarbeiten.

Wie war dein beruflicher Werdegang bisher?

Ich habe in München an der LMU und TU Medizin studiert. Nachdem ich nach einem halben Jahr als Assistenzärztin in der Inneren Medizin festgestellt habe, dass das was ich mir immer vorgestellt habe, gar nicht so zu mir passt, habe ich für mich entschlossen einen anderen Weg zu gehen. Deshalb habe ich erstmal ohne eine neue Arbeitsstelle gekündigt. Mir war relativ schnell klar, dass ich mich gerne in der pharmazeutischen Industrie ausprobieren wollte, doch eine häufige Anforderung an Mediziner:innen war hierfür eine vorhandene Promotion. Daher habe ich die Zeit genutzt, um an der LMU zu promovieren und meine Entscheidung mit etwas Abstand noch einmal zu reflektieren. Es hat auch einiges an Zeit gekostet, einen Job in der Pharma zu bekommen. Ich war überglücklich bei MSD eine Stelle als Trainee bekommen zu haben, was mir es ermöglichte die unterschiedlichsten Abteilungen in einem pharmazeutischen Unternehmen kennenzulernen.

Warum sollten Mädchen und Frauen sich für einen Beruf in der Wissenschaft entscheiden?

Ich finde, jede:r sollte sich einen Beruf im Bereich seines bzw. ihres Neigungsfeldes suchen bzw. sich dafür entscheiden. Aber genau deswegen will ich alle Mädchen und Frauen dazu ermutigen, sich nicht von der „Wissenschaft“ oder „Naturwissenschaften“ einzuschüchtern oder verängstigen zu lassen: Glaubt an Euch und probiert es aus. Wissenschaft macht unglaublich Spaß, auch und gerade, wenn man zwischendurch eine Stelle hat, die nicht besonders wissenschaftlich ist, dann ist das eine schöne Abwechslung und man kann auch hier einen unglaublich großen Teil beitragen.

Interview mit Elena, Prozessingenieurin in der Impfstoffproduktion

Interview mit Lisa, Projektleiterin Klinische Studien

Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Corporate

„Mein zweites erstes Mal“ nach der Krebstherapie

23. Februar 2022

Blogeintrag teilen

article hero thumbnail

Eine Krebserkrankung bedeutet für Patient:innen eine Zeit des Ausnahmezustands im Leben. Was oft vergessen wird: Auch die Zeit nach der eigentlichen Therapie ist für Betroffene ein Wechselbad der Gefühle. Mit einer Kampagne möchte MSD Patient:innen in dieser Zeit unterstützen und ihr Umfeld für die schwierige Phase sensibilisieren.

Diagnose Krebs. Die Therapie ist für die Patient:innen eine Ausnahmesituation. Ist dem Krebs Einhalt geboten, können sie zurück ins Leben starten. Aber ist das so einfach? Viele Überlebende, die eine Krebserkrankung bzw. -therapie hinter sich haben, berichten, dass dieser Weg nicht leicht für sie ist. Laut der Umfrage von MSD leidet jede:r zweite der 251 befragten Patient:innen dauerhaft unter der Angst, dass der Krebs zurückkommt.

Außerdem müssen viele Lebensbereiche neu erfahren werden. Wie beim allerersten Mal: der erste Arbeitstag, der erste Urlaub, das erste Date. 38 Prozent der Teilnehmenden der Umfrage begreifen die Krebserkrankung dabei auch als eine zweite Chance. Dieses „zweite erste Mal“ hat auch Monika Klein erlebt. Sie arbeitet bei MSD und hat Darmkrebs überstanden: Monika schildert in einem der Kampagnenfilme, wie sie „zum zweiten ersten Mal“ wieder ihrer großen Leidenschaft nachging: dem Tanzen. „Ich habe die Tanzschule betreten, es war wie eine Zeitreise. Es war wie beim ersten Mal, mit Herzpochern. Ob ich das schaffe?“

Hilfsangebote für Betroffene

Der Bedarf an Informations-, Hilfe- und Therapieangeboten ist in der Zeit nach der Therapie groß. Nur 31 Prozent der Befragten fühlen sich über mögliche Hilfsangebote informiert. Jede:r Fünfte meint, dass die Unterstützung in dieser Phase schlechter ist als während der Behandlung. Auf der Landingpage zu „Mein zweites erstes Mal“ bietet MSD Informationen und Erfahrungsberichte rund um die Bereiche Beruf, Kinderwunsch, Elternrolle und Familie, Partnerschaft und Sexualität, Sport, Hobbys und Sozialleben sowie Reisen nach einer Krebsbehandlung. Ebenso informiert die Seite zu den Themen Nachsorge, Reha sowie Langzeit- bzw. Spätfolgen.

