Hero image

Hobbys und Freunde bringen Lebenslust nach Krebstherapie zurück

Kraft für Körper und Seele: Die Freizeit zu gestalten, vor allem gemeinsam mit anderen, kann verhindern, dass man in eine Spirale aus Lustlosigkeit und Trübsal gerät. Wer sich noch nicht fit genug fühlt für Sport und größere Treffen mit anderen, geht vielleicht erstmal nur mit der besten Freundin spazieren oder bucht einen Wellnesstag für sich und die Liebste. Wichtig ist, einen Ausgleich zur belastenden Zeit der Krebsbehandlung zu schaffen.

Erschaffen Sie etwas – ob im Garten oder durch Handarbeit: Ein Hobby, bei dem Sie auf kreative Weise Ihre Gefühle ausdrücken wie Gärtnern, Malen, Tanzen, Schauspiel oder Schreiben kann helfen, die Erkrankung und ihre Folgen zu verarbeiten.

„Nach der Therapie wollte ich etwas Sinnvolles machen. Früher ging’s mir oft einfach ums Abschalten nach der Arbeit – rauf auf die Couch, Fernseher an, so in etwa. Jetzt habe ich das Gärtnern für mich entdeckt und es macht mich stolz, unseren Balkon mehr und mehr in ein superlebendiges Blütenparadies zu verwandeln.“

Betroffene

Eine Frau mit Schürze und Gartenhandschuhen knieht im Gemüsebeet und freut sich über die vielen Pflanzen, die sie umgeben.

Sport bietet Ihnen gleich mehrere Vorteile

Unter anderem lindert Bewegung die Symptome der tumor-assoziierten Fatigue, unterstützt den Wiederaufbau der Muskeln, hilft, Stress abzubauen und verbessert den Allgemeinzustand. Auch das Krebs-Rückfallrisiko kann möglicherweise durch Sport verringert werden. Ihr Sportprogramm sollte optimalerweise mit einem Arzt oder dem Behandlungsteam abgestimmt werden. Mehr über die Wirkung von Sport nach einer Krebserkrankung oder -therapie lesen Sie hier.

„Bevor ich Krebs hatte, war Tennis meine Lieblingsbeschäftigung. Im Moment bin ich dafür noch zu wackelig auf den Beinen. Das frustriert mich oft. Aber mit jeder Übungseinheit spüre ich, wie die Kraft zurückkommt. Ich kann es nicht erwarten, wieder richtig auf dem Platz zu stehen.“

Betroffene

Niemand kennt Ihre Situation so gut wie andere Krebspatient:innen. In Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen können Sie sich austauschen und Erlebnisse besprechen, die Sie miteinander teilen. Eine Alternative zu Treffen vor Ort sind Online-Communities, in denen Sie bequem mit anderen Krebsüberlebenden zusammenkommen, auch, wenn Ihnen mal nicht danach ist, die Gemütlichkeit Ihres Sofas zu verlassen.

„Am ersten Jahrestag meiner letzten Chemo habe ich Freunde eingeladen, die während der ganzen Zeit für mich da waren, von der Diagnose an. Die Cocktails habe ich selbst gemixt, das war schon vorher Tradition, wenn wir zusammenkamen. Mein „zweiter erster“ Gimlet war das Beste, was ich je getrunken habe.“

Betroffene

Ein älterer Mann spielt Tennis. Er trägt dunkelblaue Shorts und ein blaues Hemd und schlägt gerade den Ball übers Netz.
Ein junger Mann sitzt in einer lockeren Gruppe junger Erwachsener und spricht. Die anderen hören ihm aufmerksam zu.
Drei Freundinnen stehen lachend in einer Altbauwohnung, Drinks in den Händen.

Den Kopf frei bekommen: Achtsamkeit und Entspannung

Um den Stress abzubauen, den Diagnose und Behandlungen ausgelöst haben, können Ihnen Wellnessbehandlungen helfen. Auch Yoga oder Meditation sind gute Freizeitbeschäftigungen, um auszuspannen und zu sich zu finden.

Besprechen Sie Wellnessbehandlungen zuvor mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin – in Schwimm- oder Thermalbädern können Sie sich nämlich leichter mit Keimen anstecken. Wenn z.B. Ihre Haut von der Strahlentherapie noch sehr angegriffen ist, muss der Saunabesuch noch etwas warten, bis sie sich regeneriert hat.

Hobbys gegen Krebs

Kennen Sie die Aktion „Hobbys gegen Krebs“ der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V.? Hier tun Hobbys nicht nur denjenigen etwas Gutes, die sie pflegen, sondern auch anderen Krebsbetroffenen. Mit jeder Freizeitbeschäftigung – ob Spendenlauf, Filmvorführung mit Freunden oder Picknick im Park – kann man Spenden sammeln und die Arbeit der Krebsgesellschaft NRW e.V. unterstützen.