Miteinander reden, miteinander handeln. Das MSD Forum GesundheitsPARTNER 2017.

Teilnehmer des 7. MSD Forum GesundheitsPARTNER

In einem Gesundheitssystem wie dem unseren treffen viele Interessengruppen aufeinander. Egal ob Krankenkassen, Berufsverbände, Ärzte, Apotheker, Kassenärztliche Vereinigungen oder Pharmaunternehmen – sie alle haben ihre Sichtweise auf das System und verfolgen legitime Ziele. Wer zusammen mit ihnen an der Gesundheitsversorgung der Zukunft arbeiten möchte, der muss seine künftigen Partner daher erst einmal kennen und verstehen lernen. Dazu haben wir das MSD Forum GesundheitsPARTNER ins Leben gerufen.

Das Forum bringt die an der Gesundheitsversorgung Beteiligten an einen Tisch, um voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu motivieren und gemeinsam für eine effiziente Gesundheitsversorgung einzutreten.

Das tun die Teilnehmer in verschiedenen Workshops, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der Versorgung beschäftigen. Mit welchen Themen sich die Workshopteilnehmer in diesem Jahr beschäftigen, können Sie der folgenden Übersicht entnehmen.

Workshop 1: Was kann getan werden, damit die Ergebnisse der Nutzenbewertung nach §35a SGB V im Praxisalltag besser genutzt werden können?

Kurzzusammenfassung:

Welchen Beitrag kann die Preisverhandlung zu einer bedarfsgerechten Versorgung leisten? Und wie müssen die Vorgaben für Praxissoftware gestaltet sein, um eine adäquate Patientenversorgung zu erleichtern? Diskutieren Sie mit!

Workshop-Leitung:Silke Baumann, Bundesministerium für Gesundheit

Referenten:

Ursula Faubel, Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.: „Bei der Diskussion über die Bereitstellung von Informationen über die Nutzenbewertung für den Arzt darf nicht vergessen werden, dass es im Sinne der partizipativen Entscheidungsfindung auch darum geht, alle Informationen über die Qualität neuer Medikamente auch für Patientinnen und Patienten zugänglich zu machen.“

Johann Fischaleck, KV Bayerns

Dr. Detlev Parow, DAK-Gesundheit: "Die Preisverhandlung stellt Innovation und therapeutischen (Zusatz-)Nutzen in Relation zu Bezahlbarkeit und therapeutischen Alternativen und ermöglicht so eine bedarfsgerechte Versorgung.
AMNOG-Resultate in der Praxissoftware: Ergebnisse eines komplexen Systems anwendergerecht übersetzen und die adäquate / nutzenorientierte Patientenversorgung erleichtern."

Dr. Jutta Wendel-Schrief, MSD: "Für eine gute Versorgung sollten die Hinweise zu relevanten Therapieoptionen aus den „Tragende Gründen“ in die Beschlüsse des G-BA integriert und alle Optionen des GBA für eine zweckmäßige Vergleichstherapie berücksichtigt werden. Das AIS muss Informationen adäquat abbilden, Leitlinien berücksichtigen und die Therapiehoheit des Arztes wahren.“

Ergebnisse

Vortrag von Prof. Dr. Dr. Christian Dierks

Vortrag von Ursula Faubel

Vortrag von Johann Fischaleck

Vortrag von Dr. Detlev Parow

Vortrag von Dr. Jutta Wendel-Schrief

Workshop 2: Digitale Transformation erfolgreich gestalten

Kurzzusammenfassung:

In diesem Workshop sprechen wir über die wichtigsten Erfolgsfaktoren für die digitale Transformation – in Ihrer Branche, in Ihrer Organisation. Und wir wollen die wichtigsten konkreten Maßnahmen kennenlernen, die die Digitalisierung voranbringen sollen.