Weitere Informationen zur Kampagne „Mein zweites erstes Mal“ gibt es hier.

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Health Policy

WORLD NTD DAY 2022

30. Januar 2022

Blogeintrag teilen

article hero thumbnail

Credits: vfa / B. Brundert

Am 30. Januar war Welttag der vernachlässigten Tropenkrankheiten 2022 (World NTD Day, im Englischen „Neglected Tropical Diseases“). Als NTD werden so genannte „armutsassoziierte Krankheiten“ bezeichnet, die meist in tropischen Ländern auftreten und dort oftmals die ärmsten Teile der Bevölkerung betreffen. Dabei handelt es sich um Infektionskrankheiten, wie Dengue-Fieber, Bilharziose oder Flussblindheit, die etwa durch Bakterien, Viren, Pilze, Würmer oder Schlangenbisse verursacht werden. Ihre Bekämpfung wird vielfach durch schlechte medizinische Versorgung und Infrastruktur sowie durch fehlenden Zugang zu sauberem Trinkwasser oder mangelhafte Ernährung erschwert. Mehr als eine Milliarde Menschen leiden weltweit an diesen Erkrankungen, die Hälfte davon sind Kinder. 

Der World NTD Day ist eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und verfolgt das Ziel, Aufklärung über Vorsorge und Behandlungsmöglichkeiten in den betroffenen Ländern anzubieten und die globale Aufmerksamkeit für diese oftmals wenig beachteten Krankheiten zu erhöhen. Denn wenn NTDs eingedämmt werden können, kann auch Armut leichter bekämpft werden.

MSD engagiert sich seit Jahrzehnten in der Bekämpfung von NTDs. Ein Meilenstein ist das Mectizan Donation Program (MDP), eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen MSD, der WHO, der Taskforce for Global Health und der Weltbank. MSD hat versprochen, ein Medikament gegen Flussblindheit so lange kostenlos zur Verfügung zu stellen, bis die Erkrankung ausgerottet ist. Dabei hat MSD sein Engagement auf Lymphatische Filariose ausgeweitet, da beide Erkrankungen in bestimmten Ländern einhergehen. Einige Erfolge gibt es bereits: Für Kolumbien, Mexico, Guatemala und Ecuador wurde die Flussblindheit von der WHO bereits als eliminiert eingestuft, d. h. die Zahl der Fälle ist so niedrig, dass die Krankheit kein Problem der öffentlichen Gesundheitsversorgung mehr darstellt. Ende 2021 hat der Niger als erstes afrikanische Land bekanntgegeben, die Flussblindheit eliminiert zu haben. 2022 muss die WHO diesen Meilenstein noch bestätigen – das erforderliche Dossier dafür ist bereits eingereicht. Seit der Einführung des Mectizan Donation Program im Jahr 1987 hat das MDP jährlich mehr als 340 Millionen Menschen in 32 Ländern erreicht, mit mehr als 3,45 Milliarden Behandlungen. Damit ist es das am längsten laufende, krankheitsspezifische Arzneimittelspendenprogramm und gilt weithin als eine der erfolgreichsten öffentlich-privaten Kooperationen im Gesundheitswesen weltweit.

Hierzulande engagiert sich MSD im deutschen Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten – kurz DNTDs.  – einer Plattform mit verschiedenen Akteuren aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und der Wirtschaft, die sich gemeinsam dafür einsetzen, die Situation im Kampf gegen NTDs zu verbessern.

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Jens Machemehl
Manager Gesundheitspolitik

+49 17 27 443 011

jens.machemehl@msd.de

Corporate

MSD Zentrale bekommt Signet „Bayern barrierefrei“

27. Januar 2022

Blogeintrag teilen

article hero thumbnail

Vielfalt und Inklusion standen bei der Planung der neuen MSD Zentrale im Münchner Stadtteil Berg am Laim im Fokus. Staatsministerin Carolina Trautner machte sich am 27. Januar 2022 vor Ort ein Bild, wie insbesondere das Thema Barrierefreiheit umgesetzt wurde und überreichte das Signet „Bayern barrierefrei“.

