Miteinander reden, miteinander handeln. Das MSD Forum GesundheitsPARTNER 2014.

Hier finden Sie die Vorträge der Workshops vom MSD Forum GesundheitsPARTNER aus dem Jahr 2014. Mit welchen Themen sich die Workshopteilnehmer beschäftigt haben, können Sie der folgenden Tabelle entnehmen. Neben der Detailbeschreibung zum Workshop finden Sie darin auch die Impulsvorträge der Referenten.

Workshop 1: AMNOG: Die Zukunft der Wirtschaftlichkeitsprüfung

Workshop-Leitung: Michael Hennrich, MdB

Keynote Speaker: Dr. Thomas Lang, Karl-Heinz Schönbach, Dr. Michael Viapiano

Im ersten Workshop ging es um das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) und um die Auswirkung auf die Verordnungspraxis der Ärzte. Das AMNOG verfolgt insbesondere folgende zentralen Ziele:

  • den Menschen müssen im Krankheitsfall die besten und wirksamsten Arzneimittel zur Verfügung stehen,
  • die Preise und Verordnungen von Arzneimitteln müssen wirtschaftlich und kosteneffizient sein,
  • es müssen verlässliche Rahmenbedingungen für Innovationen, die Versorgung der Versicherten und die Sicherung von Arbeitsplätzen geschaffen werden. 

Gerade die Wirtschaftlichkeitsprüfung wurde intensiv diskutiert. Die drei Referenten stellten unterschiedliche Perspektiven des Themas vor. Sie gingen auf die Probleme der derzeitigen Regelungen ein und skizzierten mögliche Lösungen.

Workshop-Zusammenfassung

Vortrag von Dr. Thomas Lang

Vortrag von Karl-Heinz Schönbach

Vortrag von Dr. Michael Viapiano

Workshop 2: Mehr Spielraum für Kooperationsverträge

Workshop-Leitung: Dr. Rolf Koschorrek

Keynote Speaker: Antje Domscheit, Peter Kurt Josenhans, Prof. Dr. rer. pol. h.c. Herbert Rebscher

Dieser Workshop thematisierte Kooperationsverträge im Gesundheitswesen, insbesondere Direktverträge zwischen einzelnen Krankenkassen und Leistungserbringern (Selektivverträge). Diese ermöglichen, Leistungen außerhalb der Regelversorgung anzubieten und zu vergüten. Ärzte, Fachärzte, Krankenhäuser und andere Einrichtungen können so verstärkt miteinander kommunizieren und die Versorgung wird verbessert.

Die drei Referenten stellten insbesondere gesetzliche Hürden und Probleme bei Selektivverträgen dar.

Workshop-Zusammenfassung

Vortrag von Antje Domscheit

Vortrag von Peter Kurt Josenhans

Vortrag von Prof. Dr. rer. pol. h.c. Herbert Rebscher

Workshop 3: Nutzung von Routinedaten in der Versorgungsforschung, Chancen und Grenzen – heute und in Zukunft?

Workshop-Leitung: Dr. Dr. Kristian Löbner

Keynote Speaker: Erwin Bader, Dr. Dirk Sunder Plaßmann, Prof. Dr. Dr. med. h.c. Peter Scriba

Dieser Workshop thematisierte die Nutzung von Routinedaten in der Versorgungsforschung. Routinedaten (Sekundärdaten) sind administrative Daten, die bei den Krankenkassen erhoben werden. Sie bilden alle Leistungen ab, die bei der Krankenkasse abgerechnet werden. Die Daten sind dabei verschlüsselt. Sie können für die Versorgungsforschung genutzt werden, um zum Beispiel:

  • anbieterunabhängige Qualitätskennzahlen abzuleiten (wie die Krankenhaussterblichkeit bei Herzinfarkt),
  • stationäre Krankheitsbilder zu untersuchen und bei Bedarf mit anderen Ländern zu vergleichen,
  • oder Krankheitsbilder über einen langen Zeitraum zu analysieren (wie die Haltbarkeit von Hüftgelenken nach einer Erstimplantation).

Die drei Referenten erläuterten in ihren Vorträgen, welche Chancen und Risiken bestehen, wenn Routinedaten für die Versorgungsforschung genutzt werden.

Workshop-Zusammenfassung

Vortrag von Erwin Bader

Vortrag von Dr. Dirk Sunder Plaßmann

Vortrag von Prof. Dr. Dr. med. h.c. Peter Scriba

Workshop 4: Wie kommen Innovationen ins System?

Workshop-Leitung: Dr. Volker E. Amelung

Keynote Speaker: Silke Baumann, Dr. Carsten Jäger, Volker Latz

In diesem Workshop ging es darum, wie Innovationen im deutschen Gesundheitswesen umgesetzt werden. Grundlegend lassen sich zwei Arten von Innovationen unterscheiden: Produkt- und Prozessinnovationen. Bei Prozessinnovationen geht es darum, bestehende Abläufe zu optimieren („wie wir etwas machen“). Dagegen spricht man von Produktinnovationen, wenn ein neues Produkt eingeführt oder ein bestehendes Produkt weiterentwickelt wird („was wir machen“).