Workshop-Leitung: Anna Seidinger, Anna Seidinger Consulting

Referenten:

Gergor Drogies, DAK-Gesundheit: „Die konkrete Herausforderung der digitalen Transformation ist die Gewinnung der Menschen im Unternehmen für den notwendigen Wandel. Der zentrale Erfolgsfaktor ist, dass ein Unternehmen die Form seiner Zusammenarbeit und seine Fehlerkultur kurzfristig verändert und sich kontinuierlich zu einem agil arbeitenden Unternehmen weiterentwickelt.“

Dr. Isabella Erb-Hermann, AOK Hessen: "Digitale Transformation ist mehr als der Einsatz von Technologien. Daher ist nicht die Technik der limitierende Faktor für eine erfolgreiche Umsetzung in Unternehmen, sondern die Mitarbeiter und ihre Fähigkeit zur Veränderung."

Christoph Habereder, MSD: "Die digitale Transformation (dT) kommt trotz institutioneller Widerstände. Die „Digital Natives“ werden sie auch in Deutschland einfordern. Wenn wir sie nicht schnell selbst gestalten, wird die dT durch attraktive Angebote globaler Konzerne ohne uns gestaltet."

Prof. Dr. Siegfried Jedamzik, Bayerische TelemedAllianz (BTA): "Die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung nutzt allen Menschen – unabhängig von Sprache, Herkunft oder sozialer Stellung."

Ergebnisse

Vortrag von Gregor Drogies

Vortrag von Dr. Isabella Erb-Herrmann

Vortrag von Christoph Habereder

Vortrag von Prof. Dr. Siegfried Jedamzik

Vortrag von Nino Mangiapane

Workshop 3: Reformbedarf für eine effiziente und zukunftsfähige Arzneimittelversorgung

Kurzzusammenfassung:

Diskutieren Sie, wie die regionale Arzneimittelsteuerung die Sicherung der Versorgungsqualität unterstützen kann – heute und in Zukunft – und wie sich die Ziele eines Arztinformationssystems (AIS) damit vereinbaren lassen.

Workshop-Leitung: Dr. Tim Husemann, MSD

Referenten:

Clemens Kuhne, MSD: "Unser Gesundheitssystem braucht mehr Innovationen. Der Zugang darf nicht von der PLZ des Patienten abhängen. Regionale AM-Steuerungen sind als Doppelregulierung zum AIS der Versorgungsqualität abträglich."

Dr. Ulf Maywald, AOK Plus: „Grundsätzliche Reformen sind nicht nötig. Das Arztinformationssystem, die Flexibilisierung von Erstattungsmodellen (z.B. für Gentherapien), einheitliche Erstattungswege (nicht Preise) von Arzneimitteln ambulant und stationär und eine Lösung für das Ausgabenproblem bei Kombinationstherapien sollten in der nächsten Legislatur auf der Agenda stehen.“

Andreas Pfaff, AOK Baden-Württemberg: „Selektivverträge stärken – Wettbewerb und regionale Kompetenz statt Zentralismus“

Dr. Michael Viapiano, KV Baden-Württemberg: "Die zukünftige Arzneimittelversorgung sollte durch eine indikationsgerechte, evidenzbasierte und wirtschaftliche, aber quotenunabhängige Wirkstoffauswahl eine patientenindividuelle Therapieentscheidung ermöglichen."

Ergebnisse

Vortrag von Andreas Heeke

Vortrag von Clemens Kuhne

Vortrag von Dr. Ulf Maywald

Vortrag von Andreas Pfaff

Vortrag von Dr. Michael Viapiano

Workshop 4: Schlüsselfaktor Konsortiumsbildung – Erfahrung von Kooperationen im Innovationsfonds

Kurzzusammenfassung:

In diesem Workshop wollen wir klären, wie man erfolgreiche Projektteams bildet und was eine erfolgreiche Kooperation im Rahmen des Innovationsfonds auszeichnet.

Workshop-Leitung: Prof. Dr. Volker Amelung, Bundesverband Managed Care e.V.

