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Sinkende Impfbereitschaft – Auswirkungen von Corona auf das allgemeine Impfgeschehen stoppen

Alle reden über Corona. Das Thema Impfen ist derzeit in aller Munde. Doch wie steht es um die allgemeine Impfbereitschaft der Deutschen? Ein Blick auf die COSMO-Befragungen des Robert Koch-Institut gibt Grund zur Sorge. Es ist Zeit gegenzusteuern.

Wie jedes Jahr findet Ende April die Europäische Impfwoche statt. Diese 2005 vom WHO-Büro für Europa gegründete und koordinierte Regionalinitiative hat sich das Ziel gesetzt, die Menschen stärker für die Bedeutung von Impfungen für die Prävention von Krankheiten zu sensibilisieren und gegenüber politischen wie gesellschaftlichen Stakeholdern auf eine nachhaltige Steigerung der Durchimpfungsraten in der gesamten EU hinzuwirken. Ähnlich wie im vergangenen Jahr ist das Thema Impfen stark von Corona und den Folgen der Pandemie geprägt. Mit Folgen.

Der Einfluss der Pandemie auf das allgemeine Impfgeschehen ist mittlerweile deutlich sichtbar. Auch in Deutschland. Bereits im vergangenen Jahr gaben Auswertungen des „Covid-19 Snapshot Monitoring“ (Cosmo) erste und klare Warnsignale. Die Zahlen der seit März 2020 durchgeführten deutschlandweiten Befragungen zeigten einen Rückgang von allgemeinen Schutzimpfungen in der Bevölkerung. Viele Impfungen wurden aufgrund der Corona-Pandemie aufgeschoben oder abgesagt. So wurden in den ersten sechs Wochen der Pandemie nur rund die Hälfte der geplanten Routineimpfungen durchgeführt. Auch die Bereitschaft sich mit einem Corona-Impfstoff impfen zu lassen sank über die letzten Monate von 79 Prozent (März 2020) auf einen Tiefstwert von rund 48 Prozent im Dezember 2020 ab. Seither erholen sich die Zahlen – auch aufgrund der anlaufenden Impfkampagne der Bundesregierung – wieder langsam. 

Alle und auch die Regierungen müssen deutlicher kommunizieren, dass Impfungen auch in schwierigen Zeiten genutzt werden müssen, um wirksam zu bleiben. Ein zusätzlicher Ausbruch impfpräventabler Krankheiten – wie etwa Masern - wäre für das bereits stark belastete Gesundheitssystem extrem problematisch. Der Erhalt des guten allgemeinen Gesundheitszustands in der Bevölkerung ist daher von hoher Dringlichkeit. Umfassender Impfschutz ist der entscheidende Baustein, um das Gesundheitssystem zu entlasten und um Mitmenschen vor einer weiteren schweren Erkrankung zu schützen. Wir müssen gemeinsam für mehr Schutzimpfungen werben und dabei die Risikowahrnehmung gegenüber impfpräventablen Krankheiten steigern. Und wir müssen Impfhindernisse abbauen sowie klarer und zielgruppenspezifischer Aufklärung betreiben. Wir brauchen den klaren Appell an das Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft.

Impfbereitschaft muss immer wieder aufs Neue geschaffen und kontinuierlich gefördert werden. Dies sieht man insbesondere im Bereich HPV, in dem Deutschland bei den Impfraten seit Jahren im internationalen Vergleich hinterherhinkt. Die Kommunikation zu HPV ist überschaubar und konzentriert sich auf wenige Schwerpunktevents im gesundheitspolitischen Kalender (bspw. HPV-Awareness-Day). Hier ist eine kontinuierliche und auf das Thema fokussierte Kommunikation zentraler Akteure wünschenswert. 

Auch wir von MSD leisten einen Beitrag. Über eigene Informationsmaßnahmen gehen wir seit Jahren gegen die Impfmüdigkeit in Deutschland vor, sensibilisieren Stakeholder laufend für das Thema und stellen unsere Expertise bei der Suche nach Lösungen zur Verfügung. 
Daran halten wir auch weiter fest. 

Voraussetzung für die Erhöhung von Impfraten und der Impfbereitschaft ist, dass alle Akteure an einem Strang ziehen und ihren Teil beitragen. Zielgerichtete Öffentlichkeitskampagnen und Aufklärung helfen dabei, den Wert von Impfungen nachhaltig in die Gesellschaft zu tragen. Initiativen wie die Europäische Impfwoche sind daher wichtig, um den Menschen laufend die Vorteile dieser kosteneffektiven gesundheitlichen Maßnahme näher zu bringen, positive Auswirkungen für die Gesellschaft aufzuzeigen sowie Bedenken über Sicherheit und Wirkung der einzelnen Vakzine auszuräumen. 

Auch auf nationaler Ebene muss hier mehr geschehen. Denn umfassender Impfschutz ist derzeit wichtiger denn je.

Frank Treu

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