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Zahl der Masernfälle verdreifacht – Berliner Senat beschließt Aktionsplan

Haar, 26. März 2018 – Aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts zeigen einen Anstieg der Erkrankungszahlen für Masern im Jahr 2017 um fast 300 % im Vergleich zum Vorjahr.1 Mit fast 1.000 Masern-Fällen belegt Deutschland einen unrühmlichen vierten Platz im Ranking der europäischen Fallzahlen des vergangenen Jahres.2 Als Reaktion auf diese gehäuften Ausbrüche in den letzten Jahren hat der Berliner Senat den BErliner Masern-Röteln-EliminationsPlan (BEMREP) beschlossen. Zwei Schwerpunkte dieses Plans sind das frühzeitige, fristgemäße Impfen im frühen Kleinkindalter und die Nachholimpfung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.3

Gerade junge Erwachsene sind eine schwer erreichbare Bevölkerungsgruppe. Bezeichnend in diesem Zusammenhang ist, dass im Jahr 2016 lediglich 38 % der Jugendlichen in Berlin zur Jugendgesundheitsuntersuchung (J1) im Alter von 12 bis 14 Jahren vorstellig wurden.3 Die J1 bietet neben einer Überprüfung der Entwicklung und des allgemeinen Gesundheitszustands des Kindes auch die Möglichkeit, Impflücken aufzudecken. Denn gerade bei vielen in Berlin lebenden Kindern und jungen Erwachsenen liegt häufig kein vollständiger Impfschutz vor. Um Impflücken in dieser Altersgruppe zu schließen, sieht der im Berliner Senat beschlossene Masern-Röteln-Eliminationsplan unter anderem die Ausweitung eines bereits verbindlichen Einlade- und Rückmeldesystems vor, das bereits für die Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 eingeführt wurde. Ein weiterer Schwerpunkt des Plans ist die Steigerung der Zwei-Dosen-Impfquote gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) auf über 95 % zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung (ESU). Hierzu sollen die zuständigen Gesundheitsämter bei der ESU gleichzeitig eine Impfberatung und, falls gewünscht, eine Impfung anbieten. Kitas müssen zudem künftig bei der Aufnahme eines Kindes den Nachweis einer Impfberatung fordern und gegebenenfalls eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt schicken.3

Aufholbedarf bei der Impfquote – mehr als 10.000 Fälle in den letzten 10 Jahren

Der BEMREP ist der landespolitische Beitrag Berlins zur Umsetzung des „Nationalen Aktionsplans 2015 – 2020 zur Elimination der Masern und Röteln in Deutschland“. Beide Pläne berufen sich auf Ziele, die im Jahr 2014 von der World Health Organisation (WHO) für die Elimination von Masern und Röteln formuliert wurden. Von der für die Elimination erforderlichen Impfquote von 95 % für die zweite MMR-Impfdosis ist Deutschland allerdings weit entfernt.1,4 Für den Geburtsjahrgang 2014 betrug die entsprechende Masern-Impfquote für die zweite Dosis bei Kindern im Alter von 24 Monaten nur 73,9 %.1 Insgesamt kam es seit 2007 in Deutschland zu mehr als 10.000 übermittelten Masernfällen.5 Im Zusammenhang mit Masern-Infektionen kommt es auch immer wieder zu lokalen Ausbrüchen wie in Berlin von Oktober 2014 bis August 2015. Innerhalb dieses Zeitraums kam es zu rund 1.400 Fällen mit der hochansteckenden Infektionskrankheit. Ein nicht geimpftes Kleinkind verstarb an der Erkrankung.6 Seit 2014 zeigt sich in Deutschland eine Zunahme des Anteils der Masernfälle im Kindesalter, insbesondere im Alter von 0  bis 1 Jahren.7 Eine Ursache für die hohen Fallzahlen in den ersten beiden Lebensjahren: Viele Kinder werden in Deutschland später geimpft als medizinisch-epidemiologisch sinnvoll und von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfohlen.8

