Die Bewerber um den MSD Gesundheitspreis 2021

Gesundheitsversorgung in ihrer vollen Bandbreite

Wir bedanken uns für 59 eingegangene Bewerbungen im Jahr 2021. Die Jury hatte auch in diesem Jahr keine leichte Entscheidung, aus allen Anwärtern auf den MSD Gesundheitspreis die Sieger zu wählen:
Das Preisgeld von insgesamt 115.000 Euro wird auf bis zu acht Preisträger verteilt – darunter vier Sonderpreise in den Kategorien Patientenautonomie, Prävention, Versorgungsnetze und digitale Versorgungsunterstützung und ein Publikumspreis.

Preisträger 2021

1. Platz: AMBORA – Versorgungsforschungsprojekt bei Krebspatient:innen


Apotheke des Universitätsklinikums Erlangen und Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie und Klinische Toxikologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

In der modernen Krebstherapie gewinnen orale Medikamente zunehmend an Bedeutung. Patienten können sie eigenständig zu Hause einnehmen, weshalb sie diese Form der Behandlung häufig bevorzugen. Der Erfolg einer Krebstherapie hängt allerdings stark von der korrekten Einnahme der Medikamente ab. Eine Arbeitsgruppe aus Pharmazeuten und Pharmakologen hat dafür eine engmaschige Therapiebegleitung von onkologischen Patienten entwickelt, um den Betroffenen mehr Sicherheit und eine bessere Behandlung zu bieten.

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2. Platz: ViDiKi – die virtuelle Diabetesambulanz für Kinder und Jugendliche

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Typ-1-Diabetes ist die häufigste autoimmunologisch bedingte Stoffwechselerkrankung bei Kindern. Die Therapie besteht aus einer lebenslangen Insulinsubstitution. Die Steuerung der komplexen Insulintherapie erfolgt bevorzugt über die kontinuierlichen Glukosemessung (CGM). Die Digitalisierung aller Therapiedaten und Speicherung in Software(clouds) ermöglicht dem Diabetesteam einen zeit-und ortsunabhängigen Zugriff auf die Therapiedaten des Kindes. Dies eröffnet alternative Beratungs- und Versorgungsformen, wie die Videosprechstunde. Die Studienidee basiert darauf, mittels Videosprechstunde den Familien häufigere Kontakte zum Diabetesteam zu eröffnen, ohne lange Fahrtwege in die Spezialambulanz. Die multizentrische, quasi-randomisierte Studie wurde vom Innovationsfonds gefördert (01NVF16023).

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3. Platz: MIKA: Mein interaktiver Krebs-Assistent

Fosanis GmbH

Die medizinische Krebs-Versorgung verbessert sich stetig, allerdings fühlen sich Patient:innen oftmals mit ihren Ängsten, Nöten und Sorgen alleingelassen. Die psychoonkologische Betreuung gerät häufig in den Hintergrund.
Hier setzt Mika an, die erste und bislang einzige digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) für alle Krebserkrankungen: Die Mika-App begleitet und unterstützt, informiert und motiviert Patient:innen durch ein umfassendes, mit Onkolog:innen und Psychoonkolog:innen entwickeltes Angebot. Einerseits durch geprüfte Inhalte, Übungen und Tipps, andererseits durch interaktives Symptom-Monitoring (Therapie-Tagebuch) und psychologisch-orientierte Coaching-Programme. Mittels modernster KI “lernt” die App konsequent dazu und kann so immer zielgerichtetere Empfehlungen geben. Mika stellt den Mensch bewusst ins Zentrum. Ziel ist es, Betroffene zu jeder Zeit an jedem Ort bestmöglich zu unterstützen.

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Publikumspreis & Sonderpreis Prävention: PROMPt – das Projekt für die seelische Gesundheit von Kindern mit Verhaltensproblemen

Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Technische Universität Dresden

Kinder mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung emotionaler und Verhaltensstörungen sollen in der Routineversorgung frühzeitig erkannt und unmittelbar an einem Präventionsprogramm teilnehmen können. Damit dies im Vergleich zur aktuellen Regelversorgung schneller, zügiger und passfähiger gelingt, wird ein Selektivvertrag an der Schnittstelle zum Kinderarzt (Weiterversorgung) im Bereich ambulanter und stationärer Versorgungsstrukturen eingesetzt, um erstmals innerhalb regulärer U7-U9 Gesundheitsuntersuchungen ein Screening zu emotionalen und Verhaltensauffälligkeiten einzuführen und im Bedarfsfall mit konkreten Empfehlungen und Maßnahmen zu verknüpfen. Damit können Präventionsangebote zur psychischen Gesundheit niederschwellig in die Regelversorgung implementiert werden.

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Sonderpreis für Versorgungsnetze: RubiN: Patientenlotsen unterstützen Risikopatienten im Alter

BARMER Krankenkasse

In RubiN wird der Effekt eines multiprofessionellen, sektorenübergreifenden und assessmentgestützen Care- und Case Managements (CCM) auf die Versorgung geriatrischer Patient:innen untersucht. Aufgrund fehlender sektoren- und professionenübergreifender Versorgung kommt es in der Regelversorgung zu Versorgungsbrüchen zwischen den Behandler:innen (Ärzt:innen, Pflege, Therapeut:innen, Soziale Dienste etc.) und beim Wechsel der Versorgungsebenen (v.a. ambulant, stationär, rehabilitativ). Das CCM soll Patient:innen, An- und Zugehörigen eine schnittstellenfreie Versorgung zwischen medical und social care ermöglichen, damit ältere Menschen so lange es geht selbstständig bleiben. Zudem sollen nach § 87b SGB V-zertifizierte Praxisnetze rechtlich als “reguläre” Leistungserbringer weiterentwickelt werden.

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Sonderpreis für mehr Patientenautonomie: Ambulante parenterale Antibiotikatherapie in der Kölner Metropolregion (K-APAT)

Uniklinik Köln, Klinik I für Innere Medizin, Klinische Infektiologie

Eine intravenöse Antibiotikatherapie bedeutet oft wochenlange Krankenhausaufenthalte für Patient:innen – auch wenn der Gesundheitszustand eine Entlassung zulassen würde. Bei der ambulanten parenteralen Antibiotikatherapie (APAT) führen die Patient:innen die Infusionen unter Anleitung und regelmäßiger Kontrolle selbständig zu Hause durch. Die Vorteile: die Lebensqualität im Alltag erhöht sich und die Gefahr, an einer nosokomialer Infektion zu erkranken, sinkt. In der Beobachtungsstudie K-APAT sollen die Durchführung und Praktikabilität einer APAT zunächst im Kölner Großraum systematisch überprüft werden.

