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Wie alles mit der Kuh begann – Die Geschichte des Impfens

Vor nur hundert Jahren waren die großen Infektionskrankheiten, wie Poliomyelitis (Kinderlähmung), Keuchhusten oder die schweren Fehlbildungen durch Röteln, jedem bekannt. Die Säuglingssterblichkeit in den USA lag zu dieser Zeit bei 20 %. Jeder fünfte Säugling erlebte folglich seinen ersten Geburtstag nicht. Heute sind diese Zeiten glücklicherweise vorbei. Ein Grund hierfür ist eine der wichtigsten medizinischen Errungenschaften: Die Impfung.

Von China nach England

Die frühesten belastbaren Hinweise auf Impfungen stammen aus dem 16. Jahrhundert. In China und Indien wurden Pocken erstmals vorbeugend behandelt. Gesunde Menschen wurden mit dem Wundsekret von Überlebenden der Pocken infiziert. Im optimalen Fall folgte ein milder Krankheitsverlauf, der dennoch eine Immunität hervorrief. Obwohl die damalige Technik teilweise mit gravierenden Nebenwirkungen einherging, schaffte sie es in den darauffolgenden Jahren bis nach Großbritannien. Ein Durchbruch im Bereich der Impfungen gelang dem britischen Arzt Edward Jenner im Jahr 1796. Bereits durch einen anderen britischen Arzt, John Fewster, war bekannt, dass Farmer und Melkerinnen, die sich mit den für Menschen harmlosen Kuhpocken infiziert hatten, immun gegenüber Pocken wurden. Jenner unternahm als erster Versuche mit dem Sekret aus Kuhpockenbläschen, um eine Immunisierung gegenüber den Pocken zu erzeugen. In einem Experiment, das heute keine Ethikkommission genehmigen würde, infizierte Jenner den acht Jahre alten James Phipps mit Kuhpockensekret. Sechs Wochen später infizierte Jenner den Jungen mit echten Pocken. Phipps erkrankte nicht. Jenner nahm dies als Beweis für die Wirksamkeit seiner Methode. Von seinem Freund Richard Dunning wurde das Verfahren Vakzination (Impfung) genannt, nach dem lateinischen Wort vacca – die Kuh. Bis heute ist das englische Wort für Impfung vaccination.

Das Ende der Pocken

Bereits zu Jenners Lebzeiten errang seine Methode viel Anerkennung. Das britische Parlament und verschiedene Universitäten verliehen ihm Fördergelder und Ehrentitel. Die Vakzination etablierte sich und wurde Anfang des 19. Jahrhunderts bei 100.000 Menschen in Europa angewandt. In den 1960er und 1970er Jahren führte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter der Leitung des Mediziners Donald Henderson eine großangelegte Kampagne durch, um die Pocken vollständig auszurotten. Die Bemühungen führten dazu, dass die letzte natürliche Pockenerkrankung 1977 in Somalia festgestellt wurde. Dieser Erfolg gilt als Meilenstein der Geschichte und unterstützt die Bestrebungen der WHO, auch andere Erkrankungen auszurotten.

Pasteur entwickelt Tollwutimpfung

Ein weiteres Beispiel für den Nutzen von Impfungen ist die durch den Chemiker Louis Pasteur entwickelte Impfung gegen Tollwut. Der neunjährige Joseph Meister wurde 1885 von einem tollwütigen Jagdhund gebissen. Eine Tollwutinfektion endete damals immer mit dem Tod. Pasteur experimentierte zu dieser Zeit mit einer Impfung gegen die Tollwut an Hunden. Dabei nutzte er eine Emulsion aus getrocknetem Rückenmark von tollwütigen Kaninchen als Impfstoff und impfte damit Joseph Meister als ersten Menschen gegen Tollwut. Er testete den Impfschutz, indem er Joseph Meister zu Ende der Behandlung mit krankheitserregenden Tollwutviren infizierte. Der Junge überlebte und belegte damit die Wirksamkeit der Tollwutimpfung.

Aktuelle Herausforderungen in der Impfung

Die Tollwutimpfung war der erste Schritt in eine Zeit, in der Vorbeugung gegen gefährliche Infektionskrankheiten Realität wurde. Bis zum heutigen Tag hat es enorme Fortschritte bei der Impfstoffherstellung gegeben. Möglich gemacht hat dies die moderne Biotechnologie und der immense Erkenntnisgewinn aus der Grundlagenforschung. Dennoch stehen wir vor gewaltigen Aufgaben bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten. So zeigte in einer Studie, die zwischen 2009 und 2014 durchgeführt wurde, ein vielversprechender Malaria-Impfstoff lediglich eine geringe Effizienz. Doch nicht nur bei der Entwicklung von effizienten Impfstoffen stehen wir vor Herausforderungen. Beim Blick auf die Impfbereitschaft in entwickelten Ländern zeigen sich zum Teil niedrige Impfquoten. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV). HPV sind weit verbreitet und können gutartige Feigwarzen, aber auch bestimmte Krebsvorstufen und -arten verursachen. Eine Infektion mit HPV gehört zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Die WHO schätzt, dass sich ca. 75 % aller sexuell aktiven Menschen einmal in ihrem Leben mit HPV anstecken. In Deutschland ist jedoch die Impfquote mit 31,3 % vergleichsweise gering (vollständig geimpfte, 15-jährige Mädchen, Stand 2015).

Impfen und die Öffentlichkeit

Die öffentlichen Reaktionen gegenüber Impfungen sind im 19. Jahrhundert stark gewesen. So wurden die Vakzinationen Jenners in Cartoons verarbeitet. Die Angst vor dem fremdartigen Impfstoff wurde damit verarbeitet, dass den dort abgebildeten Figuren Tiere aus verschiedenen Körperteilen wachsen. Tatsächlich waren Impfungen lange mit erheblichem Risiko verbunden. Durch massive Fortschritte sind Impfungen heutzutage sicherer als je zuvor. Damals wie heute werden Impfstoffe immer mit dem Ziel vor Augen entwickelt, Krankheiten zu verhindern, bevor sie entstehen. So können auch in Zukunft immer bessere Impfstoffe Leben retten.

Elisabeth Hartmann

Über MSD

MSD – in den USA und Kanada Merck & Co., Inc., mit Sitz in Kenilworth, NJ, USA – ist ein führendes globales Gesundheitsunternehmen, das seit mehr als 125 Jahren neue Lösungen für Gesundheitsprobleme weltweit erforscht und weiterentwickelt. Das Unternehmen ist mit rund 69.000 Mitarbeitern in mehr als 140 Ländern vertreten. Im Jahr 2017 hat MSD einen Umsatz von rund 40,1 Milliarden US-Dollar erzielt und ist gemessen am Umsatz der fünftgrößte Arzneimittelhersteller weltweit (Forbes Global 2000 List 2017). In Deutschland hat die Unternehmensgruppe ihren Hauptsitz in Haar bei München.

Im Kerngeschäft erforscht, entwickelt, produziert und vertreibt MSD verschreibungspflichtige Arzneimittel, Impfstoffe und Biologika sowie Präparate für die Tiergesundheit. Um auch weiterhin mit innovativen Gesundheitslösungen erfolgreich zu sein, investiert MSD jeden vierten US-Dollar in Forschung und Entwicklung (rund 10 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017). Im Fokus stehen hier sowohl Prävention als auch Behandlung von Krebs, kardiovaskulären Erkrankungen, Alzheimer und Infektionskrankheiten wie HIV und Ebola. Darüber hinaus bietet MSD mit vielfältigen Corporate Responsibility-Programmen Lösungen für Gesundheitsprobleme in aller Welt.

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