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Launch des AMR Action Fund: Eine neue Initiative gegen Antibiotikaresistenzen

Das weltweite Auftreten von Antibiotika-Resistenzen stellt nach Einschätzung der WHO eine zunehmende Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Eine Allianz von mehr als 20 weltweit agierenden Pharmaunternehmen bündelt nun ihre Kräfte im neu gegründeten AMR Action Fund. Der Action Fund soll in den kommenden Jahren gezielt Forschung und Entwicklung von innovativen Antibiotika fördern und sich für bessere regulatorische Rahmenbedingungen einsetzen. Auch MSD unterstützt den Fund.

Der AMR Action Fund, eine Initiative des internationalen Pharmaverbands (International Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations, IFPMA), hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 zwei bis vier innovative Antibiotika zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Hierzu stellen mehr als 20 Mitgliedsunternehmen rund 1 Milliarde US-Dollar zur Förderung von Forschung und Entwicklung (F&E) und zur Unterstützung von kleineren forschenden Biotechunternehmen zur Verfügung. Neben finanzieller Förderung erhalten diese Unternehmen technischen Support sowie Zugang zum umfassenden Know-How der großen pharmazeutischen Unternehmen. Um die Antibiotikaentwicklung zu stärken will sich die Allianz darüber hinaus, gemeinsam mit Nicht-Industrie-Partnern, gegenüber der Politik und anderen Stakeholdern für eine allgemeine Verbesserung der Rahmenbedingungen für F&E sowie Marktreformen einsetzen.

MSD engagiert sich seit mehr als 125 Jahren in der Erforschung und Weiterentwicklung von Lösungen für globale Gesundheitsprobleme. Als eines der wenigen großen Pharmaunternehmen sind wir noch in der Antibiotikaforschung und -entwicklung aktiv. Aus diesem Grund unterstützen wir den AMR Action Fund sowohl finanziell mit rund 100 Millionen US-Dollar über 10 Jahre als auch mit unserer jahrzehntelangen Expertise.

Globale Herausforderungen können nur gemeinsam gemeistert werden
Kein Unternehmen, keine Organisation oder nationale Regierung kann die globale Herausforderung der Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen alleine meistern. Dass es akteursübergreifender, gemeinsamer und weltweiter Anstrengungen bedarf, wurde am 9. Juli auch von ranghohen Teilnehmern der virtuellen Launch Events, die an diesem Tag in Washington und Berlin stattfanden, an vielen Stellen betont.

Kenneth C. Frazier, CEO von MSD, wies in Washington darauf hin, dass das Problem von Antibiotikaresistenzen nicht weiter ignoriert werden kann. Antibiotikaresistenzen seien eines der größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit und bedürften sofortiger Handlungen auf allen Ebenen, so Frazier. Mit dem Action Fund gehe die pharmazeutische Industrie den ersten notwendigen Schritt nach vorne. Der Fund sichere die bestehenden und vielversprechenden Ansätze in den unterschiedlichen Pipelines finanziell ab und ermöglicht so ihre Weiterentwicklung. Die Initiative sei aber lediglich ein Instrument auf Zeit. Um langfristig im Kampf gegen Resistenzen erfolgreich zu sein, bedürfe es tiefgreifender politischer Reformen hin zu einem nachhaltigen Marktmodell für Antibiotika.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sprach sich in Berlin für die Bündelung aller vorhandenen Kräfte aus, um dem Problem AMR bestmöglich zu begegnen. Er begrüßte die Gründung des AMR Funds deshalb ausdrücklich. Die aktuelle Corona-Krise zeige, dass Lösungen schneller gefunden werden, wenn private und staatliche Institutionen an einem Strang ziehen. Mit dem Action Fund sei nun eine neue Plattform geschaffen, um auch die Herausforderung von AMR kooperativ anzugehen. Spahn sagte zu, dass im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft auch das Thema AMR die Aufmerksamkeit erhalten werde, die es verdient. Wir hoffen, dass dieses Bekenntnis tatsächlich auch Eingang in die Arbeit der deutschen EU-Ratspräsidentschaft findet und Deutschland zusammen mit seinen europäischen Partnern auf eine Verbesserung der Rahmenbedingungen von Antibiotikaforschung und -entwicklung hinwirkt. Es wäre ein starkes und wichtiges Zeichen.

Antibiotika sind die wichtigsten Mittel im Kampf gegen bakterielle Infektionen

Die steigende Zahl an resistenten Keimen, sowohl in der Human- als auch der Veterinärmedizin, verdeutlicht, dass gemeinsame Anstrengungen dringend notwendig sind. Weltweit sterben jedes Jahr rund 700.000 Menschen an den Folgen fehlender antibiotischer Behandlungsmöglichkeiten. Zur Minimierung der Entstehung und Ausbreitung von resistenten Bakterien sowie um ausreichende Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten zu erhalten bedarf es weitreichender Maßnahmen. Dazu gehören u.a. die rasche und exakte Diagnose von Erregern, der zielgerichtete und kontrollierte Einsatz von Antibiotika sowie die Ausweitung und Einhaltung von Hygienemaßnahmen und Impfungen. Diese Maßnahmen können zwar zu einer Verlangsamung der Resistenzbildung führen, diese aber nicht vollständig verhindern.

Einzig neue Antibiotika können Problemkeime bekämpfen

Die Frage nach einer wirksamen Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen muss vor allem auch über passende Rahmenbedingungen und ausreichende Finanzierung für die Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika beantwortet werden. Sowohl auf nationaler wie internationaler Ebene muss hier jedoch noch viel geschehen.

Der AMR Action Fund bietet eine neue Plattform für Vernetzung, Kooperation und Lösungsfindung. Er eröffnet die Möglichkeit, gemeinsam an der Verbesserung bestehender Rahmenbedingungen im Bereich der Antibiotikaforschung und -entwicklung zu arbeiten.

Ein erster wichtiger Schritt zur Bewältigung der AMR-Herausforderung ist getan.

Wir stehen aber erst am Anfang. Es bleibt noch viel zu tun. Für alle Beteiligten des Gesundheitswesens.

Packen wir das Problem nun gemeinsam entschieden an!
Die Zeit drängt.

Wenn Sie mehr über den AMR Action erfahren möchten: Hier geht es zur offiziellen Website und hier zur deutschsprachigen Pressemitteilung der IFPMA.

https://ifpma.camcast.eu/pdf/PRESS_RELEASE_AMR_LAUNCH_9_July_German.pdf

Lena Verbeek

  • Manager*in Gesundheitspolitik | MSD hub berlin
  • Telefon: +49 30 70014 1679
  • E-Mail: lena.verbeek@msd.de
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