ECIL-Leitlinie empfiehlt CMV-Prophylaxe mit Letermovir mit höchstem Evidenzgrad für alle CMV-seropositiven erwachsenen Patienten

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04.07.2019 12:00 Europe/Berlin

CMV-Reaktivierung nach allogener Knochenmarkstransplantation

Das Cytomegalievirus (CMV) ist bei Patienten nach einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSZT) einer der wichtigsten Erreger von Infektionen. Eine ECIL-Arbeitsgruppe der „2017 European Conference on Infections in Leukaemia” hat in ihrer jüngst veröffentlichten Leitlinie1 Letermovir (PREVYMIS®) als einzige Substanz mit dem höchsten Evidenzgrad AI für die CMV-Prophylaxe bei allen CMV-seropositiven erwachsenen Patienten nach einer allogenen HSZT empfohlen. In der Leitlinie wird betont, dass eine Prophylaxe mit Letermovir das Risiko einer klinisch signifikanten CMV-Infektion reduzieren konnte. Da unter Letermovir aufgrund des Wirkmechanismus keine myelotoxischen Effekte zu erwarten sind, kann die Prophylaxe daher direkt nach der Stammzelltransplantation (vor dem Engraftment) begonnen werden. In der Zulassungsstudie2 zeigte sich kein Einfluss auf das Engraftment1.

Eine CMV-Infektion kann sowohl in der frühen als auch späten Phase nach der HSZT Multiorganerkrankungen verursachen1. Eine Arbeitsgruppe der ECIL (2017 European Conference on Infections in Leukaemia) hat die zur Verfügung stehende Literatur zu Diagnose, Prophylaxe und Management einer CMV-Infektion bei Patienten nach HSZT und mit hämatologischen Erkrankungen ausgewertet und ihre Empfehlungen Ende Mai in der Zeitschrift „The Lancet Infectious Diseases“ veröffentlicht.1

Bei der Risikostratifizierung ist der serologische CMV-Status bei Spendern und Empfängern ein zentraler Faktor: Werden bei Patienten aufgrund einer früheren CMV-Infektion Antikörper nachgewiesen, haben sie bei einer Stammzelltransplantation eine schlechtere Prognose. Die Seropositivität für CMV ist ein Risikofaktor für die HSZT-assoziierte Sterblichkeit.1

In der ECIL-Leitlinie wird betont, dass die Prophylaxe mit Letermovir das Risiko einer klinisch signifikanten CMV-Infektion reduzieren konnte. Die in der Zulassungsstudie gezeigte Wirksamkeit von Letermovir ist die Basis für die AIEmpfehlung für die CMV-Prophylaxe nach HSZT. Da unter Letermovir aufgrund des Wirkmechanismus keine myelotoxischen Effekte zu erwarten sind, kann die Prophylaxe direkt nach der Stammzelltransplantation begonnen werden. In der Zulassungsstudie2 zeigte sich kein Einfluss auf das Engraftment.

Der Empfehlungsgrad wird auf Basis der Einstufung der European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ESCMID) ausgesprochen: Letermovir ist hier die einzige Substanz mit einer AI-Einstufung.1

Quellen:

Im Jahr 2012 hat MSD die weltweiten Rechte an der Entwicklung und Vermarktung von Letermovir von AiCuris (www.aicuris.com) übernommen. AiCuris hatte den Wirkstoff zuvor bis zum Ende der Phase 2 entwickelt. Das Forscherteam von AiCuris wurde für die Erforschung von Letermovir 2018 mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet.

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