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Konsequente HPV-Impfung

Australien zeigt: Eliminierung von Gebärmutterhalskrebs durch HPV-Impfung und Vorsorgeuntersuchungen möglich

Haar, 17. Dezember 2018 – Deutschland und Australien betreiben unterschiedlich umfassend und unterschiedlich erfolgreich Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge. Jetzt zeigen aktuelle Forschungsdaten: Bis zum Jahr 2035 könnte das Auftreten des Gebärmutterhalskrebses in Australien auf weniger als vier Erkrankungen pro 100.000 Frauen pro Jahr sinken. Für ähnliche Erfolgsaussichten in Deutschland wäre ein Ansatzpunkt ein besserer Impfschutz gegen bestimmte krebsauslösende Humane Papillomviren.

HPV-Impfung: Situation in Deutschland

Hierzulande wird bisher im Vergleich zu Australien wenig gegen Humane Papillomviren (HPV) geimpft: Obwohl die Ständige Impfkommission (STIKO) seit 2007 die HPV-Impfung als Standardimpfung für alle Mädchen empfiehlt, waren 2015 in Deutschland nur durchschnittlich 31,3 % der 15-jährigen Mädchen mit der vollständigen Impfserie geimpft.2 In Australien dagegen waren 2016 in diesem Alter fast 80 % der Mädchen und mehr als 70 % der 15-jährigen Jungen geimpft.1 Seit Juni 2018 empfiehlt die STIKO die Standardimpfung gegen HPV auch für die Jungen. Mit der Ausweitung der Impfempfehlung soll in Deutschland das Ziel näher rücken, die Häufigkeit bestimmter HPV-bedingter Tumore zu verringern.3

Australien macht es vor: gute Aussichten auf Eliminierung des Gebär-mutterhalskrebses durch Vorsorge und Impfungen

Forscher aus Australien schätzten nun mithilfe eines Computermodells ab, wie häufig Gebärmutterhalskrebs in Australien zwischen 2015 und 2100 wahrscheinlich auftreten wird.1 Sie kamen zu folgendem Ergebnis: Wenn die heutige Impfakzeptanz und die Vorsorgeuntersuchungen (Gebärmutterhalskrebs-Screening) erhalten blieben, könnte Australien spätestens im Jahr 2035 weltweit das erste Land mit weniger als vier Neuerkrankungen an Gebärmutterhalskrebs pro 100.000 Frauen pro Jahr sein. Im weiteren Verlauf der Modellrechnung sinkt die geschätzte Häufigkeit von neu auftretendem Gebärmutterhalskrebs weiter und ist am Schluss der Rechnung im Jahr 2100 um 91 % niedriger als im Jahr 2006 vor dem Start des landesweiten Impfprogramms.1

Was heißt das für die Krebsprävention in Deutschland?

Um auch in Deutschland ähnliche Fortschritte bei der Verhinderung bestimmter HPV-bedingter Tumore zu erreichen, wäre es anzuraten, die bisher niedrigen HPV-Impfraten zu erhöhen, indem mehr Mädchen und Jungen geimpft werden, und dann hohe Impfraten aufrechtzuerhalten.2

HPV und Gebärmutterhalskrebs

Fast jeder sexuell aktive Mensch infiziert sich im Laufe seines Lebens mit genitalen HPV-Typen. In den meisten Fällen verläuft die Infektion unbemerkt und verschwindet von selbst wieder. Bei manchen Infizierten kann es zu einer andauernden Infektion kommen, die zu Gewebeveränderungen bis hin zu bestimmten HPV-verbundenen Krebserkrankungen wie beispielsweise Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen führen kann. Auch beim Mann kann es zu Gewebeveränderungen am After und an den Geschlechtsteilen kommen. Daneben gibt es auch HPV-Typen, die als Auslöser von Genitalwarzen bei Frauen und Männern bekannt sind.4

Quellen:

Hall MT, et al. The projected timeframe until cervical cancer elimination in Australia: a modelling study. Lancet Public Health. 2018 Oct 1. pii: S2468-2667(18)30183-X. doi: 10.1016/S2468-2667(18)30183-X.

Robert Koch-Institut. Aktuelles aus der KV-Impfsurveillance – Impfquoten ausgewählter Schutzimpfungen in Deutschland. Epid Bull 2018; 1:1-18.

Robert Koch-Institut. Wissenschaftliche Begründung für die Empfehlung der HPV-Impfung für Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Epid Bull 2018; 26:233–54.

Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum. Humane Papillomviren und Krebs: Antworten auf häufige Fragen; 2018; Abrufbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/iblatt/iblatt-hpv-impfung.pdf , zuletzt abgerufen am. 24.10.18

Fachinformation GARDASIL® 9. Stand: Juli 2018.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Elisabeth Hartmann, MSD SHARP & DOHME GMBH, Lindenplatz 1, 85540 Haar Tel.: 089 4561-1510, Fax –1329, E-Mail: elisabeth.hartmann@msd.de Presseinformationen von MSD sind im Internet unter  www.msd-presse.de abrufbar. Mit dem Benutzernamen „msd“ und dem Passwort „aktuell“ haben Sie auch Zugang zu unseren Fachpresseinhalten.

Elisabeth Hartmann

Über MSD

MSD – in den USA und Kanada Merck & Co., Inc., mit Sitz in Kenilworth, NJ, USA – ist ein führendes globales Gesundheitsunternehmen, das seit mehr als 125 Jahren neue Lösungen für Gesundheitsprobleme weltweit erforscht und weiterentwickelt. Das Unternehmen ist mit rund 69.000 Mitarbeitern in mehr als 140 Ländern vertreten. Im Jahr 2017 hat MSD einen Umsatz von rund 40,1 Milliarden US-Dollar erzielt und ist gemessen am Umsatz der fünftgrößte Arzneimittelhersteller weltweit (Forbes Global 2000 List 2017). In Deutschland hat die Unternehmensgruppe ihren Hauptsitz in Haar bei München.

Im Kerngeschäft erforscht, entwickelt, produziert und vertreibt MSD verschreibungspflichtige Arzneimittel, Impfstoffe und Biologika sowie Präparate für die Tiergesundheit. Um auch weiterhin mit innovativen Gesundheitslösungen erfolgreich zu sein, investiert MSD jeden vierten US-Dollar in Forschung und Entwicklung (rund 10 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017). Im Fokus stehen hier sowohl Prävention als auch Behandlung von Krebs, kardiovaskulären Erkrankungen, Alzheimer und Infektionskrankheiten wie HIV und Ebola. Darüber hinaus bietet MSD mit vielfältigen Corporate Responsibility-Programmen Lösungen für Gesundheitsprobleme in aller Welt.

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