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MRSA – Ansporn zu angemessener Krankenhaushygiene

Studien zeigen einen Anstieg des Antibiotikaeinsatzes auf Intensivstationen – gleichzeitig häufen sich Resistenzen

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) sind Keime, die Wundinfektionen und Entzündungen der Atemwege hervorrufen können. Zugleich sind sie gegen bestimmte Antibiotika resistent – und daher potentiell lebensgefährlich. MRSA finden sich vor allem in Krankenhäusern, wo der Keim von Mensch zu Mensch übertragen wird. Der vermehrte Einsatz von Antibiotika begünstigt dabei die zunehmende Ausbreitung von resistenten Stämmen.

Schon lange warnen Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO vor dem unkritischen Einsatz von Antibiotika. Zugleich ziehen Forscher eine Verbindung zwischen der stetigen Weiterentwicklung multiresistenter Keime und dem steigendem Antibiotika-Einsatz. Dennoch zeigte eine Erhebung dE-Health, das ist die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Digitale Technologien können Lösungen für die Herausforderungen anbieten, vor denen unser Gesundheitssystem steht. Durch digitale Lösungsangebote können hierfür neue Therapiekonzepte entwickelt und unter Umständen zugleich Kosten eingespart werden – mit unmittelbarem Wert für Patienten.es Studien-Projekts SARI (Surveillance der Antibiotika-Anwendung und bakteriellen Resistenzen auf Intensivstationen): Der Antibiotikaverbrauch auf deutschen Intensivstationen ist seit dem Jahr 2001 stark gestiegen. Im selben Zeitraum stellte die Erhebung eine deutliche Zunahme von resistenten Keimen fest. Zwar konnte der Anteil von MRSA bei rund 20 Prozent stabilisiert werden – andere resistente Keime wie beispielsweise E. coli häuften sich jedoch stark. Um eine Verstetigung dieser Entwicklung zu verhindern, raten Experten folglich zur Vermeidung des unkritischen Einsatzes von Antibiotika. Die strikte Einhaltung von Hygienemaßnahmen, die Isolierung infizierter Patienten und der Schutz aller mit ihnen in Kontakt stehenden Personen (wie Krankenhaus- und Pflegepersonal) sind ebenfalls von höchster Priorität.

Tatsächlich sind durchschnittlich 30 Prozent aller Menschen auf Haut oder Schleimhäuten von MRSA besiedelt. Dies zieht jedoch nicht zwangsläufig den Ausbruch einer akuten Infektion nach sich: MRSA-Träger mit gesundem Immunsystem erkranken eher selten. Bei geschwächtem Immunsystem, wie infolge einer Antibiotika-Behandlung oder bei chronischen Erkrankungen, können sich jedoch Infektionen, Geschwüre, oder sogar Sepsen und Lungenentzündungen entwickeln. Die Behandlung gestaltet sich aufgrund der Methicillin-Resistenz oft als schwierig: in den schlimmsten Fällen können Infektionen für den Patienten mangels Behandlungsmöglichkeiten lebensbedrohlich werden.

Die Übertragung von MRSA erfolgt meist über Haut-zu-Haut-Kontakt zwischen zwei Personen, wo-bei auch eine Übertragung durch Gewebe oder die Luft möglich ist. Sind Personen bereits mit MRSA infiziert, ist nur noch eine Eindämmung möglich, die aber nicht immer erfolgreich verläuft. Die Verhinderung einer Ausbreitung muss daher ein Kernanliegen in der Gesundheitsversorgung sein. Doch allein mit Prävention kann der Kampf gegen die Keime nicht gelingen. Forschende Arzneimittelhersteller wie MSD entwickeln aus diesem Grund resistenzbrechende Antibiotika, um die Gewährleistung einer sicheren Patientenversorgung auch in Zukunft sicherzustellen. Doch die Erstattung von Antibiotika ist gering und die Förderung ihrer Erforschung niedrig. Hier muss vom Gesetzgeber dringend nachgebessert werden, damit pharmazeutische Unternehmen auch weiterhin in diesem wichtigen Feld investieren können. 

Dr. Britta Woldt

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