Sie erreichen uns 24 Stunden täglich unter der gebührenfreien Service-Nummer
Telefon Telefon-Symbol 0800 / 673 673 673
Schliessen Symbol das ein Kreuz zum Schliessen darstellt Schließen
Sprechblase Symbol das eine Sprechblase darstellt Vorlesen
Teilen Symbol zum Teilen von Inhalten Teilen Sprechblase Symbol das eine Sprechblase darstellt Vorlesen

Was eine Kanne voller Warzen mit dem Nobelpreis für Harald zur Hausen zu tun hat

Die Geschichte der HPV-Impfung ist ohne Zweifel auch die Geschichte von Harald zur Hausen: Vor 10 Jahren erhielt der Mediziner für seine Entdeckungen den Nobelpreis für Medizin.

Bereits im Jahr 1976 formulierte zur Hausen die Hypothese, dass Humane Papillomviren (HPV) eine Rolle bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs spielen. Zu dieser Zeit diskutierte man zwar schon, dass Viren die Ursache sein könnten, aber favorisiert wurde ein anderes Virus: das Herpes-simplex-Virus. Untersuchungen von Blutproben aus den 70er Jahren hatten diesen Verdacht nahegelegt. Zur Hausen allerdings konnte in seinen Gewebeproben keine Herpes-Viren finden und ging daher einer anderen Spur nach: humanen Papillomviren.

Zur Hausens Anhaltspunkte für HPV

Zu dieser Zeit war bekannt, dass Viruspartikel in Hautwarzen und Genitalwarzen zu finden sind. Zudem wurde diskutiert, ob beide Warzentypen möglicherweise durch das gleiche Virus – Papillomviren, jedoch von unterschiedlichen Typen – ausgelöst werden. Ein weiterer Anhaltspunkt für zur Hausens Hypothese: Die Verbreitung von Genitalwarzen und Gebärmutterhalskrebs in der Bevölkerung ist einander ähnlich. Und man wusste, dass Genitalwarzen in seltenen Fällen zu Tumoren werden können. Zur Hausen zog daraus die richtigen Schlüsse und verschrieb sich der Forschung an HPV.

Eine Kanne voller Warzen für die Forschung

Doch was fehlte, war der Nachweis des Virus. So machte sich ein damaliger Doktorand zur Hausens, Lutz Gissmann, regelmäßig mit einer Kanne flüssigem Stickstoff auf zu einem nahegelegenen Hautarzt. Die Mission: entfernte Warzen für die Forschung einsammeln. Im Jahr 1976 gelang dann der Nachweis unterschiedlicher HPV-Typen in Hautwarzen. Vier Jahre später konnte zum ersten Mal der HPV-Typ 6 in einer Genitalwarze nachgewiesen werden. Der große Durchbruch dann im Jahr 1983: Virale DNA des HPVTyps 16 konnte im Gewebe von Tumoren des Gebärmutterhalses nachgewiesen werden.

Von der Hypothese zur Gewissheit

Heute wissen wir, dass vor allem die zwei Hochrisiko-Typen 16 und 18 für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Auch die Aufklärung der Mechanismen, die der Krebsentstehung zugrunde liegen, geht unter anderem auf Forschungen zur Hausens zurück. Teile des Genoms der Viren bauen sich dabei spezifisch in das menschliche Erbgut ein. Vor allem die beiden E6 und E7 genannten HPV-Gene schienen eine wichtige Rolle zu spielen: Wurden diese beiden HPV-Gene in Zellen im Labor aktiviert, ließ sich kurz darauf ein krebsartiges Wachstum der Gebärmutterhalskrebszellen beobachten.