Seit Anfang November 2021 ist die Zentrale von MSD in Deutschland im Münchner Stadtteil Berg am Laim zu finden. Im Kreativ-Areal „Die Macherei“ wurden auf 8.500 m2 neue Arbeitsflächen gestaltet, bei deren Planung Inklusion eine ganz wesentliche Rolle spielte. Die Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Carolina Trautner, besuchte die MSD Zentrale am 27. Januar 2022, um sich ein Bild zu machen und sich über Konzepte für Barrierefreiheit für Bayern auszutauschen. MSD hat sich außerdem für das Signet „Bayern barrierefrei“ beworben und anlässlich des Besuchs von Frau Trautner überreicht bekommen.

„Diverse Teams sind erfolgreicher, deshalb stellen wir bei MSD das Potential jedes Menschen in den Mittelpunkt und fördern Teams, die eine Vielfalt an Perspektiven mitbringen“, erklärt Chantal Friebertshäuser, Geschäftsführerin von MSD in Deutschland. „Unser Ziel ist es eine Arbeitsumgebung zu schaffen, in der sich alle Mitarbeiter:innen entfalten können.“ Das Gebäude wurde weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus barrierearm gestaltet. Das gilt nicht nur für die Architektur, sondern in jeglichen Belangen des Arbeitsalltags: Informationen sind im gesamten Gebäude auf Deutsch und Englisch angebracht, es gibt einen Eltern-Kind- und einen Gebetsraum sowie diskriminierungsfreie Toiletten für alle Geschlechter.

Wie MSD darüber hinaus Verantwortung übernimmt, erfahrt ihr hier.

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Corporate

#einfacherklärt: Was ist Pharmakovigilanz?

23. Februar 2022

Blogeintrag teilen

article hero thumbnail

Wenn von Impfstoffen und Arzneimitteln die Rede ist, wird oft über Pharmakovigilanz – zu Deutsch Arzneimittelsicherheit – gesprochen. Aber was genau ist das und wie funktioniert der Prozess dahinter? Wir haben Guy Demol, Experte für Arzneimittelsicherheit bei MSD, dazu befragt.

Lieber Guy, was genau ist Pharmakovigilanz?

Arzneimittel und Impfstoffe haben die Prävention und Behandlung von Krankheiten verändert. Insbesondere Impfstoffe haben dazu beigetragen, dass potenziell schwerwiegende oder sogar tödliche Infektionskrankheiten entweder fast ausgerottet (z. B. Poliomyelitis, auch bekannt als Kinderlähmung) oder stark reduziert (z. B. Masern) werden konnten. Doch neben ihrem Nutzen können Arzneimittel und Impfstoffe auch Nebenwirkungen – auch unerwünschte Wirkungen genannt – haben.

Pharmakovigilanz ist die Wissenschaft bzw. sind die Aktivitäten zur Erkennung, Bewertung, zum Verständnis und zur Vorbeugung von unerwünschten Wirkungen oder anderen Problemen im Zusammenhang mit Arzneimitteln.

Alle Impfstoffe – oder jedes andere Arzneimittel – werden in klinischen Studien streng auf ihre Sicherheit und Wirksamkeit geprüft, bevor sie von Gesundheitsbehörden wie der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zur Verwendung zugelassen werden. Obwohl Impfstoffe in der Regel an Tausenden von Personen untersucht werden, bevor eine solche Zulassung erfolgt, können einige Nebenwirkungen sehr selten sein und daher in klinischen Studien nicht entdeckt werden. Sie treten erst dann auf, wenn Millionen von Menschen geimpft werden. Über die Pharmakovigilanz wird die Sicherheit von Impfstoffen überwacht, während sie in der klinischen Routine verwendet werden, und sie ermöglicht es, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um jedes festgestellte Risiko zu minimieren.

Wie funktioniert der Prozess der Arzneimittelsicherheit?

Sowohl die Pharmaunternehmen als auch die Gesundheitsbehörden verfügen über umfassende Systeme zur Sicherheitsüberwachung und zum Risikomanagement. Diese Systeme stellen sicher, dass Gesundheitsdienstleister und Impflinge oder Patienten mögliche Nebenwirkungen entweder telefonisch oder auf anderem elektronischem Wege melden können. Zusätzlich zu solchen spontan gemeldeten möglichen Nebenwirkungen werden für viele (neue) Impfstoffe nach der Zulassung groß angelegte Studien durchgeführt. Dies ermöglicht eine weitere systematische Untersuchung der Sicherheit in einer großen Population unter realen Bedingungen.