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Sonderpreis für digitale Versorgungsunterstützung: aidminutes.rescue (Covid-19) unterstützt bei der medizinischen Kommunikation mit anderssprachigen Menschen.

aidminutes GmbH

Die medizinische Versorgung von Anderssprachigen und Menschen mit Hör- und Sehbeeinträchtigungen stellt Hilfesuchende und medizinisches Fachpersonal vor Herausforderungen. Um bei Notfalleinsätzen die Verständigung mit Patient:innen zu ermöglichen, stehen mit der aidminutes.rescue (COVID-19)-App medizinisch validierte Fragen und Anweisungen in 40 Sprachen inkl. DGS in multimedialen Ausgabeformaten zur Verfügung. Fragen können mit Mimik oder Gestik beantwortet werden. Beschwerden und die Begleitumstände lassen sich somit unmittelbar erfassen.
Ergänzend können impfende Ärzt:innen mit der App in der Sprache der Impfwilligen über den gewählten Impfstoff aufklären, eine Impfanamnese durchführen und Kontraindikationen ermitteln, damit auch bei fremdsprachigen Menschen das Risiko von Impfkomplikationen eingegrenzt werden kann.

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Nominierte 2021

OncoCoaches an der Seite der Krebspatient:innen


Arbeitskreis Klinische Studien AKS e. V.

OncoCoaching entstand aus der Beobachtung, dass Patient:innen bei onkologischen Diagnosegesprächen aufgrund der emotionalen Belastung wenig aufnahmefähig sind. Psychoonkologen haben dazu geraten, diese Gespräche zu verkürzen und von der Beratung zu Therapie und Nebenwirkungsmanagement zu entkoppeln.
Medizinische Fach- und Pflegekräfte mit einer Fortbildung zum OncoCoach übernehmen diese Beratungsleistungen. In einer PACOCT-Studie zum OncoCoaching konnten positive Effekte gezeigt werden. Deshalb wurde der Ansatz weiterentwickelt, um das Thema palliative Frühintegration erweitert und als neue Versorgungsform beim Innovationsfond eingereicht.

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Der Pingunauten Trainer: die VR-App für Kinder zur Vorbereitung auf das MRT


Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Essen,
Lehrstuhl für Medieninformatik | Entertainment Computing, Universität Duisburg-Essen

Ein interdisziplinäres Team der Universität Duisburg-Essen, der Universitätsmedizin Essen und Visual Effects Firma LAVAlabs hat den Pingunauten Trainer entwickelt, um die Untersuchung im Magnetresonanztomographen (MRT) für Kinder weniger belastend zu gestalten. Das Ziel ist, auf eine Sedierung oder Narkose verzichten zu können und das Wohlbefinden der Kinder während der Untersuchung zu sichern und zu verbessern. Der Pingunauten Trainer ist eine Virtual Reality (VR) App für Smartphones, die auf spielerische Art Kinder auf die Untersuchung im MRT vorbereitet. Schrittweise und mit kleinen Spielen erkunden die Kinder einen originalgetreuen Untersuchungsraum und trainieren ruhig stillzuliegen, während sie einen virtuellen MRT-Scan erleben.

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SoMa-WL: Das Telemedizin-Projekt für Patient:innen mit chronischen Wunden


MuM – Medizin und Mehr eG

SoMa WL – Souveränes, ärztlich gesteuertes, industrieunabhängiges und e-Health gestütztes Wundmanagement in Westfalen-Lippe – ist ein ärztlich gesteuertes, e-Health gestütztes Wundkonzept. Behandelnde Ärzt:innen übertragen die Besuche bei Patient:innen vor Ort an netzeigene Wundexpert:innen. Dank der elektronischen Visite können die Ärzt:innen oder auch andere Expert:innen jederzeit in Echtzeit hinzugezogen werden. Dies ermöglicht die gezielte Einbindung fachärztlicher Expertise in die Versorgung chronischer Wunden und führt zu einer Schonung ärztlicher Ressourcen für Wegezeiten. Die Ärzt:innen sind am gesamten Behandlungsprozess beteiligt und steuern diesen. Dadurch erfolgt die Behandlung leitliniengetreu, standardisiert und patientenorientiert.

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Bewerber 2021

“In jedem Alter gesünder” – Bestandserhebung und Umsetzungsvorgaben zur Förderung von Prävention und Gesundheitskompetenz zur Umsetzung der Gesamtstrategie “Campus GO – smarte Gesundheitsregion bayerischer Odenwald”


Die Odenwald-Allianz. Ein Zusammenschluss von (bisher) sieben Kommunen im südlichen Teil des Landkreises Miltenberg (Unterfranken / Bayern).

Das populationsbezogene Projekt “In jedem Alter gesünder” schafft die Basis für eine systematische Kommunikations-, Fortbildungs-, Beratungs- und Informationsstrategie, durch die “Prävention” zu einer Säule der regionalen Gesundheitsversorgung wird. Es widmet sich der Verhaltens- und Verhältnisprävention im öffentlichen Raum und durch die öffentliche Hand. Gemeinsam mit den etablierten Leistungserbringern (Haus- und Kinderärzt*innen, Beratungsstellen) wird damit die gesundheitliche Prävention zielgruppengenauer kommuniziert und eine kollegiale interprofessionelle Zusammenarbeit gefördert. Wissenslücken werden gemeinsam geschlossen und Synergien entwickelt.

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„Wenn es Opa nicht gut geht“ / Auch Kinder können Leben retten!


Krabbelreich – eine Initiative der vame Business Academy

Das Projekt „Wenn es Opa nicht gut geht“ hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder kindgerecht an Erste Hilfe Situationen heranzuführen. In Düsseldorfer Grundschulen lernen Viertklässler an einem Tag in drei Schulstunden die wichtigsten Elemente der Notfallrettung kennen: den Rettungsdienst über die Telefonnummer 112 zu informieren, das Heimlich-Manöver bei verschluckten Gegenständen anwenden, einen Defibrillator (AED) einzusetzen und Personen in die stabile Seitenlage zu bringen. Die teilnehmenden Kinder fungieren gleichzeitig in Schule und zu Hause als Multiplikatoren – ein wichtiger Nebeneffekt. Denn derzeit werden Erwachsene nur bei jedem zehnten Herz-Kreislauf-Stillstand, der sich außerhalb eines Krankenhauses ereignet zielgerichtet aktiv.

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50 Jahre Kinder- und Jugendtelefon im Kinderschutzbund Köln


Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband Köln e.V.

Ein „offenes Ohr“ für Kinder und Jugendliche, dem sie ihre Sorgen, Probleme und Nöte telefonisch anvertrauen können – das gab es in der Bundesrepublik Deutschland lange Jahre nicht. 1970 leistete der Deutsche Kinderschutzbund Ortsverband Köln e.V. schließlich Pionierarbeit und rief mit dem „Notruf für Kinder und Jugendliche“ das erste Sorgentelefon für diese Altersgruppe Deutschlands ins Leben.
Das Kinder- und Jugendtelefon Köln ist somit mutmaßlich das erste telefonische Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche dieser Art weltweit. Dies bestätigen aktuelle Recherchen des internationalen Dachverbandes der Kinder- und Jugendtelefone Child Helpline International (CHI) (Stand 31.03.2020).

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Beitrag zur Aufrechterhaltung der Versorgung Stotternder in Zeiten von Corona durch die Hybride Kasseler Stottertherapie (HKS)


Kasseler Stottertherapie (KST)

Die Kasseler Stottertherapie bietet Behandlungen für alle Altersgruppen an. Mittels der Online-Variante der KST konnten Stotternde ab 13 Jahren bereits seit 2015 zuhause therapiert werden, nachdem die Gleichwertigkeit von Online- und Präsenzbehandlung belegt wurde. Durch die Corona Pandemie ausgelöst erfolgte die Erlaubnis der Krankenkassen alle Altersgruppen ab 3 Jahren (mit Eltern als Cotherapeuten) online therapieren zu dürfen. Basierend auf der Erfahrung von mittlerweile 30.000 Stunden Onlinetherapie wurde für jede Altersgruppe eine hybride Standardvariante entwickelt. D. h. je nach Situation können Online- und Präsenzmodule kombiniert werden. Langzeitdaten dazu werden erhoben. Erfolgversprechende Kassenvertragsgespräche über diese neuen innovativen Hybrid-Konzepte laufen gerade.

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Das umfassende Informieren unserer Patienten mit Migrationshintergrund über die COVID-19 Pandemie und psychische Beeinträchtigungen über neu eingerichtete Print und Online Medien


“Neuro-Psychiatrisches Zentrum Riem” in Kooperation mit “Psychiatrisches Zentrum am Marienplatz” in München

Psychiatrische Probleme von Einwanderern nahmen aufgrund der Corona Pandemie erheblich zu (Sorgen, Ängste +65%). Viele türkische Migranten sprechen nicht ausreichend deutsch und konnten den raschen Entwicklungen, sich teils täglich ändernden Vorschriften nicht folgen. Aus Angst vor Ansteckung haben viele Patienten ihre Arztermine nicht wahrgenommen. In dieser Notlage fragten uns unsere Patienten regelmäßig nach muttersprachlichen Informationsquellen. Aus diesem Grund haben wir uns das Ziel gesetzt, diese Patienten online mittels soziale Medien wie Facebook, Instagram, YouTube zu erreichen und auf diesem Weg über die Pandemie und damit einhergehende psychiatrische Erkrankungen zu informieren. Des Weiteren veröffentlichten wir bisher zweimal eine türkischsprachige Zeitschrift.

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elpax – Das intelligente Versorgungsnetzwerk


Gesundes Kinzigtal GmbH

Für eine sichere, einfache und zeitsparende Zusammenarbeit innerhalb eines Versorgungsnetzwerks ist digitale Vernetzung, unabhängig von den eingesetzten Praxisverwaltungssoftwares (PVS), unumgänglich. Die Software elpax schließt die Lücken zwischen den Partnern im Versorgungsnetzwerk und bindet alle digital im Netz an. Durch die gemeinsame Softwarenutzung wird nicht nur die Verwaltung, die Kommunikation zwischen Versorgungsakteuren, die Patientensteuerung, und die Abrechnung von Leistungen erleichtert. Durch die intelligente digitale Vernetzung und Prozesssteuerung werden Patienten besser und nachhaltiger versorgt und dadurch auch das Gesundheitssystem insgesamt entlastet.

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Entwicklung eines digitalen Therapieansatzes basierend auf Virtual Reality zur Unterstützung in der poststationären, physiotherapeutischen Rehabilitation der Atemwege nach überstandener Covid19-Infektion: DigiVid19


Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medizinische Fakultät, Dorothea-Erxleben-Lernzentrum

Der Bedarf an Rehabilitationsmaßnahmen ist bei COVID19-Patienten*innen hoch. Darauf gilt es durch die zügige Umsetzung umfassender, individueller Rehabilitationsprogramme zu reagieren (Li et al. 2020). Besonders niedrigschwellig umsetzbare Maßnahmen (für das häusliche Umfeld) bieten sich an. Die Digitalisierung eröffnet in diesem Fall neue Möglichkeiten, Menschen schrittweise wieder am Alltag partizipieren zu lassen, auch wenn Teilhabe zusätzlich zu den momentanen sozialen Kontaktbeschränkungen noch durch Beeinträchtigungen in Folge einer Corona-Infektion erschwert ist. DigiVid19 dient dem Kernnutzen, in Folge der Corona-Infektion geschwächten Personen poststationär physiotherapeutische, ambulante Reha-Angebote mithilfe von Technologien der Virtual Reality verfügbar zu machen.

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Evaluation der Shunttherapie von Kindern mit Hydrozephalus durch Implementierung eines digitalen Hydrozephalus & Shunt Registers


Schwerpunkt Pädiatrische Neurochirurgie, Klinik für Neurochirurgie, Universitätsmedzin Göttingen

Der Hydrozephalus ist weltweit das am häufigsten operativ behandelte Krankheitsbild im Kindesalter. Trotz bedeutsamer Fortschritte in der neuro-endoskopischen Operationstechnik ist die Implantation eines Liquor-Shunt-Systems weiterhin das wichtigste primäre Operationsverfahren. Die Hydrozephalus -Therapie bei Kindern ist nicht nur aufgrund der vielfältigen und komplexen Hydrozephalus-Ätiologie, sondern besonders durch das Erfordernis der Anpassungsfähigkeit an durch Wachstum sich stetig ändernde physiologische und anatomische Bedingungen eine außerordentliche Herausforderung für ein erfolgreiches Behandlungskonzept. Nur eine strukturierte Registerapplikation verwaltet nachhaltig alle Patientendaten über die erforderliche lange Zeit von Geburt, Kindheit und Adoleszenz bis zur Transition.

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Faster on the Track: Berlin sucht und findet von Aids bedrohte Menschen


St. Joseph Krankenhaus Berlin Tempelhof

Die Beendigung der Aids-Pandemie liegt in greifbarer Nähe. Für die letzten Schritte, die es noch zu laufen gilt, bräuchten wir ein Paar neue Schuhe: In Berlin müssen noch knapp 3.500 Menschen mit HIV-Infektion diagnostiziert, therapiert und besser therapiert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, soll das durch Patient:innen initiierte Testen -die erfolgreiche Strategie der letzten Jahrzehnte- ergänzt werden: Provider-initiierte Testangebote könnten helfen. Sie könnten all die HIV-infizierten Menschen erreichen, die es nicht wagen, einen Test zu machen und all jene, die ihr persönliches Risiko nicht wahrnehmen. Deshalb schlagen wir vor, an Orten mit hoher HIV-Prävalenz ein universelles Testangebot in Einrichtungen der Notfallversorgung zu etablieren.

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Gemeinsam – Ganzheitlich – Gegen Krebs: Das Amberger Modell Integrative Onkologie. Innovation, Patientenorientierung und Ganzheitlichkeit innerhalb der Onkologischen Patientenversorgung.