Der Lohn der Mühen: Ab 2006 Impfung möglich

Die ersten Impfstoffe zur Vorbeugung von bestimmten mit HPV in Verbindung stehenden Erkrankungen, die durch bestimmte HPV-Typen ausgelöst werden können, sind seit 2006 auf dem Markt. Zur Hausens Kampf gegen bestimmte Krebsarten, die durch HPV ausgelöst werden, ist damit aber noch nicht zu Ende: Die Impfquote für eine vollständige Impfung gegen HPV bei 15-jährigen Mädchen beträgt lediglich 31,3 %, bei 17-jährigen sind es 44,6 % (Stand 2015) – viel zu wenig für einen Herdeneffekt.

„Das wurde auch höchste Zeit“ - HPV-Impfempfehlung auch für Jungen

Auch als Reaktion auf die niedrige Impfquote hat die STIKO kürzlich die Impfempfehlung für HPV auf Jungen, analog zur Mädchenempfehlung erweitert. Für zur Hausen wird das höchste Zeit. Er fordert bereits seit Jahren, auch die Jungen gegen HPV zu impfen. Denn neben bestimmten Erkrankungen, die bei Jungen und Männern durch HPV ausgelöst werden können, seien sie auch der wichtigste Verbreiter der Infektion. Dementsprechend richtet zur Hausen auch einen Appell an die Eltern aller Jungen, die Chance zu ergreifen und ihren Sohn und somit auch seine zukünftigen Partnerinnen vor diesen vermeidbaren Krebserkrankungen zu schützen.

Über MSD

MSD – in den USA und Kanada Merck & Co., Inc., mit Sitz in Kenilworth, NJ, USA – ist ein führendes globales Gesundheitsunternehmen, das seit mehr als 125 Jahren neue Lösungen für Gesundheitsprobleme weltweit erforscht und weiterentwickelt. Das Unternehmen ist mit rund 69.000 Mitarbeitern in mehr als 140 Ländern vertreten. Im Jahr 2017 hat MSD einen Umsatz von rund 40,1 Milliarden US-Dollar erzielt und ist gemessen am Umsatz der fünftgrößte Arzneimittelhersteller weltweit (Forbes Global 2000 List 2017). In Deutschland hat die Unternehmensgruppe ihren Hauptsitz in Haar bei München.

Im Kerngeschäft erforscht, entwickelt, produziert und vertreibt MSD verschreibungspflichtige Arzneimittel, Impfstoffe und Biologika sowie Präparate für die Tiergesundheit. Um auch weiterhin mit innovativen Gesundheitslösungen erfolgreich zu sein, investiert MSD jeden vierten US-Dollar in Forschung und Entwicklung (rund 10 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017). Im Fokus stehen hier sowohl Prävention als auch Behandlung von Krebs, kardiovaskulären Erkrankungen, Alzheimer und Infektionskrankheiten wie HIV und Ebola. Darüber hinaus bietet MSD mit vielfältigen Corporate Responsibility-Programmen Lösungen für Gesundheitsprobleme in aller Welt.

MSD Presse
Schliessen Symbol das ein Kreuz zum Schliessen darstellt

Kontaktfomular (Contact Bar)

Kontaktfomular (Contact Bar)

Kontakt zu MSD

Wir freuen uns über Ihr Interesse an MSD SHARP & DOHME GMBH. Wir beantworten Ihnen gerne alle Fragen, die im Zusammenhang mit unserem Unternehmen, unseren Arzneimitteln und Medizinprodukten oder unseren Services stehen und nehmen Meldungen zu unerwünschten Ereignissen, Produktqualitätsreklamationen und eventuellen Produktfälschungen entgegen.

Sie erreichen das MSD Infocenter Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 18.00 Uhr und Freitag von 8.00 bis 17.00 Uhr über das untenstehende Kontaktformular oder unter der gebührenfreien Service-Nummer 0800 / 673 673 673.

Außerhalb der Geschäftszeiten des MSD Infocenters wird Ihr Anruf automatisch an die Almeda GmbH weitergeleitet, die Ihre Anfrage bzw. Meldung in unserem Auftrag bearbeitet.

Kontaktformular




Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden