Zäpfchen schmelzen ab etwa 30 Grad, bei Hitze verflüssigen sich bestimmte Gele und Dragee-Oberflächen können absplittern. Vielfach verändern sich Medikamente durch Wärme, Licht und hohe Luftfeuchtigkeit – mit den möglichen Folgen wie: Durchfall, Übelkeit, Verstopfung, Bauchkrämpfe, Schweißausbrüche, Kribbeln an Händen und Füßen. Alte oder verdorbene Medikamente können auch einfach völlig wirkungslos sein. Folgendes sollten Sie bei der Aufbewahrung von Medikamenten beachten:

 |  | Kontrollieren Sie regelmäßig das Haltbarkeitsdatum jedes Arzneimittels in Ihrer Hausapotheke sowie von Pflaster- und Verbandmaterial! |  |  | Bewahren Sie Arzneimittel nur in der Originalverpackung und mit Beipackzettel auf! Drücken Sie Tabletten und Dragees erst direkt vor dem Gebrauch aus der Blisterpackung! |  |  | Verschließen Sie Tropfflaschen, Gläser und Röhrchen mit dem jeweils zugehörigen Deckel nach Gebrauch wieder! In offenen Gefäßen können Brausetabletten und auch andere Tabletten wegen hoher Luftfeuchtigkeit, zerfallen, alkoholische Lösungen verdunsten, Teepulver kann hart werden oder es kann sich Schimmel darauf bilden. |  |  | Medikamente können vor allem bei hohen Temperaturen auch schon vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums unbrauchbar werden. Lagern Sie Medikamente nie in der prallen Sonne! Nicht nur die Wärme kann den Arzneien schaden, sondern auch UV-Licht. Fette, Salben und Öle sind lichtempfindliche Stoffe. Sie können durch zuviel Kontakt mit Licht trübe und ranzig werden, anfangen zu gären oder sich zu zersetzen. |  |  | Arzneimittel werden üblicherweise bei 18 bis 25 Grad Celsius gelagert. Eine Ausnahme bilden Arzneimittel, die gekühlt werden müssen. Bitte beachten Sie die Aufbewahrungshinweise auf der Faltschachtel und dem Beipackzettel. Für die Aufbewahrung von Arzneien in einer Wohnung eignen sich aus Temperaturgründen oft am besten das Schlafzimmer oder der Flur. Da Feuchtigkeit den Medikamenten schaden kann, gehört die Hausapotheke weder in die Küche noch ins Badezimmer. |  |  | Grundsätzlich sollten nur solche Medikamente im Kühlschrank aufbewahrt werden, bei denen es auf dem Beipackzettel vermerkt ist. Zum kurzfristigen Transport von Medikamenten, die "in einer Kühlkette transportiert werden sollen", eignet sich eine Kühltasche. Vermeiden Sie aber den direkten Kontakt des Arzneimittels zum Kühlakku, denn bei zu viel Kälte können z. B. Trägerstoffe in Arzneimitteln verhärten. Angebrochene flüssige Medikamente wie Augentropfen oder Hustensaft können im Kühlschrank eine bestimmte Zeit gelagert werden. Auch hier sind die Informationen auf dem Beipackzettel zu beachten. |  |  | Bei Flugreisen sollten Sie die während des Fluges erforderlichen Arzneien im Handgepäck haben. Beachten Sie, dass zur Zeit die Menge von Flüssigkeiten - dazu gehören auch Salben oder Cremes - höchstens 100 Milliliter betragen darf. Bitte beachten Sie die jeweils aktuellen Vorschriften für die Mitnahme von Medikamenten bei Flugreisen! |
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