Klinikum St. Marien Amberg
Onkologisches Zentrum – Integrative Onkologie

Mit dem Amberger Modell der Integrativen Onkologie verbinden wir am Klinikum St. Marien Amberg Spitzenmedizin mit evidenzbasierten Methoden der Body-Mind-Medizin und integrativen Behandlungsangeboten aus den Bereichen Bewegung, Ernährung, Entspannung, Psychoonkologie und Kunsttherapie. Die Integrative Onkologie wird begleitend zur leitliniengerechten Behandlung sektorübergreifend unter dem Dach des Onkologischen Zentrums angeboten. Damit verfolgen wir einen ganzheitlichen Behandlungsansatz. Studien haben es gezeigt und wir erleben es täglich in der Praxis, dass integrative Verfahren die Nebenwirkungen der konventionellen Therapie reduzieren und diese verträglicher machen. Sie tragen zum Therapieerfolg der konventionellen Therapien bei & haben die Verbesserung der Lebensqualität im Fokus.

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Gerigraph – geriatrische Assessmentergebnisse durch Visualisierung greifbar machen


HL-Beratung im Gesundheitswesen; Dr. med. Christof A. Heun-Letsch, Ludwigshafen

Die ständig wachsende Gruppe hochbetagter Patienten ist durch eine Heterogenität in allen Lebensbereichen gekennzeichnet. Das geriatrische Assessment hat die Aufgabe, Aspekte aus allen diesen Bereichen quantitativ zu bewerten um sie in medizinische und Versorgungsentscheidungen einbeziehen zu können. Deswegen müssen die Ergebnisse des Assessments an der intersektoralen Schnittstelle in einer verständlichen Form kommuniziert werden. Eine Möglichkeit, komplexe Informationen zu kommunizieren, ist deren graphische Aufarbeitung und Visualisierung.
Auf diese Weise werden ärztliche “Nachbehandler (“BMV Ärzte”), Therapeuten, Pflegende, Angehörige, Patienten selbst, Entscheidungsträger in Behörden und Institusionen befähigt, adäquate und individuelle Entscheidungen zu treffen.

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Gesunde Gespräche – Medizinstudierende beraten als (Tele-)Gesundheitslotsen im Werra-Meißner-Kreis


Gesunder Werra-Meißner-Kreis GmbH

Im Fokus des Projekts steht das telemedizinische Zusammenbringen von Medizinstudierenden und Patient:innen mit allgemeinen Gesundheitsfragen im ländlichen Raum. Die Studierenden fungieren als Gesundheitslots:innen. Sie bauen so ihre Beratungskompetenz aus und helfen den Patient:innen. Das Projekt orientiert sich hier an dem Prinzip der Salutogenese. Das Beratungsgespräch findet unabhängig von vorliegenden Erkrankungen im gesundheitlichen wie sozialen Kontext statt. Durch die Vereinbarung von individuellen Gesundheitszielen sollen die Gesprächspartner:innen zu einem besseren Gesundheitsverhalten empowert werden. Die Lots:innen werden durch die GWMK-Suchmaschine DIGILO bei ihrer Beratung unterstützt, denn hier finden sie alle regionalen Gesundheitsangebote aus dem Werra-Meißner-Kreis.

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Hocheffiziente Versorgungsoptimierung: Digital basiertes “Individuelles Pharmakotherapie-Management nach Wolf” – IPM


Pharmakotherapie-Management
Universitätsklinikum Halle

Die Zukunft mit einer zugestimmten elektronischen Patientenakte bietet große Chancen in der dringlichen Verbesserung der Polypharmazie und Patientensicherheit. Bisher konnten trotz vielseitiger Bemühungen um Arzneimitteltherapiesicherheit, auch international, nur wenige Erfolge verzeichnet werden. Die von Polypharmazie und deren Risiken extrem betroffenen Gruppen der älteren Patienten und Intensivpatienten erfordern ein besonders hohes Augenmerk. Dies gilt für vordergründige Aspekte wie Medikamenten-assoziierte Gebrechlichkeit, Schwindel, Sturz, Delir, Gedächtnisstörungen bis zur Demenz, Nierenfunktionsverschlechterung, Multiorganversagen und Infektionen.
Eine erfolgreiche Prävention zur Entlastung der Patienten und des weltweiten ökonomischen Gesundheitssystems ist hier lange überfällig.

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iATROS DIGITALES HERZZENTRUM: Intensivierte Versorgung durch daten-getriebene Telekardiologie für chronisch kranke Herzpatienten.


iATROS GmbH

Herz-Kreislauf-Erkrankungen betreffen mehr als 30 Millionen Deutsche und sind somit Deutschlands Todesursache Nr. 1. Das iATROS DIGITALE HERZZENTRUM behandelt Patienten nach ärztlichen Leitlinien und schließt mit holistischem Ansatz die Lücken im Gesundheitssystem: Kontinuierliche anstatt punktueller Behandlung! Wir arbeiten eng mit den Ärzten, Praxen und Kliniken zusammen und fügen uns so in das primäre Gesundheitssystem ein. Technisch besteht iATROS aus Patienten-App mit connected mobilen Sensoren, elektronischer Patientenakte und Arzt-Cockpit. Aktive, auf proprietären Algorithmen basierende Digitale Gesundheitsprogramme bringen Coaching und Video-Kardiologische Sprechstunden zum Patienten. Wir konnten zeigen, dass die Behandlung unserer Patienten hochwirksam verbessert wird.

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IGiB-StimMT – Strukturmigration im Mittelbereich Templin


IGiB-StimMT gGmbH (Konsortialführung)

Typischen Versorgungsproblemen ländlicher Regionen begegnet das Projekt mit der Migration bisheriger Versorgungsstrukturen. Bestehende Sektorengrenzen werden überwunden – in der Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufs- und Fachgruppen über Einrichtungen hinweg. Es gelten die Grundsätze “ambulant vor stationär” und “wohnortnah vor wohnortfern” für die Versorgung der Patienten in der Region. Wesentlichen Bestandteil bildet das Ambulant-Stationäre Zentrum (ASZ) mit einem bedarfsgerecht angepassten Mix aus ambulanten und stationären Versorgungsangeboten, der neu konzipierten Überwachungseinheit sowie dem Koordinierungs- und Beratungzentrum (KBZ). Die Rate ambulant-sensitiver Krankenhausfälle wird deutlich verringert. In der ersten Förderwelle des Innovationsfonds wurde das Projekt gestartet.

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Interventionsprojekt zerebrovaskuläre Erkrankungen und Demenzen im Landkreis Ebersberg (INVADE)


Institut für Versorgungsforschng
INVADE gGmbH, Baldham

Wichtigste Ursachen für Pflegebedürftigkeit im Alter sind Schlaganfälle und Demenzen. Ihr Auftreten wird in erheblichem Umfang durch eine Reihe von bekannten und überwiegend modifizierbaren kardiovaskulären Risikofaktoren determiniert. Von der erfolgreichen Reduktion dieser Risikofaktoren darf man sich eine Verminderung von Krankheitslast, Autonomieverlust und vorzeitigem Tod versprechen. Leitidee des Projektes INVADE war es, sich die enge Vertrautheit und die häufigen Kontakte des Hausarztes mit der älteren Bevölkerung für die niederschwellige Pävention nutzbar zu machen und durch die systematische, in regelmäßigen Abständen wiederholte Detektion von vaskulären Risiken und ihre evidenzbasierte Behandlung den verbreiteten Hirnerkrankungen und ihren Folgen vorzubeugen.

