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Das Thema Impfen hat derzeit Konjunktur – das muss auch nach der Krise so bleiben

Vom 20. bis 26. April findet die Europäische Impfwoche (EIW) statt. In dieser Woche weist die WHO seit 2005 unter dem Motto „Vorbeugen. Schützen. Impfen.“ auf die Wichtigkeit von Impfungen und ihren zentralen Beitrag zum Schutz von Menschenleben hin. Erklärtes Ziel ist es u.a. politische Stakeholder, Medien und Gesundheitsberufe als auch Eltern von der Bedeutung von Impfungen als kosteneffektive gesundheitliche Maßnahme zu überzeugen und auf die Steigerung der Durchimpfungsraten in der gesamten EU hinzuwirken.

Kaum ein Thema wird zurzeit so breit und vielschichtig diskutiert wie das Thema Impfen.
Und ist mit so vielen Hoffnungen verbunden.

Treiber dieser derzeit verstärkten Aufmerksamkeit ist insbesondere der Kampf gegen Covid-19. Unternehmen und Forschungsinstitute weltweit arbeiten derzeit auf Hochtouren an einem Impfstoff, um der Ausbreitung der Pandemie schnellstmöglich Herr werden zu können. Die Forschungsanstrengungen zeigen aber auch die Komplexität der Impfstoffentwicklung, trotz enormen medizinischen und technologischen Fortschritten in diesem Feld.

Neue Impfstoffprojekte durchlaufen über mehrere Jahre viele Etappen

Nach der tiefgehenden Analyse des Virus und dem Impfstoffdesign, folgen mehrere Erprobungsphasen an Tieren und Freiwilligen. Erst danach kommt der Wirkstoff in das eigentliche Prüfverfahren bei den zuständigen Zulassungsbehörden (Europäische Arzneimittelagentur) und – nach erfolgter Zulassung – zur Anwendung in der Versorgung. Für diesen Prozess hätte man vor einigen Jahren noch zwischen 15 und 20 Jahre Forschungs- und Entwicklungszeit veranschlagt. Der technologische Fortschritt sowie bestehende Vorerfahrungen erlauben jedoch eine enorme Beschleunigung der Verfahren. Ein zusätzlicher Katalysator – ähnlich wie bei der Entwicklung des Ebola-Impfstoffes – ist ein starker politischer Wille, schnell eine Lösung und damit Schutz für die Menschen herbeizuführen. Wie der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) mitteilte, befinden sich einige der aussichtsreichsten Projekte bereits in der Erprobung mit Freiwilligen (Phase 4). Es wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis ein wirksamer, sicherer und in ausreichenden Mengen vorhandener Impfstoff vorliegt.

Auch ein anderer Impfstoff ist derzeit gefragt

Die Aufmerksamkeit liegt aber nicht nur auf einem Wirkstoff gegen Covid-19. Auch die Nachfrage nach einem bereits seit langem verfügbaren Impfstoff ist gestiegen, der Pneumokokken-Impfung. Trotz der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) waren die Quoten für die Pneumokokken-Impfung bei Erwachsenen ab einem Alter von 60 Jahren lange Jahre auf sehr niedrigem Niveau. Aufgrund der Corona-Pandemie stieg die Nachfrage jedoch zuletzt stark an. Eines gleich vorweg: Eine Pneumokokken-Impfung schützt nicht gegen Covid-19. Sie kann jedoch gegen eine Infektion durch Pneumokokken schützen, die u.a. zu schweren Lungenentzündungen führen kann und oft eine intensivmedizinische Versorgung (ggf. mit Beatmung) der Patientinnen und Patienten erfordert. Zudem weist das Robert-Koch-Institut darauf hin, dass durch die Impfung die Gefahr einer bakteriellen Superinfektion durch Pneumokokken bei Patienten mit Covid-19 verringert werden kann. Aus diesem Grund empfiehlt die STIKO – auch unabhängig von der Corona-Pandemie – Personen, die ein erhöhtes Risiko für eine Pneumokokken-Erkrankung haben, eine entsprechende Impfung. Viele Bürgerinnen und Bürger sind diesem Rat bereits gefolgt. Das ist sehr erfreulich.

Da eine Pneumokokken-Impfung auch die Prävention gegen andere schwere Krankheiten unterstützt (Bsp.: Sepsis), sollte die Bundesregierung auch nach der Pandemie, gezielt auf die Steigerung der Impfquoten in diesem Bereich hinwirken. Höhere Impfraten können – neben dem positiven Effekt des Impfschutzes – zudem auf ein weiteres Ziel der Bundesregierung einzahlen: Den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren und dadurch die Entstehung von weiteren Resistenzen zu bremsen.

Das Thema Impfen ist derzeit sehr präsent.
Das muss es auch nach der überstandenen Pandemie sein. Sowohl gesellschaftlich als auch gesundheitspolitisch.

Es wird eine zentrale Aufgabe der deutschen Ratspräsidentschaft in diesem Jahr sein, die richtigen Schlüsse aus der Pandemie zu ziehen. Eine dieser Ableitungen muss sein, deutlicher auf Vorteile von (Impf-)Prävention hinzuweisen, die Impfstoffforschung kontinuierlich zu unterstützen und auszuweiten sowie den Impfschutz in Europa aktiv zu fördern. Auch die Europäische Impfwoche kann hierzu einen Beitrag leisten. Denn zielgerichtete Öffentlichkeitskampagnen können dabei helfen, den Wert von Impfungen nachhaltig in die Gesellschaft zu tragen.

Denn eines ist klar: Impfungen können Leben retten.
Auch nach der Krise.

Frank Treu

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