Die drei Referenten äußerten sich zu Chancen und Risiken von Innovationen in Deutschland.

Workshop-Zusammenfassung

Vortrag von Dr. Carsten Jäger

Vortrag von Volker Latz

Workshop 5: Zielorientiertes Versorgungsmanagement – wie geht’s?

Workshop-Leitung: Sigrid König

Keynote Speaker: Dr. Tim Husemann, Prof. Dr. Jürgen Wolf, Prof. Dr. Stefan G. Spitzer

In diesem Workshop beschäftigten sich die Teilnehmer mit den unterschiedlichsten Aspekten des Versorgungsmanagements. Insbesondere wurde darüber diskutiert, wie Versorgungsmanagement zielorientiert und effektiv umgesetzt werden kann.

Das grundsätzliche Ziel des Versorgungsmanagements ist es, die Patienten besser zu versorgen und gleichzeitig die Kosten zu reduzieren. Dazu werden Lösungsansätze zu identifizierten Problemen gesucht und in konkreten Versorgungsprojekten realisiert. Beispiele hierfür sind Behandlungsprogramme für chronisch Kranke (Disease Management Programme), Angebote zur Integrierten Versorgung oder Gesundheitsnetzwerke.

Workshop-Zusammenfassung

Vortrag von Dr. Tim Husemann

Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Wolf

Vortrag von Prof. Dr. Stefan G. Spitzer

Workshop 6: Versorgungslösungen von morgen: Unterversorgung bei pflegebedürftigen Patienten interprofessionell beseitigen

Workshop-Leitung: Dr. Susanne Ozegowski

Keynote Speaker: Dr. Dr. Heinz Giesen, Jens Gabriel, MBA, Christiane Vössing

Dieser Workshop thematisierte die Unterversorgung bei pflegebedürftigen Patienten. Bis zum Jahr 2040 wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen verdoppeln. Die Anzahl der Pflegekräfte wird allerdings nicht gleichermaßen zunehmen, die Zahl der Hausärzte wird sogar abnehmen. Dies führt dazu, dass es an Fachkräften mangelt und der Pflegebereich unterversorgt sein wird.

Schon jetzt ist die ambulante ärztliche Versorgung für Pflegebedürftige nicht mehr gesichert. Arztbesuche bei Patienten zu Hause oder in Pflegeheimen finden nur noch selten statt. Hinzu kommt, dass Arzt und Pflegepersonal oftmals nicht reibungslos miteinander kommunizieren. Die Folgen sind unnötige Krankenhauseinweisungen, die hohe Kosten verursachen.

Die drei Referenten stellten jeweils ein Projekt vor, das die Versorgung von Pflegebedürftigen sicherstellen und Krankenhauseinweisungen vermeiden soll.

Workshop-Zusammenfassung

Vortrag von Dr. Dr. Heinz Giesen

Vortrag von Jens Gabriel, MBA

Vortrag von Christiane Vössing

Workshop 7: Nutzenaspekte regionaler, integrierter Versorgung und landesweiter Haus- und Facharztverträge

Workshop-Leitung: Prof. Dr. Eberhard Wille

Keynote Speaker: Wolfgang Meunier, Dr. Veit Wambach, Dr. Lutz Hager

In diesem Workshop ging es um integrierte Versorgungsformen und wie sie verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens nutzen. Bei der integrierten Versorgung werden Patienten sektoren- und fachübergreifend behandelt. Dazu kooperieren Ärzte, Fachärzte, Krankenhäuser und andere Einrichtungen in Versorgungsnetzen miteinander. Krankenkassen schließen hierfür Direktverträge mit ausgewählten Leistungserbringern (Selektivverträge). Das Ziel der integrierten Versorgung ist es, die Patienten qualitativ besser und möglichst sektorenübergreifend zu versorgen – und gleichzeitig die Kosten zu reduzieren. Außerdem soll das Gesundheitssystem transparenter werden.

Die drei Referenten äußerten sich zu Chancen und Problemen von integrierten Versorgungsprogrammen.

Workshop-Zusammenfassung

Vortrag von Dr. Veit Wambach

Vortrag von Dr. Lutz Hager

Vortrag von Wolfgang Meunier

Workshop 8: Arztnetze – der Innovationstreiber im Gesundheitswesen?

Workshop-Leitung: Claudia Schrewe

Keynote Speaker: Sonja Laag, Harald Möhlmann, Dr. Monika Schliffke

In diesem Workshop ging es um Arztnetze und die Frage, ob diese Innovationen fördern können. In Arztnetzen kooperieren verschiedene Leistungserbringer miteinander: Ärzte, Fachärzte, Krankenhäuser und andere Einrichtungen. Ziel ist es, die Versorgung zu verbessern und gleichzeitig Kosten zu reduzieren. Die drei Referenten äußerten sich vor allem zu den Problemen und Herausforderungen, die entstehen, wenn Arztnetze gebildet werden.

Workshop-Zusammenfassung

Vortrag von Sonja Laag

Vortrag von Harald Möhlmann

Vortrag von Dr. Monika Schliffke

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