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IT’S A ZEBRA – NOT A HORSE: Aufbau eines Mediziner-Netzwerks und interaktive Arztsuche für Betroffene der Ehlers-Danlos-Erkrankung mithilfe von viralem Marketing und Online- & Augmented Reality-Medien


Bundesverband Ehlers-Danlos Selbsthilfe e.V.

Für eine Multisystemerkrankung mit sehr langem Diagnoseweg möchten wir Mediziner aufklären, sowie motivieren, sich mit der Erkankung zu beschäftigen und sich als Fachmann in unsere Arzt- und Spezialistensuche eintragen zu lassen, um die Anzahl der online auffindbaren Fachärzte zu erhöhen. Die Mediziner sollen sich durch das Projekt digital vernetzen können und dazu beitragen, die hoch vermutete Dunkelziffer von Betroffenen zu senken. Ziel ist eine schnellere Diagnosestellung und bessere medizinische Versorgung der Betroffenen und damit mehr Lebensqualiät. Zudem soll die Aufklärung der Betroffenen verbessert werden.

  • Medizinische Versorgung verbessern bzw. ermöglichen
  • Ärzte- und Patientenaufklärung
  • Digitale krankheitsbezogene Arztsuche
  • Diagnoseweg beschleunigen
  • Lebensqualität

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Kinderheldin – Die digitale Beratungs- und Kursplattform für Schwangere und junge Familien


Kinderheldin GmbH

Kinderheldin ist die führende telemedizinische Beratungs- und Kursplattform für Schwangere und junge Familien in Deutschland. Das Beratungs- und Kursangebot von Kinderheldin ermöglicht eine flexible, ortsunabhängige Rundum-Betreuung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Erfahrene Hebammen und medizinische Experten beraten und betreuen Schwangere und junge Familien 7 Tage die Woche über Chat, Telefon und Video-Telefonie.
Gemeinsam mit unseren starken Partnern verfolgen wir die Mission, möglichst viele Schwangere und junge Eltern auf digitalem Wege zu unterstützen und analoge Versorgungsstrukturen in unserem Gesundheitssystem zu entlasten.

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Konzept zur patientennahen Versorgung bei der SARS-CoV2 Pandemie im Rahmen einer hausärztlichen Stadtteilpraxis mit infektiologischem Schwerpunkt


Zentrum für Infektiologie Berlin Prenzlauer Berg (ZIBP)

Etablierung eines stadtteilnahen aber auch stadtteilübergreifenden, medizinischen Versorgungsangebotes im Rahmen der Pandemie für Patient*innen mit SARS CoV2-Infektionen, zum Ausschluss der Infektion, zur Diagnostik von SARS CoV2, zur Beratung in der häuslichen Quarantäne, zur ärztlichen Beratung, Betreuung und Behandlung im Krankheitsverlauf unter Einbindung der weiteren Beteiligten wie Labore, Gesundheitsämter und mitversorgten Pflegeheimen sowie sektorenübergreifend mit Krankenhäusern unter Berücksichtigung der politischen und KV-rechtlichen Vorgaben. Dies alles unter Fortführung einer großen allgemeinmedizinisch-internistischen infektiologisch ausgerichteten Praxis auch gerade unter dem Aspekt der Aufrechterhaltung der Versorgung und Infektionsprävention für die Bestandspatient*innen.

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Körperliches Atem- und Bewegungstraining für Patienten mit pulmonaler Hypertonie


Zentrum für pulmonale Hypertonie, Thoraxklinik Heidelberg gGmbH, Universitätsklinikum Heidelberg

Die von uns entwickelte Rehabilitationsmaßnahme mit niedrig dosierter, individualisierter Atem- und Bewegungstherapie stellt eine Ergänzung der medikamentösen Therapie bei Patienten mit Lungenhochdruck dar. In einer Vielzahl von randomisierten, kontrollierten Studien konnten wir zeigen, dass dieses sogenannte „Heidelberger-Trainingsprogramm“ bei Patienten mit präkapillärer pulmonaler Hypertonie (PH) die Sauerstoffaufnahme, körperliche Belastbarkeit, Herzfunktion und Lebensqualität signifikant verbesserte und mit einem guten Langzeitüberleben einherging. In diesem Projekt soll diese Therapie bei Patienten mit anderen und häufigen PH-Formen wie der PH bei Linksherz- und Lungenerkrankungen angewendet und evaluiert werden.

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Medikonsil-direkt


Dr. Lipp & Partner GbR, zollsoft GmbH

Im Gegensatz zu marktüblichen Videosprechstunden bewirkt Medikonsil-direkt mit seinen Patentansprüchen über die Feststellung von unspezifischen Befindlichkeitsstörungen hinaus tatsächlichen medizinischen Nutzen, der sich insbesondere durch die Auswahl der integrierten medizinischen Geräte, ihre Kombinierbarkeit und die diagnoserelevanten Qualitäten ihrer Daten ergibt. Erst die Einbindung dieser mobilen diagnostischen Geräte in den Live-Videostream ermöglicht unmittelbare Analysen innerhalb einer Videosprechstunde. Das Hinzunehmen eines Facharztes als dritte Partei in der Videosprechstunde erlaubt belastbare, differenzialdiagnostische Auswertungen durch die Konsil-Teilnehmer*innen, die durch deren interdisziplinäre Expertisen abgesichert sind.

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Migräneprophylaxe mit einer App auf Basis personalisierter Ernährung mit stabilem Blutzucker


Perfood GmbH

Die Leitidee, die zur Gründung des Unternehmens Perfood GmbH geführt hat, ist das Ziel, Menschen zu unterstützen durch eine digitale personalisierte Ernährung gesund zu werden und zu bleiben. Der zentrale Ansatz der Produkte ist die Einhaltung einer Ernährung, die den Blutzuckerspiegel stabil hält. Ein stabiler Blutzuckerspiegel hilft, verschiedene Krankheiten wie zum Beispiel Übergewicht, Diabetes mellitus Typ 2, Psoriasis und Migräne vorzubeugen oder zu therapieren. Dabei besteht die Herausforderung einer Ernährung mit stabilem Blutzucker darin, dass die gleichen Lebensmittel unterschiedliche Blutzuckerschwankungen bei verschiedenen Personen auslösen (vgl. Zeevi et al., 2015). Eine einheitliche Ernährungsempfehlung, die für jede Person gilt, ist deswegen nicht möglich.

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MuD – Medizin und Demenz (eine gemeinsame Initiative des Ärztenetzes MuM und der Stadt Bünde)


MuM – Medizin und Mehr eG

Die Kernidee des Projektes MuD ist die Verbesserung der regionalen Versorgung dementiell erkrankter Patienten und die Unterstützung der (pflegenden) Angehörigen. Der Schwerpunkt des Projekts ist ein multifokaler, da dieses Thema eines übergreifenden Konzepts bedarf: vernetzte Versorgung, effektive Kommunikation, effiziente medizinische Versorgung sowie soziale Integration werden verbunden. Digitale Möglichkeiten und bestehende Angebote werden mit der Entwicklung neuer Versorgungslösungen verknüpft. Die Orientierung am individuellen Bedarf der Betroffenen, abhängig von ihrer persönlichen Situation und Krankheitsphase, steht im Vordergrund.
Die Patienten entscheiden, welche Art der Hilfe und Unterstützung sie benötigen und in Anspruch nehmen möchten.