Referenten:

Dr. Hans-Joachim Helming, IGiB-STimMT: "Komplexe Innovationen erfordern Interdisziplinarität und Multiprofessionalität. Diese zusammenzuführen, gelingt am ehesten in einem Konsortium – trotz aller initialen Schwierigkeiten des Zusammenfindens."

Margit Hermann, AOK Bayern: „Ein wesentlicher Bestandteil für eine erfolgreiche Kooperation im Innovationsfonds ist, die Kompetenzen und Erfahrungen aus den unterschiedlichen Gesundheitsbereichen zu bündeln. Vertrauensvolle Zusammenarbeit lautet der Erfolgsfaktor!“

Dr. Ursula Marschall, BARMER: Aus meiner Sicht gibt es wenige, aber wichtige Erfolgsfaktoren: Timing ist alles Kommunikation hat noch nie geschadet ein strukturiertes Projektmanagement in fulltime dann klappt es auch mit dem Innovationsfonds"

Prof. Dr. Leonie Sundmacher, Ludwig-Maximilians-Universität München: "Der Innovationsfonds bringt Wissenschaftler, Vertreter der Selbstverwaltung / Verbände und Akteure des Gesundheitswesens an einen Tisch, um Forschungsfragen kooperativ zu bearbeiten. Das ist eine große Chance und gleichzeitig eine Herausforderung, die es sich lohnt anzunehmen, wenn man Forschung praxis- und realitätsnah gestalten möchte."

Silke Utz, KV Schleswig-Holstein: "Der Erfolg von DIMINI beruht auf dem Teamgeist von Vertretern aus 14 unterschiedlichsten Organisationen, die gemeinsam an einem Strang ziehen, um ihre Ideen innerhalb der Regelwerke des SGB V und des Innovationsfonds umzusetzen."

Ergebnisse

Vortrag von Dr. Hans-Joachim Helming

Vortrag von Margit Hermann

Vortrag von Dr. Ursula Marschall

Vortrag von Prof. Dr. Leonie Sundmacher

Vortrag von Silke Utz

Workshop 5: AMTS: Wie bekommen wir mehr Pilotprojekte in die Regelversorgung?

Kurzzusammenfassung:

Wie würden Sie dafür sorgen wollen, dass sich Arzneimitteltherapiesicherheit und adäquates Entlassmanagement für Krankenhäuser lohnt? Und wie würden Sie sicherstellen, dass eine regelmäßige inhaltliche Prüfung der Gesamtmedikation bei Patienten mit Polypharmazie erfolgt? Diskutieren Sie mit!

Workshop-Leitung: Prof. Dr. Daniel Grandt, AkdÄ und Dr. Dr. Kristian Löbner, MSD

Referenten:

Dr. Christian Graf, BARMER: "Vor einer möglichen Überführung in die Regelversorgung sollten Pilotprojekte zur AMTS als „Conditio sine qua non“ ihre Wirksamkeit und eine Kosten-Nutzen-Relation methodisch zweifelsfrei nachweisen."

Thomas Müller; KV Westfalen-Lippe: "Praxisnetze bereichern die ambulante Vertragslandschaft. Sie sind attraktiv für den ärztlichen Nachwuchs und gestalten sich als verlässlicher Vertragspartner für Krankenkassen unter dem Dach der KVen!"

Bernhard Seidenath (MdL), CSU: "Aussichtsreiche Versorgungsideen lassen sich derzeit über den Innovationsfonds des Bundes etablieren. Hinsichtlich AMTS liegt die Zukunft in einer geschützten, digitalen Krankenakte – dem persönlichen Gesundheitsdaten-Safe, den Bayern plant."

Ergebnisse

Vortrag von Dr. Christian Graf

Vortrag von Thomas Müller

Vortrag von Bernhard Seidenath

Vortrag von Prof. Dr. Andrew Ullmann

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