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Europa nach der Wahl – wie sieht die Zukunft der EU aus?

Kurz vor der Sommerpause brachte die Europawahl die Regierung in Berlin noch einmal so richtig zum Schwitzen. Bisher blieb ein ganz großes politisches Sommergewitter auf Bundesebene zwar aus, Spannung liegt aber weiterhin in der Luft. Wie in Deutschland verlor die Große Koalition auch in Europa kräftig an Zustimmung, im Europäischen Parlament konnten europäische Konservative und Sozialdemokraten keine gemeinsame Mehrheit erringen. Was bedeutet dies für die Europäische Union, wohin führt der Weg gerade auch angesichts der personellen und institutionellen Ungewissheiten?

Knapp 3 Wochen nach der Europawahl zogen die Gäste des 3. Political Afterglow ein erstes Fazit: Die Zukunft eines geeinten und friedlichen Europas liegt vor allem in den Händen der Jugend, die dieses Europa ganz selbstverständlich lebt und gegen revanchistische Kräfte in allen Mitgliedstaaten verteidigen muss. Angeregt durch spannende Impulse von Steffen Dobbert, Autor und Journalist u.a. für Die ZEIT, ZEIT ONLINE, die SZ, die FAZ und Spiegel Online, wurde kontrovers diskutiert, wie regionale Unterschiede innerhalb Europas mit einer weiteren Stärkung der Europäischen Union in Einklang gebracht werden können. 

Mehr Präsenz in Europa

Das Interesse der Europäer an den Wahlen zum Europäischen Parlament war in diesem Jahr so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr, die Wahlbeteiligung ist 2019 seit den ersten Direktwahlen zum Europäischen Parlament 1979 erstmals wieder gestiegen. In 21 Mitgliedstaaten der Europäischen Union gaben mehr Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme ab als 2014, in sieben Staaten stieg die Wahlbeteiligung sogar um mehr als 10 Prozentpunkte. Dies ist ein deutliches Zeichen für das große Interesse, das der Europapolitik in allen Mitgliedsstaaten entgegengebracht wird.

Die hohe Wahlbeteiligung ist auch Ausdruck einer sich zumindest in Teilen entwickelnden gemeinsamen europäischen Öffentlichkeit, die für jede starke demokratische Ordnung unabdingbar ist. Steffen Dobbert ging in diesem Zusammenhang durchaus selbstkritisch auch auf die Rolle der Medien bei der Bildung dieser Öffentlichkeit ein; auch in Zeiten einer sich digitalisierenden und geographisch immer stärker vernetzten Welt werden politische Diskurse selbst in Qualitätsmedien meist nur national abgebildet und geführt. Dobbert betonte die Verantwortung der Medien, politische Diskussionen eben auch aus einer europäischen Perspektive anzustoßen und zu begleiten. Natürlich stoßen solche paneuropäischen Bemühungen aber auch immer wieder an ihre Grenzen: die Diskussion zeigte deutlich, dass die Europäische Union viele Identitäten zu vereinen sucht, die sich sowohl sprachlich als auch kulturell weiterhin unterscheiden.

Europa vernetzen

Diese Grenzen, auch dies erkannten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, werden jedoch immer weicher. Für die jüngere Generation europäischer Bürger ist ein geeintes Europa eine Selbstverständlichkeit, sie leben die Vernetzung Europas, was gerade in den sozialen Medien besonders deutlich wird. Facebook, Instagram, Twitter und Co. kennen keine Grenzen und bauen Sprachbarrieren immer weiter ab - dafür gibt es schließlich die automatische Übersetzung per App. Der Prozess ist schleichend und dauert, aber Europa wächst zusammen.

Ein diskutiertes Beispiel war Volt, die erste paneuropäische Partei. Gegründet 2016 von drei jungen Europäern als Reaktion auf den Brexit, trat mit Volt bei der Wahl zum Europäischen Parlament zum ersten Mal eine grenzübergreifende Partei mit einem europäischen Wahlprogramm an. Die Polarisierung durch populistische und euroskeptische Politik provoziert also auch Gegenbewegungen, die sich dem Europapessimismus entgegenstellen – dies belegen wohl auch die positiven Wahlergebnisse von Grünen und Liberalen.

Einigkeit in Vielfalt

Auch MSD setzt klar auf ein starkes, geeintes und offenes Europa. Getreu dem europäischen Motto „In Vielfalt geeint“ ist aus MSD Sicht eines ganz sicher: Eine lebendige Diskussionskultur ist der Kern einer demokratischen, pluralistischen, offenen und friedlichen europäischen Gesellschaft.

Mit unserer Veranstaltungsreihe Political Afterglow wollen wir auch in Zukunft ein Forum für den politischen Austausch und eine lebendige Diskussionskultur bieten. Wir freuen uns auf viele weitere spannende Debatten!

Dr. Tilman Krüger

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Über MSD

Seit mehr als 125 Jahren forscht MSD an Arzneimitteln und Impfstoffen zur Bekämpfung der weltweit bedeutendsten Erkrankungen – mit der Mission, die Welt und das Leben von Menschen und Tieren zu verbessern. MSD ist in den USA und Kanada als Merck & Co., Inc. bekannt und hat seinen Hauptsitz in Kenilworth, NJ, USA.
Das Unternehmen setzt sich aus Überzeugung für die Gesundheit der Patienten und der Bevölkerung ein, indem es den Zugang zu Versorgungslösungen durch langfristige Strategien, Programme und Partnerschaften verbessert. Heute ist MSD führend in der Forschung zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten, die Menschen und Tiere bedrohen – darunter Krebs, Infektionskrankheiten wie HIV und Ebola sowie neue Tierkrankheiten – mit dem Anspruch, das weltweit führende forschende biopharmazeutische Unternehmen zu sein.
Für weitere Informationen besuchen Sie http://www.msd.de und folgen Sie uns auf Twitter, LinkedIn und YouTube.

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