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muko.zert: Qualitätsentwicklung in der ambulanten Versorgung von Mukoviszidose-Patienten


Mukoviszidose Institut gGmbH

Das Projekt muko.zert unterstützt die Qualitätsentwicklung in Mukoviszidose (Cystische Fibrose, CF)-Ambulanzen, indem es spezifische Kriterien entwickelt hat, die sowohl die Zusammenarbeit des interdisziplinären CF-Teams als auch die strukturelle Verbesserung der Versorgung fördern. Ein besonderer Fokus liegt dabei im Ausbau der Versorgung von erwachsenen Patienten, da die CF-Behandlung als ehemalige Kinderkrankheit in der Pädiatrie angesiedelt ist. Die Zertifizierung wird durch ein CF-erfahrenes Team aus ärztlichen Gutachtern sowie Patientenvertretern ausgesprochen, das die Strukturen auch vor Ort prüft. Damit wird eine nachhaltige Patientenversorgung unter Beteiligung von betroffenen Patienten bzw. deren Angehörigen unterstützt.

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Mut zum Screening – nichtinvasive Früherkennung von klinisch signifikanten Krebserkrankungen mit Hilfe von hochseltenen Biomarkern und künstlicher Intelligenz


X-ZELL

Nicht erst die Coronapandemie hat deutlich gemacht, wie hoch der Innovationsdruck auf die Gesundheitssysteme der Welt ist – und wie alternativlos ein Strategiewechsel von Reaktivmedizin hin zu risiko-adaptierten Früherkennungsmethoden und breit angelegtem Screening. X-ZELL, ein Projekt des deutschen Krebsforschers Dr. Sebastian Bhakdi, leistet dazu einen wichtigen Beitrag: Anhand einer 10ml Blutprobe kann das Startup Krebserkrankungen schon in den frühesten Entwicklungsstadien erkennen und digital abbilden. Dazu kombiniert X-ZELL neue, hochpräzise Detektions- und Immunfärbemethoden mit künstlicher Intelligenz und erschließt damit neue, bislang unbekannte Dimensionen der Zytologie.
Ziel ist es, mit einem erschwinglichen, skalierbaren Screeningtest die Krebsdiagnostik zu demokratisieren.

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Netzwerk ActiveOncoKids – Bewegungsangebote für Kinder und Jugendliche mit Krebs ermöglichen und diese wissenschaftlich begleiten


Netzwerk ActiveOncoKids (NAOK) als Arbeitsgemeinschaft der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) am Universitätsklinikum Essen

Das Netzwerk ActiveOncoKids (NAOK) zielt darauf ab, das Wissen, die Expertise und die Erfahrung der klinischen Standorte und Arbeitsgruppen zum Thema “Bewegung und Sport in der Kinderonkologie” im deutschsprachigen Raum zu bündeln sowie NAOK-Standorte zu bilden, befähigen und zu vernetzen. Es vereint interdisziplinäre Behandler*innen sowie Bewegungsfachkräfte und verfolgt das Hauptziel, bundesweit allen betroffenen Kindern und Jugendlichen während und nach einer Krebserkrankung qualifizierte Sport- und Bewegungsangebote zu ermöglichen. So soll ein ganzheitlich bewegungsassoziierter Nutzen generiert und gleichzeitig inaktivitätsbedingte Spätfolgen vermieden werden. Das NAOK ist für Familien, Behandlungsteams, Bewegungsfachkräfte und Lehrer*innen ansprechbar (Imagefilm auf HP zu finden).

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Nui – der digitale Begleiter für Pflegende Angehörige


Nui Care GmbH

Der Großteil der Versorgung Pflegebedürftiger findet in einem ambulanten Setting statt – mit Unterstützung von Angehörigen. Mit Nui entwickeln wir einen digitalen Begleiter (Zugang über App und Web), der die Angehörigen auf dieser Pflege-Reise unterstützt. Nui hilft zunächst dabei, ein Netzwerk aus Unterstützern zusammenzutragen und sich in dem Netzwerk abzustimmen zur Organisation der Pflege zu Hause. Der Angehörige kann sich außerdem in einem Ratgeber über pflegerelevante Themen wie Demenz, Schlaganfall oder Bewegung informieren. Nui bietet außerdem einen intelligenten Chatbot an, dem der Angehörige Fragen stellen kann, der aber auch proaktiv auf Angebote oder Informationen hinweist. So kann der Angehörige z.B. über einen Fragenkatalog herausfinden, welche Pflegeleistungen ihm zustehen.

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PINK! Aktiv gegen Brustkrebs


PINK gegen Brustkrebs GmbH

Die Diagnose Brustkrebs ist ein äußerst einschneidendes, lebensbedrohliches Ereignis im Leben der erkrankten Frauen. PINK! bietet an Brustkrebs erkrankten Frauen und deren Angehörigen eine umfassende Plattform mit personalisierten Informationen in Form eines Therapieassistenten und über die Community die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Betroffenen. Zudem entwickelt PINK! eine Coaching App, die Betroffene während der Therapie aber auch in der Zeit der Nachsorge begleitet. Sie soll die Patientinnen dabei unterstützen durch mehr Bewegung, eine gesündere Ernährung und mentale Gesundheit den Krankheitsverlauf und ihren Gesundheitszustand zu verbessern.

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Qualitätsverbund Krebsberatung Nordrhein-Westfalen


Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V.

Krebs versursacht bei Patient*innen häufig psychosoziale Belastungen. Krebsberatungsstellen unterstützen Betroffene und Angehörige durch individuelle und bedarfsorientierte Beratung bei der veränderten Lebenssituation. Sie leisten Beistand in Krisensituationen, bieten Hilfestellung im Umgang mit Ämtern und helfen bei einer besseren Verarbeitung. Durch die Aktivierung von Bewältigungsstrategien und dem Aufzeigen von Perspektiven tragen sie zu einer bestmöglichen Lebensqualität bei und leisten so einen wertvollen Beitrag beim Behandlungsverlauf.
Durch ein flächendeckendes, bedarfsgerechtes und qualitätsgesichertes Angebot soll allen Ratsuchenden die Inanspruchnahme einer problembezogenen Hilfestellung ermöglicht werden.
Dafür setzt sich der Qualitätsverbund Krebsberatung NRW ein.

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Sanaso – Tele-Psychoonkologie


HappyMed GmbH

Die Diagnose Krebs ist ein erschütterndes Ereignis. Menschen mit einer Krebserkrankung stehen vor großen körperlichen und seelischen Herausforderungen. Die optimale Versorgung von Krebspatienten besteht daher aus medizinischen Maßnahmen und begleitender psychoonkologischer Versorgung. Diesem Ziel folgen u.a zertifizierte stationäre Behandlungszentren. Im ambulanten Bereich gibt es jedoch Versorgungslücken. Im nationalen Krebsplan des BGM (Ziel 9) ist wie folgt nachzulesen: Alle Krebspatienten erhalten bei Bedarf eine angemessene psychoonkologische Versorgung! Dieser Anspruch ist die Leitidee von Sanaso! Sanaso ermöglicht psychoonkologische Begleitung besonders niederschwellig mittels Videosprechstunde. Möglichst viele Patienten und Angehörigen sollen so vom neuem Angebot profitieren.

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schlaganfallbegleitung.de – eine digitale Anlaufstelle rund um den Schlaganfall von ÄrztInnen, TherapeutInnen und Betroffenen


vbms Schlaganfallbegleitung gGmbH

Über 54 % der Deutschen weisen eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz auf, etwa 80 % suchen nach vertrauenswürdigen und verlässlichen Gesundheitsinformationen im Internet. Die Leitidee ist, ein öffentliches Angebot für eine verständliche und verlässliche digitale Anlaufstelle zur Förderung der Gesundheitskompetenz zu schaffen, um (wiederholte) Schlaganfälle zu verhindern bzw. die Folgen besser zu bewältigen. Dafür stellen wir eine gut auffindbare Webseite bereit. Die Inhalte und Angebote stammen von FachärztInnen, TherapeutInnen und Betroffenen und richten sich ausdrücklich an Patienten und Angehörige. Die Webseite ist frei zugänglich und das Angebot kostenlos. Alle Inhalte werden nach dem neuesten Stand der Wissenschaft erstellt und sind unabhängig von Interessen Dritter.

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Sektorenübergreifender Einsatz von Betreuungskräften an der Schnittstelle von Krankenhaus und ambulanter Versorgung (SEBKam)


Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e. V. (iso) Saarbrücken

Wenn Menschen mit Demenz in ein Krankenhaus kommen, treten häufig gravierende Probleme auf. Das Fehlen der vertrauten Umgebung und von Bezugspersonen, der Stress durch die Untersuchungen und Behandlungen sowie Ängste und Schmerzen stellen für Demenzkranke einen Ausnahmezustand dar. Sie zeigen in der Folge ein so genanntes herausforderndes Verhalten. Das heißt, sie beschließen z.B. nach Hause zu gehen, sie rufen ständig oder sie lösen sich aus Langeweile die Verbände. Damit gefährden sie sich selbst und stellen den Behandlungserfolg in Frage. Im Modellprojekt SEBKam wurde erprobt, ob der sektorenübergreifende Einsatz von Betreuungskräften aus der ambulanten Versorgung den Krankenhausaufenthalt für diese Personengruppe erleichtern kann.

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solimed ePflegemanagement – ein Versorgungskonzept für pflegebedürftige Menschen, das durch elektronische Vernetzung den Austausch pflegerischer und medizinischer Informationen über die Sektoren hinweg vereinfacht


solimed – Unternehmen Gesundheit GmbH & Co. KG

Durch das Konzept bekommen alle an der Versorgung von Pflegebedürftigen beteiligten Fachkräfte erstmalig einen umfassenden digitalen Werkzeugkasten an die Hand, um medizinische und pflegerische Patienteninformationen sektorübergreifend sicher auszutauschen. Die Fachkräfte nutzen dabei ihr jeweiliges Primär-EDV-System, gemeinsam definierte Informationen werden automatisiert an den definierten Empfängerkreis versendet. Sind weitere Informationen notwendig, können diese per Mausklick an die Adressaten gesendet und in die jeweilige ePatienten- oder ePflegeakte übernommen werden. Medizinische und pflegerische Daten stehen so schneller, aktueller für eine gute Versorgung zur Verfügung, die übergreifende Zusammenarbeit von Pflegeeinrichtungen, Ärzten und Kliniken wird vereinfacht.

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Stereotaktische Laserthermoablationstechnologie SLTA als GKV-Leistung für Epilepsiepatienten “KAiG 3.0”

BIG direkt gesund

Drei ganz unterschiedliche Partner haben mit ihren jeweiligen Stärken dafür gesorgt, dass für die Behandlung einer bestimmten Form der Epilepsie der medizinische Goldstandard Einzug in die gesetzliche Krankenversicherung gehalten hat. Bei BIG direkt gesund spornten die überragend guten Behandlungserfolge in US-amerikanischen Kliniken den Bereichsleiter für Stationäre Versorgung, Achim Beißel, dazu an, die Operationsmethode mit der Stereotaktischen Laserthermoablation (SLTA) in Deutschland vertraglich für die GKV zu etablieren. Für diese Idee gewinnen konnte er Prof. Dr. Felix Rosenow, Leiter des Epilepsiezentrums der Universitätsklinik Frankfurt (EZF) sowie Jan-Philipp Spierling, Manager Reimbursement & Health Economics beim Medizintechnologieunternehmen Medtronic GmbH in Meerbusch.

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TeleDoc-Mobile


Docs in Clouds TeleCare GmbH

Der TeleDoc-Mobile wurde für den Einsatz in stationären Einrichtungen, z. B. Pflegeheimen, optimiert. Neben der Videotelefonie zwischen Patient und Arzt sowie zwischen Pflegekraft und Arzt können medizinische Maßnahmen in Echtzeit übertragen werden, um eine optimale Ferndiagnose und -behandlung zu gewährleisten. Zu diesem Zweck wurden mehrere medizinische Geräte integriert, darunter ein Patientenmonitor und ein digitales Stethoskop. Auch die Anbindung eines Ultraschallgeräts ist möglich.
Die Idee stammt von unseren Gründern, Ärzten mit langjähriger Erfahrung in der Notfallmedizin. Die konkrete Umsetzung erfolgte iterativ im Dialog mit Pflegekräften, der Pflegedienstleitung eines Seniorenheims, Hausärzten und Patienten durch unsere Softwareentwickler und Ingenieure.

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Telemedizin-Satellitgesteuerte Blutdruckmanagement


Hausarztpraxis Dr. Jan Anastassis Skuras, Niederwiesa

Durch spezielle Technik ist es der Firma I.E.M. aus Stolberg bei Aachen gelungen ein Blutdruckmessgerät zu entwickeln, welches über das Funknetz mit einem Kommunikationssatelliten und infolgedessen mit der Praxis verbunden ist. Dadurch werden die gemessenen Blutdruckwerte in der elektronischen Akte des Patienten gespeichert und bearbeitet. Unabhängig davon, wo sich der Patient befindet und seine Blutdruckmessungen durchgeführt werden, werden die Messwerte in seiner Akte gespeichert und für den Hausarzt sichtbar gemacht. Die Datenübertragung ist nicht ortsgebunden und kann beliebig innerhalb Deutschlands und auch im Ausland durchgeführt werden. Damit sind die Patienten weltweit mobil und werden über ihr Blutdruckverhalten per Mail oder SMS informiert.

