Versorgung neu denken. Der MSD Gesundheitspreis.

Mit dem MSD Gesundheitspreis würdigen wir herausragende innovative Versorgungslösungen und schaffen Anreize zur Nachahmung. Er wird seit 2012 jährlich von einer hochrangig besetzten, unabhängigen Jury verliehen und ist mit 110.000 € dotiert, die auf bis zu sechs Projekte verteilt werden, darunter bis zu drei Sonderpreise für E-Health/Digitalisierung, Arztnetze/Community Medicine und Stärkung der Patientenbeteiligung/Adärenz.
Auch 2016 stand die Verleihung des MSD Gesundheitspreises wieder unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Die Gewinner 2016

Aufgrund der Vielzahl an sehr interessanten Vorschlägen von sehr hoher Qualität war die Auswahl der Preisträger auch in diesem Jahr wieder eine große Herausforderung für die Jury. Letztlich vergaben sie einen ersten, zwei zweite und zwei dritte Plätze für folgende Versorgungsprojekte:

1. Rang: Schmerz im Griff (Deutsches Kinderschmerzzentrum)

Chronische Schmerzen sind ein häufiges und zunehmendes Gesundheitsproblem von Kindern. Leitidee des patientenorientierten Projektes ist eine Verbesserung der multiprofessionellen schmerztherapeutischen sektorenübergreifenden Versorgung. Die nachhaltige klinische Wirksamkeit und der ökonomische Nutzen sind durch externe Evaluation belegt.
www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de

2. Rang: QuaMaDi (Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein)

Die Prozesse zwischen den Fachrichtungen Gynäkologie, Radiologie, klinischen Referenzzentren, Projektgeschäftsstelle und Evaluationsinstitut sollen vollständig digitalisiert werden mit strukturierter Befunderhebungen aller Ebenen, digitalem Bildtransport, digitaler Prozessüberwachung sowie Bereitstellung primär plausibler Rohdaten zur Evaluation.
www.quamadi.de

2. Rang: Jena Paradies (Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Jena)

Das Ziel der Jena-Paradies-Studie ist, eine leicht zugängliche und effektive Behandlung für Patienten mit Angststörungen anzubieten. Hausärzte sollen eine verhaltenstherapeutisch orientierte Behandlung, verstetigt durch ein praxisbasiertes Case Management, sicher und kosteneffektiv durchführen. Die Patienten bilden gemeinsam mit dem Praxisteam ein starkes Bündnis gegen die Angst.
www.allgemeinmedizin.uni-jena.de/content/forschung/angststoerung/index_ger.html

3. Rang: Diabetisches Fußsyndrom (AOK Nordost – Die Gesundheitskasse)

Im Versorgungsprogramm der AOK Nordost werden Versicherte mit Diabetischem Fußsyndrom (DFS) durch besonders qualifizierte Diabetologen in als ambulante Fußbehandlungseinrichtung zertifizierten Praxen betreut. Durch die engmaschige, koordinierte Behandlung sollen Amputationen verhindert und die Qualität der Versorgung verbessert werden.
www.aok.de/nordost

3. Rang: Pro Youth (Forschungsstelle für Psychotherapie, Universitätsklinikum Heidelberg)

Die ProYouth-Initiative zielt auf die Verbesserung der psychischen Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab, indem sie eine Integration von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Prävention, Frühintervention und Behandlung von Essstörungen über eine internetbasierte Plattform (das ProYouth online-Portal) ermöglicht.
www.proyouth.eu

Sonderpreis: MZEB – Medizinisches Zentrum für erwachsene Menschen mit Behinderung (Evangelische Stiftung Alsterdorf)

Das Medizinische Zentrum für erwachsene Menschen mit Behinderung (MZEB) schließt eine Lücke in der Versorgung von Patienten, die aufgrund der Art, Schwere oder Komplexität ihrer Behinderung eine besondere Expertise brauchen. Ziel ist es, Krankheiten rechtzeitig zu erkennen, angemessen zu behandeln und damit ein selbstbestimmtes Leben zu fördern.
www.mzeb-hamburg.de

Hier finden Sie Videos von weiteren Projekten, die für den MSD Gesundheitspreis 2016 nominiert waren:

AmbA – Atemnot-Ambulanz München