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Eine verpasste Chance

BMG legt Referentenentwurf zum Arztinformationssystem vor

Das Arztinformationssystem (AIS) sollte nach dem Willen des Pharmadialogs der Bundesregierung ursprünglich Ärzte dazu motivieren, häufiger als bisher Medikamente mit Zusatznutzen gegenüber der Standardtherapie zu verschreiben: Nach dem vorliegenden Referentenentwurf besteht die Gefahr, dass ein weiteres Preis- und Verordnungssteuerungsinstrument herauskommt, bei dem der Patient am Ende auf der Strecke bleibt. 

Das also sind die Mindestanforderungen an das AIS: Angaben über den Wirkstoff, Darstellung des Zusatznutzens nach Patientengruppen, klinische Endpunkte, Jahrestherapiekosten, patientenrelevanter Nutzen des bewerteten Arzneimittels (Mortalität, Morbidität, Lebensqualität) sowie Nebenwirkungen und Gesamtzusatznutzen, um nur einige zu nennen.

Der Fokus liegt klar auf der in der Nutzenbewertung getroffenen Einschätzung, die zukünftig noch stärker als bisher im Zentrum der ärztlichen Entscheidung stehen soll. Gleichzeitig wird eine der zuverlässigsten Quellen marginalisiert, eine an den Bedürfnissen des Patienten und dem aktuellen medizinischen Standard ausgerichtete Behandlung zu garantieren: Die Hilfestellung durch die ärztlichen Leitlinien, die im AIS keine Anwendung finden.

Bei der derzeitigen Ausgestaltung des AIS trägt der Patient im besten Fall keinen Nutzen, im schlimmsten Fall jedoch einen Schaden davon - und das zum Preis einer zusätzlichen bürokratischen Belastung der damit bereits großzügig gesegneten Arztpraxen. Offensichtlich geht es nicht darum, eine bestmöglich informierte Entscheidung für den Patienten zu erreichen, sondern die Verordnung möglichst effektiv zu lenken und Kosten einzusparen.

Ein gut ausgestaltetes, nicht verordnungssteuerndes Informationssystem hätte das Potenzial, einen echten Mehrwert zu bieten. Es darf jedoch nicht zum Erfüllungsgehilfen der Preissteuerung werden, sondern muss zum Wohl des Patienten und an der Arbeitsrealität des Arztes ausgerichtet sein.

Derzeit ist der Entwurf vor allem eins: Eine verpasste Chance.

Dr. Christian Altschuh

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