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Thieme Coach App


Thieme TeleCare GmbH

Patienten haben häufig mehrere chronische Erkrankungen gleichzeitig. Sie digital zu unterstützen, bedeutete bislang, mindestens drei und mehr Gesundheits-Apps anbieten zu müssen. Diese dezentrale Versorgung kann Patienten schnell überfordern und zu einer verminderten Akzeptanz führen.
Mit der Gesundheitsplattform von Thieme TeleCare werden Patienten in ihrer individuellen Erkrankungssituation unterstützt. Die dazugehörige App Thieme Coach bildet die digitale Oberfläche, mit der Patienten ihre Gesundheit managen. Inhalte und Features werden individuell zusammengestellt. Dadurch erhält der Patient genau das, was er für seine persönliche Erkrankungssituation benötigt. Ein Coach, Angehöriger oder Arzt kann den Patienten über die Plattform digital und telefonisch begleiten.

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Tigerherz … wenn Eltern Krebs haben


Tumorzentrum Freiburg – CCCF

Wenn Mutter oder Vater an Krebs erkranken, bedeutet dies für die Gesamtfamilie in den meisten Fällen eine starke Belastung. Das System gerät ins Wanken, die bestehenden Rollen müssen neu verteilt werden.
Gerade für Kinder bedeutet die Erkrankung eines Elternteils oft eine existentielle Bedrohung. Sie reagieren häufig mit Ängsten, Leistungsabfall in der Schule und Rückzug. Die Kinder überfordern sich möglicherweise, indem sie versuchen, ihre Eltern zu entlasten. Aus der Überforderung können Aggressionen entstehen. Kinder sind in dieser Situation mit ihren Sorgen und Nöten oft allein. Auch wird immer wieder deutlich, wie unsicher das Umfeld auf eine schwere Erkrankung reagiert.
Manchmal sind die Eltern durch die Situation selbst so belastet, dass die
Unterstützung der Kinder schwierig wird.

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Tino DTB – Digitale Therapiebegleitung in der ambulanten Onkologie


DTB Gesellschaft für digitale Therapiebegleitung mbH, Jena

Der Tino DTB ist ein Digitaler Therapiebegleiter für Patienten, Ärzte und medizinisches Fachpersonal in der ambulanten Onkologie. Die neuen, oral applizierten Medikamente in der Krebstherapie zeigen vielversprechende Ergebnisse, fordern aber auch ein aktives Therapiemanagement durch Patienten. Durch die digitale Vernetzung der Patienten mit dem medizinischen Betreuungsteam entsteht ein niederschwelliger Austausch von notwendigen Informationen für den Versorgungsprozess, wie Medikationsplan, Einnahme der Medikation, Veränderung von Vitalwerten und evtl. auftretenden Nebenwirkungen. Denn nur durch einen engen Austausch aller Beteiligten kann ein bestmöglicher Therapieerfolg realisiert und kritische Ereignisse verhindert werden.

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Übungs-Highlights für Zuhause (ÜHfZ)


Deutsches Institut für angewandte Sportgerontologie e. V., Köln

Ausgangspunkt ist die demografische Entwicklung. Die Leitidee des Bewegungs- und Trainingsprogramms “fit für 100” ist Prävention bis ins höchste Alter. Es geht um Sinnerfahrung, einen Beitrag zu Gesundheit, Zufriedenheit, Erhalt der Alltagskompetenzen und der Mobilität.
Das Projekt “Übungs-Highlights für Zuhause” startete mit Beginn der Corona-Pandemie in 03/2020. Es handelt sich hierbei um ein modifiziertes “fit für 100”-Bewegungsprogramm, s. u. www.ff100.de, für Zuhause und im Park (indoor/ outdoor), das zur Sakopenie- und damit Sturzprävention sowie zum Erhalt der Selbständigkeit und Mobiltät für die Zielgruppe der Älteren und Hochbetagten beitragen soll. Ältere ab 60 Jahren, insbesondere Hochbetagte ab 80 Jahren, auch Menschen mit Demenz im häuslichen Setting sind Zielgruppe.

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Versorgungsoptimierung von Menschen mit Diabetes mellitus mit iscCGM unter Einsatz von Telemedizin


Berufsverband niedergelassener Diabetologen in Bayern (bndb)

Telemedizin stellt ein Behandlungskonzept für Menschen mit Diabetes mellitus dar, das bisher wenig genutzt wurde. Aktuell steigen jedoch Bedarf und Bedeutung und damit auch die Notwendigkeit, effektive und kosteneffiziente Ansätze zu etablieren.
Ziel des vorgelegten Projektes war es, zu untersuchen, inwiefern durch Versorgung von Patienten mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes mit einem System zum intermittierend messenden kontinuierlichen Glukosemonitoring (iscCGM) (FreeStyle Libre® 1. Generation, Abbott GmbH) einschließlich Nutzung des telemedizinischen Ansatzes deren Glukosekontrolle verbessert werden kann. Außerdem wurden die Umsetzbarkeit des Ansatzes im (Praxis)Alltag sowie entstandener Aufwand und Kosten bewertet.

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Videosprechstunde Hofer Land


Unternehmung Gesundheit Hochfranken GmbH & Co. KG (UGHO)

Um den Ansprüchen und den entstehenden Anforderungen des demografischen Wandels gerecht zu werden, haben sich mittlerweile 73 gleichgesinnte Haus- und Fachärzte zum Arztnetz UGHO GmbH & Co. KG zusammengeschlossen. Das Arztnetz entwickelt in Stadt und Landkreis Hof Projekte, um die medizinische Versorgung auf einem qualitativ hohen Niveau zu halten. Für medizinische Belange gibt es auf dem Markt unzählige Apps für die Kommunikation mit dem Arzt, aber die Bevölkerung ist dazu nicht aufgeklärt. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach medizinischen Leistungen und der Unwissenheit aber Offenheit der Bevölkerung gegenüber innovativen Versorgungsformen bietet die UGHO seit Oktober 2020 Schulungen zur Videosprechstunde an, um die Bevölkerung zur Anwendung der digitalen Sprechstunde aufzuklären.

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Virusfreie Muttermilch für Frühgeborene


Fa. Klaus Lauf / Fa. Virex Tübingen

Eine Idee aus der Wissenschaft wurde in ein marktfähiges Gerät umgesetzt, welches auf Intensivstationen oder in Milchküchen steht und Leben von Frühgeborenen rettet oder schwere Krankheitsverläufe verhindert. Das HCMV Virus, als Auslöser der Cytomegalie, gilt als die häufigste Ursache für Langzeitschäden beim Frühgeborenen.
Das neu entwickelte Gerät Virex IV, ein Kurzzeitpasteurisierungsverfahren, stellt das einzige weltweit am Markt verfügbare Produkt zur schonenden Inaktivierung von HCMV- Viren (Cytomegalieviren – Herpesviren) in der humanen Muttermilch dar. Es inaktiviert Viren, ohne die für die Entwicklung der Frühgeborenen notwendigen Nährstoffe und Wachstumsfaktoren zu vernichten, sie werden nicht denaturiert. Das Verfahren ist schonend, zuverlässig, und klinisch getestet.

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