STIKO-Empfehlung: Abschluss der MMRV-Impfung bis zum zweiten Lebensjahr

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen mit zwei Impfdosen.9 Die erste Impfung sollte im Alter von 11 bis 14 Monaten und die zweite im Alter von 15 bis 23 Monaten erfolgen. Für die erste Impfung gegen Varizellen und Masern, Mumps, Röteln sollte die simultane Gabe von Varizellen-Impfstoff und MMR-Impfstoff an verschiedenen Körperstellen bevorzugt werden. Grund für diese Empfehlung ist das leicht erhöhte Risiko von Fieberkrämpfen 5 bis 12 Tage nach Gabe eines kombinierten MMRV-Impfstoffs im Vergleich zur simultanen Impfung mit Varizellen- und MMR-Impfstoff. Die zweite Impfung kann laut STIKO mit einem MMRV-Kombinationsimpfstoff erfolgen.9

Literatur

  1. Robert Koch-Institut. Aktuelles aus der KV-Impfsurveillance – Impfquoten ausgewählter Schutzimpfungen in Deutschland. Epid Bull 2018; 1:1–18.
  2. European Centre for Disease Prevention and Control. Monthly Measles and Rubella monitoring report - February 2018 [abgerufen am 18/02/16]. Verfügbar unter: ecdc.europa.eu/sites/portal/files/documents/Monthly%20Measles%20and%20Rubella%20monitoring%20report%20%20February%202018.pdf.
  3. Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Berliner Masern-Röteln-EliminationsPlan; 2017 [abgerufen am 25.01.2018]. Verfügbar unter: www.berlin.de/sen/gesundheit/_assets/service/publikationen/gesundheitsschutz-und-umwelt/infektionsschutz/20171113_bemrep-mit-anlage_cdp.pdf.
  4. World Health Organisation. Eliminating measles and rubella: Framework for the verification process in the WHO European Region [abgerufen am 29.01.2018]. Verfügbar unter: www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0009/247356/Eliminating-measles-and-rubella-Framework-for-the-verification-process-in-the-WHO-European-Region.pdf.
  5. Robert Koch-Institut. SurvStat@RKI 2.0 [abgerufen am 06.03.2018]. Verfügbar unter: survstat.rki.de/Content/Query/Create.aspx.
  6. Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Berlin will Masern und Röteln bis zum Jahr 2020 eliminieren - Senat beschließt Maßnahmeplan [abgerufen am 29.01.2018]. Verfügbar unter: www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2017/pressemitteilung.655181.php.
  7. Robert Koch-Institut. Epidemiologie der Masern in Deutschland 2017. Epid Bull 2017; 16:1435.
  8. Robert Koch-Institut. Impfquoten bei der Schuleingangsuntersuchung in Deutschland 2015. Epid Bull 2017; 16:137–48.
  9. Ständige Impfkommission. Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Epid Bull 2017; 34:333–80.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Elisabeth Hartmann, MSD SHARP & DOHME GMBH, Lindenplatz 1, 85540 Haar
Tel.: 089 45611510, E-Mail: elisabeth.hartmann@msd.de

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Im Kerngeschäft erforscht, entwickelt, produziert und vertreibt MSD verschreibungspflichtige Arzneimittel, Impfstoffe und Biologika sowie Präparate für die Tiergesundheit. Um auch weiterhin mit innovativen Gesundheitslösungen erfolgreich zu sein, investiert MSD jeden vierten US-Dollar in Forschung und Entwicklung (rund 10 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017). Im Fokus stehen hier sowohl Prävention als auch Behandlung von Krebs, kardiovaskulären Erkrankungen, Alzheimer und Infektionskrankheiten wie HIV und Ebola. Darüber hinaus bietet MSD mit vielfältigen Corporate Responsibility-Programmen Lösungen für Gesundheitsprobleme in aller Welt.

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