Alle Berichte aus diesen verschiedenen Quellen werden in Datenbanken gesammelt, geprüft und einzeln und in ihrer Gesamtheit bewertet. Zeigen sich bei solchen Analysen ungewöhnliche Wirkungen, schauen die Experten noch genauer hin. Dies kann dazu führen, dass notwendige Maßnahmen eingeleitet werden, z. B. die Information von Ärzten und Patienten über Risikofaktoren für bestimmte Nebenwirkungen oder die Änderung der Art und Weise, wie und für wen das Medikament verschrieben oder der Impfstoff verabreicht wird.

Viele klare und zuverlässige Informationen zur Pharmakovigilanz gibt es auf der Website der EMA und von Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens wie der WHO.

Und wie sind die Pharmaunternehmen in die Pharmakovigilanz eingebunden?

Pharmazeutische Unternehmen verfügen über eine große Anzahl von Sicherheitsdaten zu ihren Produkten. Ursprünglich stammen diese Daten aus den klinischen Studien, die zur Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit des Arzneimittels durchgeführt werden. Diese Studien bilden in der Regel die Grundlage für die Gesundheitsbehörden, um das Produkt für den Einsatz in größerem Maßstab zuzulassen. Diese Daten werden auch nach der Zulassung des Arzneimittels kontinuierlich ergänzt. Die Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, ein umfassendes System zur Sicherheitsüberwachung und zum Risikomanagement einzurichten. Ein solches System wird von geschultem Fachpersonal in den Ländern und in der Zentrale betrieben. Dadurch wird sichergestellt, dass Gesundheitsdienstleister und Patienten oder Impflinge mögliche Nebenwirkungen in ihrer eigenen Sprache melden können. Diese Meldungen und die Meldungen aus groß angelegten Studien, die nach der Zulassung des Produkts durchgeführt werden, werden gesammelt, analysiert und den Gesundheitsbehörden rasch gemeldet. Auf der Grundlage dieser Analysen leiten die Unternehmen in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden die erforderlichen Maßnahmen zur Risikominimierung ein.

Wie wird sichergestellt, dass alle Nebenwirkungen gemeldet werden?

In der Packungsbeilage finden Sie Kontaktinformationen, um mögliche Nebenwirkungen zu melden. Auch auf den Websites der Pharmaunternehmen und Gesundheitsbehörden finden sich entsprechende Informationen. In mehreren Ländern werden benutzerfreundliche Apps eingesetzt, um die Meldung mit einem Smartphone zu erleichtern. Mit all diesen Mitteln wird die spontane Meldung möglicher Nebenwirkungen gefördert.

Wie haben Innovationen die Pharmakovigilanz verbessert?

Im Laufe der Jahre haben verschiedene Neuheiten die Arzneimittelsicherheit verbessert: einerseits technologische und methodische Innovationen und andererseits Verbesserungen der rechtlichen Anforderungen und der von Gesundheitsbehörden und öffentlichen Gesundheitsorganisationen herausgegebenen Leitlinien. Technologische Innovationen sind beispielsweise Apps für mobile Geräte, die eine schnelle und einfache Meldung von Nebenwirkungen ermöglichen. Im Laufe der Jahre haben sich auch neue methodische Aspekte der Datenanalyse (z. B. statistische Methoden) und innovative Studiendesigns zur Durchführung von Real-Life-Studien entwickelt.

Die Nutzung von Daten, die zu anderen Zwecken erfasst wurden (manchmal auch als “Big Data” bezeichnet, z. B. Register von Patienten mit einer bestimmten Krankheit oder Krankenversicherungsdaten), hat Mittel zur Untersuchung der Sicherheitsprofile von Arzneimitteln und Impfstoffen bereitgestellt. Und schließlich hat auch die Einführung einer soliden Rechtsgrundlage und detaillierter Leitlinien durch nationale und supranationale (EU-) Behörden dazu beigetragen, die Pharmakovigilanz voranzubringen.

Guy Demol

Guy Demol

Was wir als MSD in Deutschland außerdem für die Patientensicherheit tun, erfahrt ihr hier.

Ihr Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: